COVID-19

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      Aktuell dürfte es schwierig sein, eine Immunität langer als ein Jahr nachzuweisen.

      Wobei die bisherige wahrscheinlichste Kandidatin für "Patient Null" in Europa immerhin im November 2019 erkrankt war und im Juni 2020 hatte sie Antikörper.
      Quelle: onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/bjd.19804

      Aber einige wenige Patienten reichen nicht für eine Aussage, wie lange die Immunität anhält.

      Was mir spontan einfällt ist der Boris, der ja für den Brexit massgeblich mit den unnötigen Zahlungen an die EU warb und das Geld lieber ins britische Gesundheitswesen pumpen wollte.
      Weiss jemand, ob der britische Haushalt für 2021 genau dies auch so vorsieht?
      Das würde mich ehrlich interessieren.

      Allen erkrankten gute Besserung!
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!

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      Das Budget wurde auf jeden Fall erhöht. Neben zusätzlichem Budget für die Pandemiebekämpfung, werden auch die Löhne im Gesundheitswesen erhöht. Während der Brexit-Kampagne waren die Zahlen, glaube ich, aber größer, allerdings hat die Wirtschaft 2020 auch um 11% nachgelassen und Johnson wollte meines Wissens nach schon vor dem Referendum nichts mehr wissen.
      Da der NHS aber schon während einer normalen Grippesaison Gefahr läuft schnell ans Limit (oder darüber) zu geraten, ist zusätzliches Budget in jedem Fall sinnvoll. Ob man jahrelange Verfehlungen damit auffangen kann, bezweifle ich allerdings, zumindest kurzfristig.
      Interessant ist auch, dass es für den Staat in Großbritannien wohl üblich gewesen sein soll, dort zu investieren, wo es die meiste Rendite gab. Dies hat dann natürlich zur Folge, dass strukturell bereits starke Regionen weiter gefördert wurden, während strukturschwache Regionen bisher eher außen vor waren. Davon ist man jetzt abgerückt, um die negativen Folgen der Krise auf die Wirtschaft abfangen zu können.

      taz.de/Haushaltsplanung-2021/!5727496/
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

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      @ Auswirkungen Lockdown:

      Wenn ich mir ansehe, dass wir bei den relativen Todeszahlen die USA überholt haben, dann müssen wir derzeit eine absurde Dunkelziffer haben. Umso länger dauert es dann, bis eine messbare Auswirkung eintritt.

      Könnte ich mir zumindest vorstellen.
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      Maegwin wrote:

      @ Auswirkungen Lockdown:

      Wenn ich mir ansehe, dass wir bei den relativen Todeszahlen die USA überholt haben, dann müssen wir derzeit eine absurde Dunkelziffer haben. Umso länger dauert es dann, bis eine messbare Auswirkung eintritt.

      Könnte ich mir zumindest vorstellen.


      Nicht zwangsläufig: tagesspiegel.de/berlin/corona-…ch-gelassen/26679524.html
      Das ist natürlich umso beschämender...

      Und die Intensivbelegung sinkt: zeit.de/wissen/gesundheit/coro…breitung#linechart-betten

      Letzteres deutet daraufhin, dass es zumindest keinen "Feiertagsschock" gab und gibt.

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      Ich hätte mich ebenfalls auf einen Artikel aus dem Tagesspiegel bezogen:

      https://www.tagesspiegel.de/politik/laender-vergleich-deutschland-jetzt-mit-hoeherer-coro
      na-todesrate-als-die-usa/26789508.html


      Dass die USA deutlich mehr bestätigte Infektionen, aber im Vergleich weniger Todesfälle zu verzeichnen hat, ist auch damit zu erklären, dass in den USA deutlich mehr getestet wird. In den vergangenen Tagen waren es durchschnittlich vier Tests pro 1000 Einwohner, in Deutschland waren es knapp mehr als ein Test pro 1000 Einwohner.


      Das ist natürlich umso beschämender...


      Das stimmt. Die Altersstruktur wird sicher eine Rolle spielen, das möchte ich gar nicht abstreiten. Dass die Testkultur (oder Kapazität?) bei uns nicht gegeben ist, finde ich dennoch schade.
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      el_drogo wrote:

      T
      Tatsache ist, dass wir es alle besser wussten und es trotz aller moralischen Bedenken doch gemacht haben. Jetzt ist es passiert und keiner kanns mehr ändern.
      Am 30. Dez fühlte sich der erste von uns angeschlagen, ging am 31. zum Arzt und hatte den ersten positiven Antigentest vorzuweisen. Als der Rest von uns davon erfuhr, sind wir natürlich ebenfalls umgehend beim Arzt angedackelt. Fast jeder positiv. Selbstredend wurden im Anschluss einige Familien in Quarantäne gesetzt und es gab noch ein paar weitere durch uns verschuldete positive Fälle.


