COVID-19

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      Pro 100K Einwohner hat die Schweiz seit Beginn der Zählungen 115 Tote zu verzeichnen.Zum Vergleich hierzu die Zahlen einiger umliegenden Länder: Italien - 196, Österreich - 112, Frankreich - 152, Deutschland - 97, Belgien - 207, Tschechien - 268, Slowenien - 199.


      Hmmmm. Wo hast du deine Zahlen her?
      Ich habe andere gefunden, da sieht es um die Schweiz nicht ganz so berauschend aus.
      Auch die vergangene Berichterstattung würde mich auf die Schweiz als so einen Überflieger nicht wirklich vorbereiten:

      Hohe Übersterblichkeit - Corona-Tote: Schweiz steht im Länder-Vergleich schlecht da - News - SRF


      rnd.de/politik/corona-in-der-s…COVVGJ5EVI45EYJ4NE3Y.html


      Wobei sich die Lage natürlich dynamisch geändert haben kann.


      Edit: Ah, ok. Ich habs. Die WHO hat die gleichen wie du.
      Ich könnte dazu keine seriöse Aussage treffen. Ich bin auch etwas überrascht, dass Belgien 206 hat und die Niederlande weniger als die Hälfte. ?(
      I have been despised by better men than you.

      Post was edited 1 time, last by “Maegwin” ().

      Das die Niederlande, Schweden, Österreich und die Schweiz alle verglichen mit ihren Infektionszahlen relativ(!) niedrigere Todeszahlen haben (also eine geringere Fallsterblichkeit), scheint mir auch erklärungsbedürftig. Eine gewisse Pfadabhängigkeit (je stärker die erste Welle desto stärker das Potential der zweiten Welle) scheint es zu geben, aber das passt z. B. für die Schweiz als nach Italien zweites schwer getroffenes europäisches Land überhaupt nicht.

      Ich denke mal, dass die sozialräumliche Struktur eine sehr große Rolle spielt. In den USA sind bereits vor der Präsidentschaftswahl, also vor der Herbst- und Winterwelle, rund 0,1% der afroamerikanischen Bevölkerung an Covid gestorben (aktuellere Zahlen kenne ich nicht). In Italien, Spanien und Frankreich (und den osteuropäischen Ländern vermutlich auch) spielen Mehrgenerationenhaushalte eine große Rolle beispielsweise im Vergleich zu 50% Singlehaushalte in Schweden. Das scheint mir auch die wahrscheinlichste Erklärung für den großen Unterschied zwischen den Niederlanden und Belgien; in Belgien gibt es große Viertel, teilweise halbe Städte, die gesellschaftlich ein Eigenleben führen und alleine schon wegen Sprachbarrieren schlecht erreichbar sind. Das gibt es in den Niederlanden teilweise auch in den Hafenstädten, aber in viel kleinerer Dimension.

      In Deutschland kann man auch beobachten, dass die vulnerablen Altersgruppen der Ü65-80 immer eine niedrigere Inzidenz als die Gesamtbevölkerung hatten. Das kehrt sich dann erst in den ganz hohen Altersgruppen Ü80, eher Ü85, um, getrieben durch die Pflegebedürftigen, die sich logischerweise nur sehr schlecht schützen können.
      @Maegwin
      Auch wenn du inzwischen auf das gleiche gekommen bist, hier noch der link zu den Zahlen vom Schweizer BAG:
      covid19.admin.ch/de/overview?ovTime=total


      Hmm. Die sozial räumliche Struktur (inklusive Mehrgenerationenhaushalte etc.) spielt sicher eine Rolle, aber gerade am Beispiel Österreich zu Schweiz gehe ich nicht unbedingt davon aus, dass diese sich erheblich voneinander unterscheidet. Trotzdem ist die Fallsterblichkeit mit rund 1,6% nahezu identisch, obwohl man die Schweiz im Grunde fast als Schweden Zentraleuropas bezeichnen könnte und Ö im Vergleich dazu sehr hart durchgegriffen hat.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:


      Hmm. Die sozial räumliche Struktur (inklusive Mehrgenerationenhaushalte etc.) spielt sicher eine Rolle, aber gerade am Beispiel Österreich zu Schweiz gehe ich nicht unbedingt davon aus, dass diese sich erheblich voneinander unterscheidet. Trotzdem ist die Fallsterblichkeit mit rund 1,6% nahezu identisch, obwohl man die Schweiz im Grunde fast als Schweden Zentraleuropas bezeichnen könnte und Ö im Vergleich dazu sehr hart durchgegriffen hat.


