COVID-19

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      interessante Entwicklung ... sollten unsere Politiker mal drüber nachdenken... oh wait, it is Wahlkampf ...

      rnd.de/wirtschaft/studie-no-co…ocket-newtab-global-de-DE

      Naja zumindest hat meine Mutter 70+ schon ihren ersten Piks bekommen und Papa, auch 70+, bekommt ihn diese Woche. Mein Opa mit 90+ wurde anfangs vergessen, aber hat nun auch seinen ersten Piks.
      Dennoch ist es in Europe mit durchschnittlich 5% vollständig Geimpften sehr holprig, haben die USA davon schon 20+%.

      Ich würde ebenfall sofort und ohne Zögern AZ nehmen. Immer her damit, Hauptsache nicht vergammeln lassen.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those who can extrapolate from incomplete data!

      AracheonoXis wrote:



      Das wurde sogar am Anfang hierzulande noch oft gesagt, zumal das nicht schwer nachzuvollziehen ist. Aber irgendwann hat man die "andere Denkweise" so oft wiederholt, dass sie sich einfach festgesetzt hat. :(

      Also heute wollte eine Verwandte bei mir ihren Hausarzt anrufen und da war kein Durchkommen. Sie hat es - laut ihrem Notizbuch - über den Tag verteilt 100mal versucht.

      Alraune wrote:

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin im Moment auch ziemlich sprachlos. Habe beruflich Kontakt zu einer infizierten Person gehabt und brauche nicht in Quarantäne, weil ich FFP2 getragen habe? Andere beteiligte Personen mit OP-Maske hingegen schon.
      Mir erschließt sich das ehrlich gesagt nicht, sicher schützt die FFP2 besser, aber eine Ansteckung so selbstbewusst auszuschließen, dass ich nicht in Quarantäne muss? Ich bin ganz schön verständnislos, anders kann ich es nicht sagen.
      Habe mich jetzt selbst dazu entschieden erstmal Zuhause zu bleiben...


      Genau so ist es richtig. Wenn Du die FFP2 trägst und Dich an die allgemeinen Hygienereglen hältst ist eine Infektion so unwahrscheinlich, dass dem weiterleben (und -arbeiten) wie bisher nichts im Wege steht. 100% ausschließen kannst Du eine Infektion auch bei FFP2, Kittel und Brille nicht.
      Wir hatten bei uns im Haus Anfang des Jahres eine vergleichbare Situation, ich mit FFP2 war nicht infiziert, die Kolleg:innen mit med. Maske waren durch die Bank positiv.
      "Statt kuschelpädagogischer Aussteigerprogramme halte ich zur Bekämpfung von Nazis große militärische Verbände und schweres Kriegsgerät immer noch für das geeignete Mittel." Björn Högsdal

      coricelesti wrote:

      Alraune wrote:

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin im Moment auch ziemlich sprachlos. Habe beruflich Kontakt zu einer infizierten Person gehabt und brauche nicht in Quarantäne, weil ich FFP2 getragen habe? Andere beteiligte Personen mit OP-Maske hingegen schon.
      Mir erschließt sich das ehrlich gesagt nicht, sicher schützt die FFP2 besser, aber eine Ansteckung so selbstbewusst auszuschließen, dass ich nicht in Quarantäne muss? Ich bin ganz schön verständnislos, anders kann ich es nicht sagen.
      Habe mich jetzt selbst dazu entschieden erstmal Zuhause zu bleiben...


      Genau so ist es richtig. Wenn Du die FFP2 trägst und Dich an die allgemeinen Hygienereglen hältst ist eine Infektion so unwahrscheinlich, dass dem weiterleben (und -arbeiten) wie bisher nichts im Wege steht. 100% ausschließen kannst Du eine Infektion auch bei FFP2, Kittel und Brille nicht.
      Wir hatten bei uns im Haus Anfang des Jahres eine vergleichbare Situation, ich mit FFP2 war nicht infiziert, die Kolleg:innen mit med. Maske waren durch die Bank positiv.


      Der Fairness halber muss man dazu sagen, dass es auch auf den Abstand ankommt und wie lange man dem Infizierten unter welchen Umständen ausgesetzt war. Dazu gehört z.B. die Raumgröße, dessen Belüftung, ob die infizierte Person eine Marke trug und welche und wie sie sie an hatte und ob sie gesprochen oder nur sanft durch die Nase geatmet hat usw.