      Ich vermute genau das ist auch der Grund für weiterhin so hohe Neuinfektionen. (Gute Besserung trotzdem.) In NRW wurde vor ein paar Tagen ein Kindergeburtstag mit 30 Personen durch die Polizei aufgelöst. Verstehen kann ich das alles nicht.
      Bei uns im Krankenhaus wird am Montag mit dem Impfen des Personals begonnen, kann es kaum erwarten.
      "Let me tell you something about wolves, child. When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives." -Eddard Stark

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      WinterIsComing wrote:

      Ich vermute genau das ist auch der Grund für weiterhin so hohe Neuinfektionen. (Gute Besserung trotzdem.) In NRW wurde vor ein paar Tagen ein Kindergeburtstag mit 30 Personen durch die Polizei aufgelöst. Verstehen kann ich das alles nicht.

      Ich versteh's ja selbst nicht.... :dash: :pinch: Ganz so viele waren's bei uns allerdings dann doch nicht, genau genommen waren wir zu sechst. Ich danke dir und viel Glück beim Impfen (zwecks Impfreaktionen und so).

      Ich dachte immer in Deutschland wird sehr viel getestet?
      In vielen Regionen Italiens werden mittlerweile extrem viele Antigentests neben der PCR (ca. 180K pro Tag) durchgeführt, in Südtirol sind es bspw. täglich ca. 4-5 mal so viele. Wie ist das in Deutschland?
      Italien ist im internationalen Vergleich trotzdem noch unter den absoluten Spitzenreitern was die Todesfälle betrifft mit 134 Toten pro 100K Einwohner (absolut nun über 80K :( ), weiter vorne sind nur noch San Marino mit 194, Belgien (176) und Slowenien (148). Deutschland liegt auf Platz 47 mit 54, die USA zum Vergleich auf Platz 14 mit 117.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      el_drogo wrote:

      Hat jemand eine rationale Erklärung dafür, warum die Zahlen immer noch nicht runter gehen? Ich meine, zumindest bei den Intensiv-Zahlen gibt es mittlerweile einen Knick, aber das betrachte ich als eine Fotografie von vor 3-4 Wochen, d.h. die Feiertage könnten sich da demnächst noch auswirken. Trotzdem verstehe ich nicht, warum auch die Infektions-Zahlen weiterhin so hoch bleiben, der "härtere" lock down inklusive Schulferien etc... hätten sich doch längst auswirken müssen oder nicht? Virologen halten es ja für unwahrscheinlich, dass es an der britischen Mutante liegt... Daher finde ich das Ganze schon etwas strange, glaubt ihr es liegt allein an der Jahreszeit, oder halten sich im Gegensatz zum Frühjahr viel mehr Menschen nicht mehr an die Kontaktbeschränkungen?


      Zum Einen glaube ich das viele Menschen auf die ganzen Gegenmaßnahmen pfeifen weil keinen Bock mehr und ausgerechnet sie und/oder Familie wirds schon nicht treffen (sind nur zu 50% die die anschließend am lautesten wettern und schreien warum denn nicht und Schlamperei von allen etc.) und zum Anderen ists nicht so das wir die Auslandsreiseverbote und Grenzschließungen beim Lockdown eben NICHT wieder aufgenommen haben? Weil die letzte Zeit wurd im Radio öfter was gelabbert von wegen worauf man bei Reisen (Ausland & Inland) so zu beachten habe zur Infektionsminimierung etc. was ja so nicht der Fall wäre wenn dieser Teil der Maßnahmen erneut aktiv wäre.

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      Danke Brightroar.

      Was die Infektionsionszahlen angeht, ist diesmal auch die Startbedingung eine andere. Also selbt bei gleicher Anzahl an Massnahmenverweigerern (und hier glaube ich, dass diese Anzahl sogar weit höher liegt als im Frühjahr 2020) bedeutet das also mehr Verbreitung von SARS-COV-2, weil mehr schon vor den Massnahmen infiziert wahren.
      Ausserdem sind die Maßnahmen auch nicht härter, teilweise nichtmal gleich hart, wie im Frühjahr (Bsp. Kitas, hier weiterhin offen).

      Somit erklärt sich auch gut die weiterhin hohe Ansteckungszahl.
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      el_drogo wrote:


      Ich dachte immer in Deutschland wird sehr viel getestet?