      Soweit ich das verfolgt habe, hat Österreich immer erst sehr spät im Verlaufe einer Welle durchgegriffen. Und der Grenzverkehr mit Tschechien/Ungarn/Slowakei und Slowenien, die alle sehr hohe Todeszahlen haben, dürfte eine Rolle spielen. Die Schweiz hat natürlich auch viel Grenzverkehr und den Effekt konnte man in der ersten Welle ja durchaus sehen, aber die zweite und dritte Welle war und ist in Osteuropa völlig außerhalb jeder Kontrolle und das Grenzregiment hat in Deutschland Richtung Benelux auch besser funktioniert als Richtung Tschechien.

      Das dürfte insbesondere frühere Verbreitung der Mutanten bedingen.

      Edit: Und weniger Kontrolle, was für die Fallsterblichkeit auch immer eine Rolle spielt.

      Für die Fallsterblichkeit spielt die Schärfe der Restriktionen ja nicht unbedingt eine so große Rolle. Würde sogar eher sagen: Lockere Restriktionen drücken sie. Konnte man um Weihnachten rum in Deutschland ja beobachten, wo es relativ immer noch wenig Fälle gab und alles runter gefahren wurde, aber die Inzidenzen bei den hochbetagten, pflegebedürftigen explodiert sind.

      Edit2: Noch ein Argument könnte die Verteilung auf die verschiedenen Wellen sein. In der Schweiz sind in der ersten Welle mehr gestorben, in Österreich war die erste Welle relativ mild. Da damals kaum getestet wurde, war die Fallsterblichkeit auch deutlich höher.

      Post was edited 1 time, last by “Grunkins” ().

      Grunkins wrote:

      Soweit ich das verfolgt habe, hat Österreich immer erst sehr spät im Verlaufe einer Welle durchgegriffen.

      Österreich hat im Laufe aller Wellen immer früher und härter reagiert als die Schweiz. Da ich quasi an der Grenze lebe war diese Thematik (gerade aufgrund des starken Pendlerverkehrs) stehts präsent und gut beobachtbar.

      Grunkins wrote:

      Für die Fallsterblichkeit spielt die Schärfe der Restriktionen ja nicht unbedingt eine so große Rolle. Würde sogar eher sagen: Lockere Restriktionen drücken sie.

      Das hört sich irgendwie komisch an. :huh: Letztendlich sind alle Massnahmen dazu da, das Gesundheitssystem zu schützen und dadurch Tode zu verhindern. Härtere Massnahmen sollten somit auch bessere Erfolge erzielen und nicht umgekehrt. Aber vielleicht verstehe ich auch nicht ganz genau was du damit meinst.

      Grunkins wrote:

      Edit2: Noch ein Argument könnte die Verteilung auf die verschiedenen Wellen sein. In der Schweiz sind in der ersten Welle mehr gestorben, in Österreich war die erste Welle relativ mild. Da damals kaum getestet wurde, war die Fallsterblichkeit auch deutlich höher.

      Das mag durchaus sein, abgerechnet wird jedoch zum Schluss.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:


      Das hört sich irgendwie komisch an. :huh: Letztendlich sind alle Massnahmen dazu da, das Gesundheitssystem zu schützen und dadurch Tode zu verhindern. Härtere Massnahmen sollten somit auch bessere Erfolge erzielen und nicht umgekehrt. Aber vielleicht verstehe ich auch nicht ganz genau was du damit meinst.


      Fallsterblichkeit=Tode/Infizierte

      Lockere Restriktionen -> sehr viele Menschen aus weniger vulnerablen Gruppen infizieren sich -> Viele Infizierte.
      Harte Restriktionen -> weniger Infektionsgeschehen in der Breite der Bevölkerung, aber relativ mehr bei der sehr vulnerablen Gruppe der Pflegebedürftigen.