      Es kommt einem natürlich seltsam vor, wenn Menschen unter einer ähnlichen Situation unterschiedliche Verhaltsweisen angetragen werden. Je nach Situation kann es allerdings durchaus einen Unterschied machen, ob man OP-Maske oder FFP2 trägt. Ob aber eine schlechte sitzende FFP2 einer gut angelegten OP-Mask noch deutlich als Eigenschutz überlegen ist, ist dann natürlich die andere Frage. Das ist schwer zu beurteilen, wenn man nicht dabei war.
      Kurzer Bericht, weil's ne Thematik ist, die bisher noch nicht angesprochen wurde:
      Ich war vor meiner Elternzeit Ersthelferin auf Arbeit, sprich: hat wer n Schnitt im Finger, n Herzinfarkt oder n Schlaganfall, kommt einer der Ersthelfer, mitunter ich.
      Meine Elternzeit war "kurz", deshalb ist trotz Schwangerschaft und Elternzeit mein Fortbildungsnachweis noch gültig (muss alle zwei Jahre gemacht werden, tatsächlich fiel ich für die Rettungskette "nur" 10 Monate aus, weil ich mich aus erst kurz vor Mutterschutz abgemeldet hatte, als ich mir rennen nicht mehr zutraute). Daher hab ich mich sofort beim Arbeitsschutz zurück gemeldet, auch mit der Frage, wie das mit Homeoffice ist, da ich aktuell nur zweimal die Woche Präsenz habe.
      Die zuständige Dame war seeeeeeehr glücklich und meinte, dass sie überhaupt keine Übersicht mehr hat, ob irgendwer der benannten Ersthelfer überhaupt irgendwann Mal anwesend ist. Das kann sie nicht Mal abfragen, weil sie nur noch mit der Terminvergabe der coronatests für die Angestellten zu tun hat. Heute, zwei Wochen nach meiner Rückmeldung, hab ich Mal nachgefragt, wo mein ersthelfer-köfferchen bleibt. Sie hatte es nicht geschafft, mir den ins Büro zu schicken, wegen der Terminvergabe. Heute ging's dann, weil sie nach wochenlangen "Gebettel" dann doch Mal wen gefunden hat, der ihr zwei Stunden pro Woche das Telefon abnimmt, damit sie in der Zeit ihre normale Arbeit machen kann, die ja auch - in Hinsicht der Ersthelfer und Überprüfung derer Tauglichkeit - überlebenswichtig sein kann.
      Das ist jetzt komplett ohne Wertung. Ich fands nur "erschreckend" (Wertendes Wort, aber mir fällt gerade kein besseres ein), wenn man das auf andere Arbeitgeber, Örtlichkeiten, whatever hochrechnet. Im Extremfall ist durch Homeoffice für die wenigen Präsenzleute der betriebliche Notfalleinsatz halt nicht gegeben. Ist auch schon ziemlich kacke.
      Und bevor wer meckert: nein, das ist keine coronapolitikkritik, sondern einfach nur ein Erlebnisbericht. Ich wüsste leider auch nix, wie man das aktuell verbessern könnte. Durch Homeoffice sind die betrieblichen Ersthelfer ggf. eh überall und nirgendwo.
      Ist das nicht eine reine Organisationsfrage auf Betriebsebene?
      Bei uns ist relativ klar das die Ersthelfer aus den Büroabteilungen mit hoher Wahrscheinlichkeit im Homeoffice sind, die aus den Produktionsinvolvierten mit hoher Wahrscheinlichkeit im Betrieb.
      Gibt es einen Notfall wird die Ersthelferdurchwahl gewählt und bei allen Ersthelfern läutet gleichzeitig das Telefon.
      Einer der Anwesenden geht ran.
      Und das überhaupt Ersthelfer Anwesend sind hat die Haussicherheit im Überblick.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      Springer wrote:

      Das ist schwer zu beurteilen, wenn man nicht dabei war.

      Danke, genauso ist es.
      Ich kann aus meiner Perspektive nur berichten, dass mit mir persönlich nichts derlei abgeklärt oder erörtert wurde, was du hier so schön zusammen gefasst hast. Woraus meine Verständnislosigkeit hinsichtlich der Maßnachme auch resultierte.
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<

      Alraune wrote:

      Springer wrote:

      Das ist schwer zu beurteilen, wenn man nicht dabei war.

