Zuletzt gesehener Film

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      In Three Billboards Outside Ebbing, Missouri prangert eine Frau mithilfe von 3 Billboards die örtliche Polizei an, die keine Resultate bei der Suche nach dem Vergewaltiger und Mörder der Tochter der besagten Frau erzielen konnte. Es ist ein sehr erfrischender Film, mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Humor und Tragik, interessanten und schrägen Charakteren und einer berührenden Geschichte.

      Außerdem hab ich zum zweiten Mal Your Name geschaut. Die Prämisse von diesem Anime Film klingt nach leichter Unterhaltung: Ein Dorfmädchen und ein Stadtjunge merken, dass sie immer wieder die Körper tauschen, ohne es kontrollieren zu können. Der Film ist aber mehr als das. Ich empfehle jeden, Your Name eine Chance zu geben, egal ob man vielleicht sonst mit Anime nicht viel anfangen kann. Ich persönlich habe nur eine Sache daran auszusetzen und das ist die schrecklich plumpe Pop Musik die wichtige Momente an die Grenze zum Kitsch zwängt.

      Tolotos wrote:

      5,5/10

      Ich kenne die Vorlage zu The Dark Tower nicht und trotzdem würde ich den Film keine 5,5 gönnen. Es ist ein langweiliger Film der jegliche Kreativität vermissen lässt.

      Tolotos wrote:

      Ein im Prinzip perfekter Film, den ich nur wegen meinem persönlichen Geschmack nicht noch höher bewerte

      Du hast die Stärken von Fury Road sehr gut zusammengefasst. Ich würde als kleines Makel noch die dürftige CGI in einigen kurzen Szenen hinzufügen (Stichwort Flashbacks). Das ist zwar Erbsenzählerei, aber was anderes bleibt einen bei diesem Film auch nicht übrig.

      Edit:
      Ich hatte ganz vergessen, dass ich seit paar Tagen alles zum Thema Batman konsumiere!

      Batman Ninja ist ein unglaublich dummer Film, der auf Krampf versucht, abgedreht und witzig zu sein. Reine Zeitverschwendung.

      Zu Batman v Superman wurde wahrscheinlich schon alles gesagt. Ich finde den Film ok, mehr aber auch nicht. Ich hatte am gleichen Tag The Dark Knight Returns gelesen und die Anspielungen und Parallelen zu bemerken war ganz nett.

      The LEGO Batman Movie ist witziger und kreativer als Batman Ninja und emotionaler als Batman v Superman. Sehr unterhaltsam!

      Post was edited 5 times, last by “Erbauer” ().

      Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist tatsächlich klasse. Gerade die Tatsache, dass es so gut funktioniert, sowohl an einzelnen Stellen sehr witzig zu sein als auch insgesamt sehr tragisch und zum Nachdenken anzuregen, hat mir sehr gut gefallen.

      Your Name fand ich auch sehr gut, vor allem durch das Spielen mit den Genre-Klischee. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob ich mit dem Ende zufrieden bin, weil ich mit der Thematik,
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      füreinander bestimmt zu sein
      meine Probleme habe.

      Bzgl. den 5,5/10 für Dark Tower: Ich glaube, da liegt der Diskrepanz mehr an der persönlichen Interpretation der zugrundeliegenden Skala. Mein Gefühl ist dort, dass ich versuche, ein sehr breites Spektrum von Qualität abzubilden. D.h. insbesondere, dass über 90 % der Filme, die ich je gesehen habe, überdurchschnittlich (über 5/10) liegen, damit auch nach unten noch Platz für Filme der Qualität von z.B. Direct-to-DVD-Horrorfilmen oder sowas wie Die Pute von Panem ist. Und irgendwo muss ja auch The Room landen.