      Das dürfte wegen der Impfungen nicht mehr gelten, war aber um Weihnachten rum in Deutschland der Fall; Verglichen mit dem Rest Europas überschaubares Infektionsgeschehen aber teilweise 1000 Tote am Tag, weil das ganze Gesundheits- und Pflegewesen durchseucht war.

      In Bezug auf die Gesamtsterblichkeit=Tode/Bevölkerung führen lockere Restriktionen natürlich zu mehr Toten.

      Grunkins wrote:

      el_drogo wrote:


      Das hört sich irgendwie komisch an. :huh: Letztendlich sind alle Massnahmen dazu da, das Gesundheitssystem zu schützen und dadurch Tode zu verhindern. Härtere Massnahmen sollten somit auch bessere Erfolge erzielen und nicht umgekehrt. Aber vielleicht verstehe ich auch nicht ganz genau was du damit meinst.


      Fallsterblichkeit=Tode/Infizierte

      Lockere Restriktionen -> sehr viele Menschen aus weniger vulnerablen Gruppen infizieren sich -> Viele Infizierte.
      Harte Restriktionen -> weniger Infektionsgeschehen in der Breite der Bevölkerung, aber relativ mehr bei der sehr vulnerablen Gruppe der Pflegebedürftigen.

      Ok jetzt verstehe ich. Trotzdem klärt auch dieser Umstand nicht wirklich meine Ausgangsfrage.
      Die Schweiz hat trotz lockerer Restriktionen (über das gesamte vergangene Pandemie-Jahr) ein ähnliches Infektionsgeschehen wie Österreich zu verzeichnen, sowie eine vergleichbare Fallsterblichkeit. Deine Erklärung zur Fallsterblichkeit leuchtet mir nun zwar ein, aber mir fällt trotz aller Recherche keine plausible Erklärung dafür ein, warum Ö dann nicht zumindest ein (deutlich) niedrigeres Infektiongeschehen vorzuweisen hat. Und bevor gleich der Springer kommt und mich in die rechte Ecke stellt- ich will wirklich keine Grundsatzdebatte über die Wirksamkeit von lock downs anstossen oder so. Jedes Land tut das, was es im Rahmen seiner Möglichkeiten für das beste hält. Die Schweiz wurde von vielen Seiten (unter anderem auch von mir selbst) für ihren Weg stark kritisiert, doch bei näherer Betrachtung muss man sich eingestehen, dass das Endergebnis (zumindest bisher) nicht wirklich schlechter (zum Teil sogar besser) ausgefallen ist als in umliegenden Ländern- mit dem einzigen Unterschied, dass die Bürger des Landes nicht annährend so viele Einschränkungen in Kauf nehmen mussten.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 1 time, last by “el_drogo” ().

      Mich wundert doch, dass sich weiterhin der Mythos gehalten hat, dass Covid für "jüngere" Menschen (also unter 70 :) ) relativ harmlos ist. Außerdem wird vielerorts weiterhin so getan, also ob es allen Menschen gut geht, die nicht daran gestorben sind. :(

      Im Moment wird wieder künstlich eine Debatte in die Gesellschaft getragen, dass "Geimpfte" sich nicht mehr an Maßnahmen halten müssten. Diese Diskussion ist angesichts der niedrigen Impfquote (vollständig) bei 6 bis 9% (je nach Bundesland) aber irgendwie albern. Zumal davon ein guter Anteil im Altersheim lebt und so oder so nicht raus geht. Ich habe eben die Tagesthemen gesehen und da wurde so lax darüber gereden, dass man meinen könnte, es wären die gerade mal 23% Erstgeimpften gemeint. Ich stellte sowieso immer wieder fest, dass der Wert einer einzelnen Impfungs mit Biontech oder Moderna viel zu hoch gehängt wird. Die zweite Impfung ist kein Bonus, sondern für einen mittelfristigen Schutz einfach notwendig.