      Danke, genauso ist es.
      Ich kann aus meiner Perspektive nur berichten, dass mit mir persönlich nichts derlei abgeklärt oder erörtert wurde, was du hier so schön zusammen gefasst hast. Woraus meine Verständnislosigkeit hinsichtlich der Maßnachme auch resultierte.


      Das ist nachvollziehbar. Da bleibt eigentlich nur die Selbstquarantäne, falls möglich. Ich würde auch mit Selbsttests arbeiten und zwar alle 24 bis 36 Stunden.

      Springer wrote:

      Das ist nachvollziehbar. Da bleibt eigentlich nur die Selbstquarantäne, falls möglich. Ich würde auch mit Selbsttests arbeiten und zwar alle 24 bis 36 Stunden.
      Ja alles gut, bin jetzt den 12 Tag in Selbstquarantäne (war möglich weil es perfekt auf meinen Urlaub gepasst hat...) und habe mich in der Zeit zweimal testen lassen, zuletzt gestern und es war negativ.
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      Das ist bei uns im Krankenhaus auch üblich: keine Quarantäne wenn man selbst FFP2 getragen hat. Laut Krankenhaushygiene gab es bisher keine bekannte Ansteckung in dieser Konstellation. Ich hatte nämlich auch diesen Fall, bei mir hatte die Patientin gar keine Maske getragen.
      "Let me tell you something about wolves, child. When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives." -Eddard Stark

      WinterIsComing wrote:

      Das ist bei uns im Krankenhaus auch üblich: keine Quarantäne wenn man selbst FFP2 getragen hat. Laut Krankenhaushygiene gab es bisher keine bekannte Ansteckung in dieser Konstellation. Ich hatte nämlich auch diesen Fall, bei mir hatte die Patientin gar keine Maske getragen.
      Das ist wirklich beruhigend, vielen Dank! Ich trage auch wirklich immer durchgehend FFP2 und werde das auch weiterhin so handhaben.
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      Gratuliere.
      Da bin ich leicht eifersüchtig. Inzwischen hat mein Landkreis damit angefangen, Angehörige von Schwangeren zu impfen. Ich habe denen mal alles gemailt, und hoffe nun, dass das noch irgendwie durchgeht.
      Im letzten NDR Podcast sagte Drosten, dass Neugeborene bis ca zum 1. Geburtstag anfällig für schwere Verläufe mit dem Virus sind. Da möchte ich die Impfung natürlich nochmal besonders schnell hinter mir haben.

      Meine Eltern haben inzwischen beide ihre erste Impfung bekommen.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Dankeschön.
      Ich wollte dich sogar gezielt fragen, ob du es nicht doch nochmal versuchen magst, weil die Impfungen für Begleitpersonen von Schwangeren aktuell im WDR erwähnt wurden und ich ganz duster im Hinterkopf hatte, dass du NRW sein müsstest.

      Schwangere - Wie erhalten Kontaktpersonen einen Impftermin? - Nachrichten - WDR

      Ich drücke dir und deiner MiniFam in spe ganz dolle die Daumen.
      I have been despised by better men than you.
      Gratuliere zum Impftermin @Maegwin :thumbsup:

