Zuletzt gesehener Film

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      Die Brücke von Arnheim habe ich als Kind mal gesehen :whistling: Kann mich aber nur noch an die alte Frau erinnern, die von den GIs so genervt war, dass sie ihr durchlöchertes Haus verlassen hat und in ein deutsches MG-Nest gelaufen ist. Wenn der mal bei Netflix oder Prime Video landet oder so als 99 Cent-Leihe bei Amazon landet, werde ich den nochmal anschauen.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Tenet

      Ich habe mich in kürzester Zeit an Steven Erikson erinnert gefühlt, der es ja auch gern mit Untererklärung hat.

      Nach spätestens einer halben Stunde bin ich auf Grund von Spoilervorgängen, die mir in sich nicht wirklich konsequent erschienen vor zwei Möglichkeiten gestanden: Entweder ist alles perfekt schlüssig und und mein wochenendfaules Gehirn gibt sich einfach nicht genug Mühe ODER der Film kaschiert das übliche Technobabble durch maximale Intransparenz um pseudotiefgründiger zu wirken. Ich habe mich ziemlich schnell für b) entschieden, aufgehört das Geblubber zu beachten und mich auf die tollen Actionsequenzen konzentriert, wodurch ein immer noch unterhaltsamer Film übrig blieb.

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      Bisse irritierend fand ich, dass das Paradoxon kurz erwähnt und dann beiseite geschoben wird um dann doch einen zentralen Punkt der Handlung zu bilden. Ist Max Neil? Das Ende hat mir gut gefallen.
      I have been despised by better men than you.
      Eher zufällig war diese Woche Interstellar dran. Während mich Tenet eher klößchenlauwarm gelassen hat, war Interstellar für mich eine echte Hausnummer.
      Nicht, dass ich mich hier mit den wissenschaftlichen Hintergründen sehr viel mehr beschäftigt hätte, aber hier hat für mich vom Hirnfutter über den grandiosen Soundtrack und die eingestreuten psychologischen Komponenten alles gepasst. Abgesehen davon waren die Protagonisten sympathisch und ihre Handlungen überwiegend gut nachvollziehbar, während mir die in Tenet 50 shades of Wurst waren.
      Toller Film.

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      Ich bin ein bisschen zu früh auf den Twist gekommen, aber das hat mir Sixth Sense ja auch nicht versaut.
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Entweder ist alles perfekt schlüssig und und mein wochenendfaules Gehirn gibt sich einfach nicht genug Mühe ODER der Film kaschiert das übliche Technobabble durch maximale Intransparenz um pseudotiefgründiger zu wirken. Ich habe mich ziemlich schnell für b) entschieden, aufgehört das Geblubber zu beachten und mich auf die tollen Actionsequenzen konzentriert, wodurch ein immer noch unterhaltsamer Film übrig blieb.
      Ha! Bei mir lief haargenau derselbe Prozess ab. Stimme auch Deinen folgenden Ausführungen zu Interstellar zu, das war einfach der bessere Film.

      WonderWoman 1984:
      Mittelmässiger Film, viele verpasste Gelegenheiten, die 80er zu persiflieren, fragwürdige Charaktermotivation,
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      Chris Pine ist der Höhepunkt des Films, seine Rückkehr wird aber durch eine absolut schwachsinnige Erklärung geschmälert
      , und ne Stunde kürzer hätts auch getan, schade.
      6 von 10 Mauerblümchen.
      HODOR !
      Nolan wird ja häufig von Kritikern vorgeworfen, dass seinen Charakteren die emotionale Tiefe fehlt, war vor allem ja auch bei Inception so (in dessen Kerbe auch TENET schlägt). Eine bestimmte Nachlässigkeit in dieser Hinsicht würde selbst ich (als Fan) ihm wohl nicht absprechen, denke aber auch dass es zum Teil eine recht individuelle Frage ist, wie viel emotionale Nähe zu den Protagonisten notwendig ist, um eine Geschichte toll zu finden. Es ist aber sicher nicht ganz von der Hand zu weissen, dass er die Handlung und ein intelligentes Story-Gerüst mehr in den Vordergrund stellt als Charakterentwicklung.

      Maegwin wrote:

      Tenet
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      Bisse irritierend fand ich, dass das Paradoxon kurz erwähnt und dann beiseite geschoben wird um dann doch einen zentralen Punkt der Handlung zu bilden. Ist Max Neil? Das Ende hat mir gut gefallen.