      Anyway, am Mittwoch ist meine zweite Impfung dran.
      Nach etwas mehr als 2 Wochen Funkstille vom Kreis konnte ich heute einen Impftermin vereinbaren. So weit, so gut (bzw toll). Allerdings fällt der Termin in eine Zeitspanne, in der unser Nachwuchs bereits ziemlich wahrscheinlich auf der Welt sein könnte. Sollte ich dann den Kreis informieren, und weiterhin riskieren mehrere Wochen zu warten und den Virus zu meiner Freundin und Tochter zu bringen, die beide keinen Immunschutz haben?
      Oder einfach beim Termin den Mutterpass vorzeigen, und gut ist...?

      Wie ich mich kenne, werde ich vermutlich eh anrufen.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      HappyTime wrote:

      Nach etwas mehr als 2 Wochen Funkstille vom Kreis konnte ich heute einen Impftermin vereinbaren. So weit, so gut (bzw toll). Allerdings fällt der Termin in eine Zeitspanne, in der unser Nachwuchs bereits ziemlich wahrscheinlich auf der Welt sein könnte. Sollte ich dann den Kreis informieren, und weiterhin riskieren mehrere Wochen zu warten und den Virus zu meiner Freundin und Tochter zu bringen, die beide keinen Immunschutz haben?
      Oder einfach beim Termin den Mutterpass vorzeigen, und gut ist...?

      Wie ich mich kenne, werde ich vermutlich eh anrufen.


      Ich stehe gerade auf dem Schlauch: was ist denn schlecht daran, dass der Termin in der Zeitspanne liegt?

      Gestern hatte ich den zweiten Impftermin und der lief verwaltungstechnisch gesehen noch seltsamer als der erste, aber der Reihe nach. Die Schlange war schon vorm Eingang und es regnete. Die Security vorne hat sich wieder aufgespielt: letztes Mal wollten sie die Einladung sehen, dieses mal meinen Code. Den solle ich in der Hanld halten, was angesichts des Winds nervig war. Spoiler: Dabei habe ich den erst 15 mins später gebraucht und sollte später erst andere Sachen zeigen. Warten warten. Dann kam Fiebermessen und Hände desinfizieren. Warten. Danach habe ich einer Dame meinen Namen und Gebdatum und Termin gesagt und dann ging die Warterei erst los, aber immerhin im Trockenen! Warum dort maskenlose Kinder in der Schlange rumstanden, war mir ein Rätsel.
      Letztes Mal wollten sie die KK Karte, diesmal den Person. Die Tante hat denn die Daten abgeschrieben und ich ahnte schon, wie das weiter geht, siehe unten. Jedenfalls wollte sie - neben meinem Code - dann meinen Impfpass haben und hat den halb vernichtet, um ihn unter das Klemmbrett zu stecken. Letztes Mal habe ich den einfach erst am Ausgang abgegeben, weil ich ja anscheinend selber keinen Aufkleber reinmachen kann. Der QR Code wurde wieder nicht abgefragt.
      Letztes Mal hatten sie noch das Nummernsystem mit Aufrufbildschirm, was sie aber abgeschafft haben. Da wurde angezeigt, wer in welche Kabine geht. Also ich fülle mein Zeug sehr schnell aus, was mit dem davor hängenden Impfpass nervig war, also noch mehr Gefummel und einen Tisch gibt es dort nicht. Dann hebe ich - wie vorher befohlen - die Hand. Dann kommt ein Typ und unterschreibt das - nein er hat es nicht gelesen - und dann suchen wir zusammen eine Kabine. Nicht was ihr denkt ... :rolleyes:
      Dann haben wir endlich eine gefunden und das übliche Prozedere nach ein bisschen Warten: Helferin kommt, man soll den Arm frei machen, Arzt kommt und unterschreibt, Helferin kommt zutück und gibt Spritze. Dann sollte ich im Wartebereich 15 mins warten. Weil das übel aussah, stellte ich mich nach 10 Minuten in die Schlange.
      Ich komme vorne an und die selbe Tante von vorhin hilft wohl am Ende aus. Trennwand hatte sie keine, weil das ein Extrastand war. Dann wurde mir klar, was da so lang dauert. "Ja, sie wurden 15:56 geimpft und sollten 15 mins warten" - "Es ist 16:09, wo ist das Problem?" - "Wollen wir noch zwei Minuten warten?" - "Nein, Danke, außerdem dauert das hier ja noch." Wie richtig ich lag. :)
      Sie stellte nämlich fest, dass auf meinem Aufkleber von der ersten Impfung nur mein Vorname+Name drauf stand, aber es waren nicht alle Vornamen drin. Ich erklärte ihr, dass sie sich keine Gedanken machen muss, außerdem ist mein zweiter Vorname ohne Bindestrich usw. Nein, sie hat auch den Aufkleber neu gemacht. Nach 5 Minuten gab sie mir den Impfpass und dann habe ich spaßeshalber mal gefragt, warum sie dann nicht wenigstens gleich meinen kompletten Namen eingetragen hat. :D Da war sie erst verdutzt und hat dann angesichts der hinter mir wartenden Leuten ne Ausrede erfunden und mich weg geschickt. :D Ich hoffe nur, dass dieser Quatsch mir bei einer eventuellen Auffrischung nicht noch schadet, weil bisher war ich überall "gleich" geführt.
      Hat wieder fast eine Stunde gedauert. Wer die Sachen alle liest und sich vom Arzt beraten läßt, der wird aber locker über eine Stunde dort sein. Das Problem ist eben, dass dann die ganzen Leute dort solange rumhängen und potentiell Probleme machen. Ich investierte diese Zeit gerne für meine Impfung, aber effektiv schien mir das nicht zu sein und fail-safe ebenfalls nicht. Dort arbeiten wollen würde ich jedenfalls nicht.
      Mein Erster Termin verlief einwandfrei.
      Das Impfzentrum war hervorragend organisiert, das Personal freundlich und kompetent.
      Ich hoffe das der zweite Termin ähnlich verläuft.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Freut mich für dich. Das war dann wohl die berühmte Ausnahme von der Regel, wenn ich die Berichte von Freunden und in den Medien so verfolge.