      Anfangs ja. Die Testkapazitäten waren im Frühjahr 2020 sehr schnell da und besonders im Sommer wurde extrem viel getestet, verglichen mit der Anzahl der Fälle. Im August ist durch die sich ankündigende zweite Welle und die Urlaubssaison die Zahl dann noch mal rapide gestiegen, auf knapp über eine Millionen pro Woche und im Oktober als die Welle dann so richtig durchbrach noch mal auf anderthalb Millionen. Dann wurden die Testkriterien geändert, weil die Labore ans Limit gekommen sind. Über die Feiertage sind die Tests dann noch mal rapide in den Keller und nähern sich jetzt erst langsam wieder den 1,5 Mio. an. Frankreich hat im Herbst teilweise fast 2 Millionen Tests pro Woche durchgeführt.

      Denke, das wir von einem der am stärksten testenden Länder (unter den großen jedenfalls) zu einem der schwächeren geworden sind, ist ein weiteres Zeichen dafür, das im Sommer wirklich gar nichts mehr passiert ist in Sachen Prävention.

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      Grunkins wrote:

      Maegwin wrote:

      @ Auswirkungen Lockdown:

      Wenn ich mir ansehe, dass wir bei den relativen Todeszahlen die USA überholt haben, dann müssen wir derzeit eine absurde Dunkelziffer haben. Umso länger dauert es dann, bis eine messbare Auswirkung eintritt.

      Könnte ich mir zumindest vorstellen.


      Nicht zwangsläufig: tagesspiegel.de/berlin/corona-…ch-gelassen/26679524.html
      Das ist natürlich umso beschämender...

      Und die Intensivbelegung sinkt: zeit.de/wissen/gesundheit/coro…breitung#linechart-betten

      Letzteres deutet daraufhin, dass es zumindest keinen "Feiertagsschock" gab und gibt.


      Bin heute über das hier gestolpert, bin nicht sicher, ob die Belegung ein zuverlässiger Indikator ist:

      An Covid-19 erkrankte Pflegeheimbewohner werden nach Aussagen von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach häufig nicht mehr in Krankenhäusern behandelt. „Wenn wir wie in der ersten Welle die Menschen aus den Pflegeeinrichtungen noch alle auf die Intensivstationen bringen würden, dann wären die Intensivstation schon längst überlaufen“, sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Selbst bei bester Intensivversorgung auf den modernen Intensivstationen seien die erkrankten Pflegeheimbewohner dort gestorben. Sie dort aufzunehmen, werde heute gar nicht mehr versucht. Vielmehr kämpfe man nun um die große Gruppe der Babyboomer mit Risikofaktoren. „Und das halten wir nicht mehr lange durch.“ Das seien sehr schwere Fälle.


      rnd.de/politik/lauterbach-covi…6OLUEEVGNELL3WMJITHU.html
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      Beides, könnte ich mir vorstellen:
      Die Formulierungen in einer Patientenverfügung müssen ja immer erst ausgelegt werden.

      Exemplarische Situationen, für die die Verfügung gelten soll Wenn • • • • ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess befinde ... ich mich im Endstadium einer unheilbaren, tödlich verlaufenden Krankheit befinde, selbst wenn der Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist ...
      In den oben beschriebenen Situationen wünsche ich, • • dass alles medizinisch Mögliche und Sinnvolle getan wird, um mich am Leben zu erhalten. oder dass alle lebenserhaltenden Maßnahmen unterlassen werden.


      Da wird die Einschätzung jetzt vielleicht eine andere sein als bei der ersten Welle. De facto wäre das eine Triage, bevor der Patient überhaupt das Krankenhaus erreicht.
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      el_drogo wrote:

      Ansonsten könnte ich mir nicht erklären warum dort nicht alles explodiert. Aus meiner Sicht müsste bei den quasi nicht vorhandenen Restriktionen dort das Infektionssgeschehen sehr viel schlimmer sein, mindestens vergleichbar mit den USA


      Vielleicht hat das auch etwas mit der Altersstruktur zu tun. Wenn man sich Karten anschaut, so sind doch überwiegend die überalterten Wohlstandsgesellschaften betroffen. Hohes Alter, Übergewicht, Bluthochdruck, schlechte Zuckerwerte, ...

      hodor wrote:

      Ich dachte, das läge eher an der jeweiligen Patientenverfügung, nicht an einer Überbelegung der Krankenhäuser ...


      Das oder wohl auch an den Hausärzten, die dann häufig dazu raten, extrem angeschlagenen Patienten den Stress eines Krankenhausaufenthaltes am Ende noch zu ersparen. (Was aber auch vor Corona praktiziert wurde.)

      Übrigens sind in Bayern Kitas und Schulen zu. Trotzdem sind die Zahlen so hoch. Ursache wird hier auch im kleinen Grenzverkehr zu Tschechien gesehen, von denen übrigens auch viele in Pflegeheimen arbeiten.