      Ob das sinnvoll ist, ist unklar, denn im Endeffekt verschenkt man einen Großteil seiner Skala, da man solche Filme hoffentlich durch Selektion sehr selten sieht. Aber letztlich sind die Zahlen eh so stark von Intuition/Gefühl kommend, dass es glaube ich wenig Sinn macht, sein 'persönliches System' bewußt zu radikal zu ändern.
      Oxygen
      Das ist ein aus meiner Sicht recht clever umgesetzter Low Budget Science Fictioner auf Netflix, der seine minimalen Mittel optimal einsetzt und dadurch ausserordentlich gut aussieht und funktioniert. Bewundern darf man dabei ein beengtes Kammerspiel mit einer glänzenden Einzelperformance der von mir seit Inglourious Basterds hochverehrten Melanie Laurent.
      The Woman in the Window
      Eine weitere Neuauflage von Hitchcocks Klassiker Das Fenster zum Hof, welcher in der Eröffnungssequenz auch kurz referenziert wird. Insgesamt Ok, aber nichts besonderes. Man hält sich an bestehende Konventionen und setzt diese artgerecht in Szene, ein Versuch dem Genre etwas neues abzugewinnen wird gar nicht erst unternommen. Amy Adams hat mir gut gefallen, Gary Oldman halte ich für verschenkt. Und warum müssen Traumata eigentlich immer durch Autounfälle ausgelöst werden? Trotzdem ein solider Unterhaltungs-Thriller.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Gestern habe ich den neuen Cruella-Film gesehen und ich bin mir noch nicht ganz sicher wie gut ich ihn finde. Die Kostüme waren der Wahnsinn und auch sonst hat mir der Film unglaublich viel Spaß gemacht. Es gab aber schon einige Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Insbesondere waren es die Hunde, die für mich storytechnisch keinen Sinn ergeben haben und auch nicht wirklich witzig waren. Die Dalmatiner konnte ich ja noch nachvollziehen, aber die restlichen Vierbeiner waren mir einfach zu viel. Ich glaube nicht, dass Cruella jemand ist der früher Hunde mochte. Auch die Thematik ihrer Pelzliebe bzw. für mich war das in den alten Filmen ein regelrechter Fetisch, wird gar nicht thematisiert. Die Idee von einem Dalmatiner-Mantel hingegen schon und das fand ich ziemlich unpassend....

      Die Dialoge waren gelungen, die Witze hingegen nicht. Bei mir hat kein Witz gezündet. Man hätte darauf getrost verzichten können. Generell bedient sich der Film sehr an Birds of prey, Der Teufel trägt Prada und auch an Star Wars.

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      ​Extrem gut gefallen hat mir jedoch das endlich mal eine Mutter-Tochter-Beziehung thematisiert wurde. Hat man bei solchen Filmen ja sehr selten. Ich fand es auch sehr gut, dass es kein kitschiges Ende für die Beziehung gab. Der Mord an der eigenen Mutter hätte ich aber wesentlich besser gefunden. Dass der Bösewicht bequemerweise zu Tode stürzt, hat bei Disney ja schon Tradition und hätte ihr auch gepasst. Estella war ja vorher auch schon offiziell "tot", daher hätte es am Schluss auch nichts geändert. Cruella hätte auch so "geboren" worden können. Das Ende wäre so aber wesentlich tragischer und konsequenter gewesen und man hätte durch eine so schlimme Tat, den Charakter perfekt für kommende Filme aufbauen können
      There is no justice in the world. Not unless we make it.

      Tolotos wrote:

      Your Name fand ich auch sehr gut, vor allem durch das Spielen mit den Genre-Klischee. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob ich mit dem Ende zufrieden bin, weil ich mit der Thematik meine Probleme habe.

      Ich finde, das Ende funktioniert innerhalb der Geschichte, die der Film erzählen möchte, aber mit der Aussage, die durch das Ende getroffen wird, habe ich ebenfalls ein Problem.

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      Tatsächlich habe ich den Film während des Schauens als ein Film über das Auseinandergehen verstanden und erst das Ende hat daraus das Füreinander Bestimmt Sein deutlich zum Thema gemacht. Ich glaube weder daran, noch finde ich die Vorstellung besonders schön. Tatsächlich fand ich es viel interessanter zu sehen, wie zwei Menschen sich treffen, eine Bindung aufbauen, eine Schlüsselrolle im Leben von dem jeweils anderen spielen und dann, als die Wege sich trennen, zwar in einem schmerzhaften Prozess auseinandergehen, aber mit Liebe aneinander zurückdenken... und dann kommt diese Suche nach einem fehlenden Teil und die Bedeutung ihrer Beziehung ändert sich komplett. Mochte ich nicht besonders.


      Ich habe meiner Freundin vor kurzem die The-Dark-Knight-Trilogie gezeigt. Vor ungefähr 6 Jahren waren das mit die ersten Filme, die ich bewusst reflektiert habe, statt mich einfach von einem Gefühl zum anderen treiben zu lassen, was zu einer Begeisterung für das Filmemachen selbst geführt hat. Außerdem waren sie meine erste Berührung mit Batman (abgesehen von Debatten über Superhelden in der Grundschule) und damit der erste Schritt in Richtung Lesen von Comics.
      Auch beim 4. Rewatch war die Trilogie mitreißend, und ich konnte erneut neue Details und Gedankenansätze finden. Diesmal hatte ich kurz davor einige Batman Comics gelesen, d.h. meine Freundin musste paar Fun Facts ertragen. Nach dem Schauen hab ich ihr sogar die Stellen in den Comics rausgesucht, die in den Filmen zitiert werden.