      Es ist halt wie immer und überall.
      Man erwartet das alles funktioniert, also wozu erwähnen oder loben wenn es das tut?
      Wenn es nicht funktioniert beschwert man sich.
      Deshalb bezweifle ich das die Mehrheit schlechte Erfahrungen gemacht hat.
      Der Großteil meiner Verwandtschaft lebt in Berlin und ich habe von allen Eltern, Onkeln, Tanten und Großeltern nur positives gehört.
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      In Köln ist ebenfalls alles sehrt gut organisiert. Mit meinen Vater war ich an einem der ersten Tage mit Vollauslastung da, da gab es natürlich etwas Wartezeit, aber sonst alles gut. Mit meinem Mann waren wir nach 30 Minuten draussen.
      "Let me tell you something about wolves, child. When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives." -Eddard Stark

      Springer wrote:


      Freut mich für dich. Das war dann wohl die berühmte Ausnahme von der Regel, wenn ich die Berichte von Freunden und in den Medien so verfolge. :D


      Das glaube ich eigentlich gar nicht.
      Unser Großstadt-Impfzentrum hat bei Google 4,4 Sterne und die negativen Bewertungen stammen fast ausnahmslos aus den ersten ein bis zwei Monaten. Tatsächlich haben viele Impflinge vermerkt, dass das Zentrum von der ersten zur zweiten Impfung einen tollen Sprung gemacht hat.