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      Leider habe ich es nach meinem Kino-Besuch nie mehr geschafft mir den Film noch ein zweites Mal anzusehen, daher sind meine Erinnerungen schon etwas verblasst... :( Aber an einen Max kann ich mich nicht erinnern, wen genau meinst du damit und was hat das mit dem Grossvaterparadoxon zu tun?
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Nolan wird ja häufig von Kritikern vorgeworfen, dass seinen Charakteren die emotionale Tiefe fehlt, war vor allem ja auch bei Inception so (in dessen Kerbe auch TENET schlägt). Eine bestimmte Nachlässigkeit in dieser Hinsicht würde selbst ich (als Fan) ihm wohl nicht absprechen, denke aber auch dass es zum Teil eine recht individuelle Frage ist, wie viel emotionale Nähe zu den Protagonisten notwendig ist, um eine Geschichte toll zu finden.


      Hm. Ich denke, je weniger einen die Protagonisten interessieren umso flashier und interessanter muss das Werk in sich sein, sei es Film oder Buch. Ich habe an Tenet nichts revolutionäres entdeckt, das mich bei der Stange gehalten hätte. Die Inversion als Einstieg war interessant, allerdings ging die Idee sehr schnell in einer klassischen Zeitreisethematik auf, die aus meiner Sicht schon spannender und insbesondere weniger plotholy beackert wurde.

      Ich habe auch durchaus den Eindruck gehabt, dass Nolan sich hier bei der "Charaktererschaffung" absichtlich zurücknimmt. Über den Protagonisten und seinen Erklärbär wissen wir praktisch nichts, der Millionär und seine Ehegattin sind gut (!) gemachte Klischees. Ich denke, Nolan will dass man sich auf die komplexe Handlung konzentriert, die war mir nur nicht ansprechend gut genug.
      Nicht sicher, warum er das gemacht hat. In Interstellar ging auch beides.

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      Max war der kleine Sohn des Waffenhändlers und seiner Frau. :) Nachdem der Film sonst praktisch niemanden enthält, den der Protagonist in der Zukunft rekrutieren könnte, würde es für mich Sinn ergeben, dass er als Neil hilft seinen bösen Vater zu besiegen und die Mama zu retten in der Vergangenheit.
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      Maegwin wrote:

      Die Inversion als Einstieg war interessant, allerdings ging die Idee sehr schnell in einer klassischen Zeitreisethematik auf, die aus meiner Sicht schon spannender und insbesondere weniger plotholy beackert wurde.

      Ich habe auch durchaus den Eindruck gehabt, dass Nolan sich hier bei der "Charaktererschaffung" absichtlich zurücknimmt. Über den Protagonisten und seinen Erklärbär wissen wir praktisch nichts, der Millionär und seine Ehegattin sind gut (!) gemachte Klischees. Ich denke, Nolan will dass man sich auf die komplexe Handlung konzentriert, die war mir nur nicht ansprechend gut genug.
      Schade, für mich ist das alles voll aufgegangen. Ich fand gerade den Aspekt, dass Menschen und Dinge sich durch die Zeit zurückbewegen (und was die Protagonisten in diesem Kontext alles zu berücksichtigen und zu bedenken haben), während alles andere normal vorwärts weiterläuft, ausnehmend frisch, originell und spannend. Trotzdem kann ich dein "klassisches Zeitreisethematik"- Argument einigermassen nachvollziehen, glaube aber auch, dass der Spielraum das irgendwie noch innovativer oder visionärer aufzubohren da sehr begrenzt ist, ein paar Naturgesetze muss man einfach beachten, sonst wird Science-Fiction ganz schnell zu Fantasie-Geplenkel.

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      Max war der kleine Sohn des Waffenhändlers und seiner Frau. :) Nachdem der Film sonst praktisch niemanden enthält, den der Protagonist in der Zukunft rekrutieren könnte, würde es für mich Sinn ergeben, dass er als Neil hilft seinen bösen Vater zu besiegen und die Mama zu retten in der Vergangenheit.

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      Das ist mir total entgangen, klingt allerdings wirklich schlüssig. Muss mir den Film unbedingt besorgen und demnächst nochmal angucken, es hilft nichts. :)
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
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