      Mal wieder ein Gedankenspiel anhand einiger Zahlen. Die Bevölkerung sowie Regierung meines Heimatlandes pocht aktuell wieder auf Öffnungen und versucht mit allen Mitteln gegen den römischen Strom zu schwimmen. Jetzt frage ich mich, ob man einmal mehr auf dem Holzweg ist, oder ob es tatsächlich legitime Argumente für grössere Öffnungsschritte gibt, also habe ich mir mal die bekannten Zahlen angeschaut.
      Das Land hat 535.000 meldeamtlich erfasste Bürger. Vom März letzten Jahres bis heute wurden 71.390 positiv getestete Personen ermittelt (wobei natürlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass einige Tausend dieser Personen im Ausland lebende Italiener sind, wie diese Zahl genau zu Stande kommt, ist für Laien nicht nachvollziehbar). Bis Dato haben 139.362 Personen die Erst-Imfpung bekommen, 42.583 Personen gelten als vollständig geimpft. Zur Dunkelziffer habe ich keine brauchbaren Schätzungen gefunden, international geht man konservativ allerdings häufig vom 4-6 fachen der mittels Tests ermittelten Zahl aus.
      Ganz so optimistisch würde ich dann allerdings doch nicht sein und mal eher vom zwei- bis maximal drei-fachen ausgehen, was ich nicht unrealistisch finde, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Krankheit im letzten Frühjahr in ganz Nord-Italien stark gewütet hat und somit sicherlich auch hierzulande vieles unentdeckt blieb, da vor allem in den ersten Wochen/Monaten auch sehr wenig getestet wurde.
      Gehe ich nun also davon aus, dass die tatsächliche Infektionszahl 3 mal so hoch ist wie die nachgewiesene Infektionszahl, käme man auf etwa 210.000 Menschen die schon mit dem Virus in Berührung kamen und eine entsprechende (Teil-)Immunität haben sollten. Addiert man dazu die vollständig geimpften, käme man somit auf ca. 48% Durchseuchungsrate. Hinzu addieren könnte man dann noch die 96.000 Leute die zumindest einen Teilschutz durch die Erstimpfung haben müssten, wobei man sich allerdings eingestehen muss, dass man natürlich nicht sagen kann, wie viele aller geimpften Personen möglicherweise schon mal asymptomatisch positiv waren und es hier eine unbekannte Schnittmenge geben kann.
      Trotzdem werden es jeden Tag mehr und auch trotz aller Unsicherheitsfaktoren (Dunkelziffer, wie lange hält Immunität an, wie stark ist Immunität bei asymptomatischen etc...) ist eine Durchseuchungsrate von ca. 50% anhand dieser Zahlen doch erst mal durchaus plausibel, oder seht ihr das anders? Bin ich hier zu optimistisch?
      Und davon ausgehend, dass diese Zahl nicht vollkommen an den Haaren herbei gezogen ist, müsste dadurch ja auch das Infektionsgeschehen deutlich (zum positiven hin) beeinflusst werden und Öffnungsschritte (ähnlich wie jetzt in England) somit legitim sein. Seit etwa 4 Wochen werden im Schnitt ca. 10.000 Tests und mehr pro Tag ausgewertet (also fast 2% der Bevölkerung täglich), bei einer anhaltenden Positivitätsrate von ca. 1-1.5%, die Osterfeiertage liegen nun auch schon ein Weilchen zurück und es zeichnet sich noch kein erneuter Peak ab. Die Zahl der intensiv- und stationär behandelten Personen ist so tief wie seit 4 Monaten nicht mehr.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      Sehr fein, Glückwunsch.
      In meinem privaten und beruflichen Umfeld hagelt es (im allerbesten Sinne) Kat3-Einladungen. Das ist das erste, was mich seit längerer Zeit positiv stimmt. Ich hätte gern noch eine für meine Mama und dann ist mein nähestes Umfeld hoffentlich so halbwegs geschützt.

      Ich hatte mir ziemliche Sorgen gemacht, weil mit der Einbindung der Ärzte meine Großstadt beschlossen hat die Impfzentren (wir haben nur 1) nicht weiter auszubauen. Mein Hausarzt hingegen brauchte im Herbst für einen "Schnelltest" vier Tage nach 30-40 Anrufversuchen. Da hätte ich mir nicht viel von versprochen.
      I have been despised by better men than you.

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      Maegwin wrote:

      Sehr fein, Glückwunsch.
      In meinem privaten und beruflichen Umfeld hagelt es (im allerbesten Sinne) Kat3-Einladungen. Das ist das erste, was mich seit längerer Zeit positiv stimmt. Ich hätte gern noch eine für meine Mama und dann ist mein nähestes Umfeld hoffentlich so halbwegs geschützt.
      ...