      Ich wüsste wirklich gern, wie die vielen vielen freiwilligen Helfer und insbesondere Ärzte dafür rekrutiert wurden.
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      Also angesichts des mauen Impftempos und teilweise vorhandenen Impfdosenstaus wundere ich mich über diese positive Grundhaltung, aber angesichts der Gesamtsituation ist mit das durchaus recht. Ich sehe das eben anders. Das sind keine großzügigen Gaben der Regierung, sondern die hat das ausgeschrieben und die entsprechenden (unterschiedlichen(!)) Firmen werden von Steuermitteln bezahlt, wie auch der andere Kram. Der zusätzliche Apparat der Impffirma mit unzähligen (teuren) Verwaltungsakten braucht doch keiner. Ich bezahle schon gerne(!) den normalen Apparat (Hausarzt, KH) mit meinen hohen KK-Beiträgen solidarisch mit. Die Bundeswehr wird übrigens ebenfalls durch Steuern finanziert und die Typen wirkten teilweise eher einschüchternd auf ältere Leute. Von mir aus muss da keiner freiwillig etwas tun, sondern dann können sie die paar wenigen Leute noch gerne bezahlen. Darauf kommt es dann auch nicht mehr an. Einigermaßen freundlich und kompetent zu sein ist wohl jeder auf der Arbeit, aber ich habe das vor Ort so nicht empfunden und war damit nicht der einzige. Es war bevormundend und man wollte die Menschen - unabhängig von der Person - in den Ablaufalgorithmus stecken. Trotzdem war es ineffektiv.
      Ja okay, nicht jeder kann sich selber spritzen so wie ich, aber es würde schon reichen, wenn einer die Spritze reinjagt und einen Aufkleber auf die Brust knallt. Einfach kurz und schmerzlos. Diese langatmige unpersönliche Maschinerie kann für Menschen belastend sein und gerade mir bekannte ältere Personen haben das genauso empfunden und waren ausnahmslos froh, als sie aus dem Gebäude raus waren. Das Belüftungssystem sorgt dafür, dass Menschen mit Hörproblemen dort quasi aus dem Spiel sind. Und nein, man kann bei uns nach der Impfanmeldung die Impfstätte nicht mehr wechseln.
      Ich selber kam da unbeschadet durch, weil ich es eher mit Humor nahm und sehr schnell war. Aber wer älter ist und dazu vielleicht noch ängstlich oder verunsichert der Sache gegenüber steht, der holt sich dort doch ein traumatisches Erlebnis, was gerade im Alter ungut ist. Vor allem dann, weil man dort locker eine Stunde drin ist. Ich kann hier jedem nur nahelegen, ältere oder gebrechliche Menschen nicht alleine dorthin gehen zu lassen, zumal man dort lange am Stück stehen muss.

      WinterIsComing wrote:

      In Köln ist ebenfalls alles sehrt gut organisiert. Mit meinen Vater war ich an einem der ersten Tage mit Vollauslastung da, da gab es natürlich etwas Wartezeit, aber sonst alles gut. Mit meinem Mann waren wir nach 30 Minuten draussen.


      Dann sei froh, dass das dort so zügig lief! Eine halbe Stunde ist wenigstens noch im vertretbaren Bereich.

      Anyway. Ich bekam gestern Abend Kopfschmerzen und habe mich dann lieber mal hingelegt und dann ungeplant bis eben durchgeschlafen. Das wird ein langer Tag, aber TGIF. Am Montag bin ich dann hoffentlich wieder bei 100%.

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      mauen Impftempos und teilweise vorhandenen Impfdosenstaus (..)


      mit denen beiden das Impfzentrum nichts zu tun hat..

      Ich kann hier jedem nur nahelegen, ältere oder gebrechliche Menschen nicht alleine dorthin gehen zu lassen, zumal man dort lange am Stück stehen muss.


      Muss man bei uns nicht. Sobald Personen mit Krücken aus dem eigens bereitgestellten Bus gestiegen waren, kamen freundliche Personen vom Gebäude mit einem Rollwägli herbeigeschnellt.


      Ich sehe das genau umgekehrt. Meine Mom (immer noch ohne Termin) war aus anderen Gründen bei ihrer Hausärztin und durfte mithören, wie für ausgefallene Impflinge fleißig die eigene Freundes- und Bekanntenliste durchtelefoniert wurde. Es sei denn, die Arzthelferinnen haben so ein geiles Verhältnis zu ihren Patienten, dass sie sie mit Vornamen ansprechen und mit "hi" begrüßen.
      Gerade bei besser betuchten (sprich: privatversicherten) Personen im Umfeld bekomme ich immer wieder mit, dass sie ihre Impfung an abgefahrenen Stellen wie ihrem Fußpilzologen und Haarwurzelogen bekommen "O-Ton: Dem habe ich schon so viel Geld in die Tasche geschoben, da darf auch mal was zurück".
      Wenn man gerade ältere Personen durch Hausärzte nicht sehr viel besser erreichen könnte und nicht jede Hand mehr für verteilte Spritzen kostbar wäre, wäre ich ausschließlich für Impfungen über die Zentren.
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      Maegwin wrote:


      mit denen beiden das Impfzentrum nichts zu tun hat..