      Eine weitere Review brauchen diese Klassiker wohl nicht. Batman Begins ist eine gelungene Origin Story, The Dark Knight ist spannend, emotional, bildgewaltig und sauber durchdacht, The Dark Knight Rises ist ebenfalls beeindruckend inszeniert, nur etwas zu langatmig und nicht so sauber durchdacht. Insgesamt eine umfangreiche und, wenn man von dem Schlussteil absieht, in allen filmischen Aspekten brillierende Darstellung von Batman.

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      Army of the dead
      Ein weiterer Film verpasster Gelegenheiten in Snyders Filmographie. Eigentlich war ich nie ein grosser Fan von Zombiefilmen, trotzdem glaube ich mittlerweile zumindest die meisten der populären Vertreter konsumiert zu haben. Lustigerweise war es sogar das aus meiner Sicht gelungene Dawn of the Dead - Remake des damals noch völlig unbekannten Snyder, welches einst mein Interesse ankurbelte und mich dazu animierte dem Genre eine Chance zu geben.
      Army of the dead beginnt mit einem super Einstieg und einem ähnlich fantastischen Prolog wie Watchmen, welcher an sich schon locker die Ereignisse eines kompletten Kinofilms beinhaltet. Die Kombination aus Heist-Movie und Zombiefilm als Prämisse finde ich grundsätzlich cool, auch der Cast mit Dave Bautista als Speerspitze ist aus meiner Sicht durchaus passend (vor allem das Duo Schweighöfer / Hardwick macht Spass). Set-Design, Score (der nebenbei bemerkt sogar wirklich fantastisch ist) und Look stimmen. An den Zutaten lags also nicht.
      Aber leider macht Snyder die selben Fehler wie in vielen anderen Filmen auch- durch seine Obsession einzelne Momente bis in die Unendlichkeit zu zelebrieren, nimmt er der Handlung immer wieder jegliche Dynamik. Ausserdem legt er keinen Wert auf eine vernünftige Story oder Dinge wie Charakterentwicklung. Die Figuren wirken ob der grösstenteils wirklich unterirdischen Dialoge teilweise sichtlich verloren und erschütternd eindimensional, was sehr schade ist, da einige von Ihnen wirklich Potential gehabt hätten. Ausserdem macht der Film unzählige Andeutungen und falsche Versprechungen.
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      Was bringt es, den Zombies Intelligenz, Emotion und gesellschaftliche Struktur einzuhauchen, wenn das am Ende doch zu nichts führt oder irgend eine Bedeutung für die Handlung hat? Wozu gibt es die Alphas und wie werden diese bestimmt? Was hat es mit den Quarantänezonen auf sich? Warum verwandeln sich manche Menschen augenblicklich in Zombies und manche erst nach Tagen (oder noch länger)? Warum schickt man überhaupt ein Überfallkommando zum eigenen Hotel-Tresor ohne ihnen die Kombination für das Schloss zu verraten oder sie über gefährliche Schutzmechanismen aufzuklären? Was hat es mit den Andeutungen zur Zeitschleifenthematik auf sich?

      Ausserdem wird Tschechows Gewehr mehrfach as absurdum geführt.
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      Es gibt bspw. eine sehr explizite Szene, in der Vanderhoes Kettensäge eingeführt wird, diese jedoch später nie zum Einsatz kommt. Eine weitere Szene mit klarem foreshadowing, dass es später im Film regnen wird und sich die in der heissen Sonne in "Hitzestarre" befindlichen Zombies wieder erheben werden, bleibt ebenso bedeutungslos.

      Diese Liste an Unzulänglichkeiten bzw. Ungenauigkeiten könnte man noch lange so fortführen.
      Kurz gesagt stösst Snyder ähnlich wie in Justice League tausend Türen auf ohne darauf einzugehen was sich dahinter verbergen könnte. Das ist einmal mehr sehr schade, da auch dieser Film viele Szenen beinhaltet, die für sich genommen Kult-Potential hätten, was vermutlich auch der Grund ist, warum die Meinungen zu dazu so weit auseinander gehen. Das klingt jetzt alles nicht sonderlich gut, aber ich würde trotzdem noch nicht sagen, dass der Film totale Grütze ist, ich denke für Genre-Fans hält er durchaus einige Leckerbissen (hauptsächlich in Form von Schauwerten und einigen richtig coolen Einstellungen) bereit. Leute die grundsätzlich mit sowas nicht viel am Hut haben sollten einen grossen Bogen um den Film machen.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
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