      Meine Mutter ist leider auch noch nicht gimpft. :(

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      Ok. Seit dem 19. April gelten in der Schweiz folgende Lockerungen: Restaurants und Bars mit Aussenbereichen können öffnen, ebenso Freizeit- und Kulturbetriebe (auch drinnen), Sportanlagen (auch drinnen), Veranstaltungen mit 15 Personen sind wieder zulässig. Theater, Konzerte mit 50 Personen Publikum resp. 1/3 der Kapazität in Innenräumen möglich, in Aussenbereichen bis zu 100 Personen, Einzelhandel etc. hat alles schon seit mitte März geöffnet. Präsenz-Unterricht wurde hier praktisch nie ausgesetzt (abgesehen von den Oberstufen). Wie wohl den meissten bekannt sein dürfte, waren auch Liftbetriebe in grossen Teilen des Landes den ganzen Winter über geöffnet und teilweise auch wirklich gut besucht. Trotz allem ist laut Zahlen des BAG die "Dritte Welle" bereits wieder am Abflachen, daher auch die nächsten Öffnungsschritte.
      Es ist wirklich so, dass es offenbar seit der zweiten Welle im Oktober/November in keinem Kanton ernst zu nehmende Engpässe in Spitälern oder sonstigen sanitären Einrichtungen mehr gab. Die Inzidenz liegt Bundesweit bei ca. 160. Aktuell befinden sich 243 Covid Patienten und 449 Non-Covid Patienten auf Intensivstationen, 237 zertifizierte Intensivbetten sind noch frei, was in meinen Augen zwar nicht sehr viel ist, aber die ganzen Gesundheitsminister sehen das offenbar anders.
      Pro 100K Einwohner hat die Schweiz seit Beginn der Zählungen 115 Tote zu verzeichnen.
      Zum Vergleich hierzu die Zahlen einiger umliegenden Länder: Italien - 196, Österreich - 112, Frankreich - 152, Deutschland - 97, Belgien - 207, Tschechien - 268, Slowenien - 199.
      Meines Wissens nach hatten all diese Länder in nahezu jedem kritischen Stadium der Pandemie und auch generell durch die Bank deutlich härtere Restriktionen und Massnahmen implementiert als die Schweiz- und trotzdem schneidet keines dieser Länder ausser Deutschland deutlich besser ab, zumeist ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Harter Lock Down, Ausgangssperren etc., das alles war und ist in Italien, Österreich und nach allem was ich so mitbekommen habe auch in Frankreich und den anderen Ländern Usus, ebenso wie Fernunterricht bis in unterste Stufen.
      Hier nun die ernst gemeinte Frage- woran kann es liegen, dass die Schweiz trotz durchgehend schwacher bis mässiger Restriktionen bisher verhältnismässig "so gut" durch die Pandemie gekommen ist? Ich verstehe es nämlich nicht. Ich habe mir viele Daten zur Demographie, Gesundheitswesen etc. angeschaut, aber daran kann ich nicht wirklich was ernsthaftes im Vergleich zu den anderen festmachen, was dafür ausschlaggebend sein könnte.
      Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.
      Es wird ja auch nicht mehr getestet als anders wo (ca. 180.000 Tests pro Woche), oder mehr Leute in vorsorgliche Quarantäne geschickt, auch bei der Impfung sind sie nicht besser aufgestellt oder schneller als umliegende Länder (Ca. 7% sind vollständig geimpft, 25% haben eine Erst-Impfung). Seit Anfang/Mitte März gibt es schrittweise Lockerungen, aber die dritte Welle ist trotzdem mehr oder weniger ausgeblieben, obwohl viele seit dem davon sprechen, dass das Land abermals wie im Spätherbst letzten Jahres ins Verderben läuft. Für mich passt das irgendwie alles nicht zusammen. Nach meinem Empfinden müssten die Zahlen alle viel viel schlechter aussehen.
      Was eventuell Einfluss haben könnte- ich habe den gemeinen Schweizer nicht als sehr kontaktfreudig kennengelernt. Man wird zwar fast überall freundlich gegrüsst, das wars meisst dann aber auch schon. Sozialen Anschluss zu finden ist hier eher schwer und dauert lange. Viele Schweizer haben einen engsten Freundes-/ und Verwandtschaftskreis, und bewegen sich dann offenbar auch hauptsächlich in dieser Blase (mit oder ohne Corona). Das ist allerdings wie gesagt nur eine sehr subjektive, hoch spekulative Einschätzung meinerseits. So oder so, das allein kann wohl kaum der ausschlaggebende Faktor sein, selbst wenn diese Annahme flächendeckend so zuträfe (was wohl kaum der Fall sein dürfte). :huh:
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.