      Weniger Impfungen pro Tag ...
      Das sollte nach 4 Monaten langsam eingespielt sein, sonst kommt man da nie hinterher. :(
      Abgesehen davon sollte man schon alleine wegen den Impfskeptikern daraus keine so umständliche und langwierige Prozedur machen. Das echte Problem ist die Impfquote und nicht die Reihenfolge!

      Maegwin wrote:


      Ich sehe das genau umgekehrt. Meine Mom (immer noch ohne Termin) war aus anderen Gründen bei ihrer Hausärztin und durfte mithören, wie für ausgefallene Impflinge fleißig die eigene Freundes- und Bekanntenliste durchtelefoniert wurde. Es sei denn, die Arzthelferinnen haben so ein geiles Verhältnis zu ihren Patienten, dass sie sie mit Vornamen ansprechen und mit "hi" begrüßen.
      Gerade bei besser betuchten (sprich: privatversicherten) Personen im Umfeld bekomme ich immer wieder mit, dass sie ihre Impfung an abgefahrenen Stellen wie ihrem Fußpilzologen und Haarwurzelogen bekommen "O-Ton: Dem habe ich schon so viel Geld in die Tasche geschoben, da darf auch mal was zurück".
      Wenn man gerade ältere Personen durch Hausärzte nicht sehr viel besser erreichen könnte und nicht jede Hand mehr für verteilte Spritzen kostbar wäre, wäre ich ausschließlich für Impfungen über die Zentren.


      Ich frage da jetzt nach, weil ich dich hoffentlich falsch verstehe: Du bestehst weitesgehend auf Impfzentren, weil das Hausarztsystem angeblich ... naja ... "Vetternwirtschaft" betreibt?? (Wobei dann immer noch Leute geimpft werden würden.)
      In der Hausarztpraxis hast du die Ärzte und die ganzen Helfer. Das ist eine Armee an potentiellen Impfstoffverabreichern.

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      el_drogo wrote:


      Ok jetzt verstehe ich. Trotzdem klärt auch dieser Umstand nicht wirklich meine Ausgangsfrage.[...]


      Das stimmt natürlich. Wie gesagt, für vergleichsweise hohe Infektionszahlen in Österreich könnte auch die Nähe zu den von der zweiten und dritten Welle am meisten gebeutelten Osteuropäern eine Rolle spielen, Wien und Bratislava sind ja quasi direkte Nachbarn, die Wirtschaft Slowenien hängt stark an der österreichischen etc.

      Aber mir scheinen auch immer noch viele Dinge zum Infektionsgeschehen unbeantwortet. Gerade auch für Deutschland: Die Wirkung präventiver Lockdowns bei niedrigem Inzidenzgeschehen und der Saisoneinfluss wurden in ersten Welle auch von vielen Optimisten unterschätzt. Andererseits haben auch wenige Pessimisten so heftige, überexponentielle Anstiege wie Ende Oktober/Anfang November, Mitte Dezember und dann wieder Anfang März erwartet und die Optimisten können wohl ebenso wenig erklären, wie oder warum dieses Geschehen jetzt doch wieder abgeflacht ist, ohne wirklich gravierende neue Maßnahmen.

      Post was edited 1 time, last by “Grunkins” ().

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      wissenschaft.de/gesundheit-med…atlas-der-covid-19-lunge/

      Ein interessanter Überblick über das Desaster, das COVID-19 in der Lunge anrichtet.

      Ich vermute mal, das wird in allen Organen ähnlich sein mit dem Entzündungsmarker und der Immunantwort.
      Blöd ist halt leider die krasse Vernarbung des Lungengewebes, die Long-COVID so problematisch macht.

      Auf das ihr verschont bleibt!
      Ich bin vor drei Wochen nur haarscharf einer Infektion entgangen. Aber zum Glück haben bzw. hatten alle Positiven sehr milde Verläufe.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those who can extrapolate from incomplete data!