COVID-19

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      Deutschland hat, was die Corona-Situation betrifft(noch First World Problems. Sagt der Ausländer.

      Was bei uns die Bundesregierung aufführt - und da vor allem der konservative Teil der Regierung - geht auf keine Kuhhaut mehr.

      Dass die sogenannten Massentests zum veritablen Rohrkrepierer werden (ich persönlich war) mit nicht einmal vermutlich einem Drittel Beteiligung, spricht Bände.

      Dieses ewige Hin- und Hergeruder und auch noch Gebalge um die Deutungshoheit - es ist so ermüdend.


      immer dann, wenn ich glaube, bei uns haben sie den berühmten nassen Helm auf, dann legt die Schweiz noch einen drauf. Dort wird die Beschränkung so ausgelegt, dass die Gastronomie ab jetzt um 19h sperrt- außer zu Weihachten und Silvester, da gehts eh bis 1h nachts. Bei jetzt schon offenen Skigebieten.Hotels und Bars geöffnet!

      In Österreich sperren die Seilbahnbetribe auch tatsächlich am 24.12. auf - aber mit geschlossenen Grenzen, Hotels und Gastronomie.

      Das tut wirtschaftlich weh - und bietet quasi Wintersport nur für die Ortsansässigen.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Post was edited 1 time, last by “ssnake” ().

      Maegwin wrote:

      Laschet, der Internet-Explorer unter den Politikern.
      Hör mir nur mit dem auf... :S
      Die Regelung, den auf Präsenzunterricht ist vernünftig und ich erzähle das den Leuten in meinem Umfeld schon seit Monaten. Aber das der Beschluss dann wieder Freitagnachmittags verkündet wird, wenn die meisten Schüler schon zuhause sind, und dann auch noch zuerst in der Presse, ist ja schon fast wieder boshaft...

      ssnake wrote:

      Was bei uns die Bundesregierung aufführt - und da vor allem der konservative Teil der Regierung - geht auf keine Kuhhaut mehr.
      Ich beneide euch gar nicht um euren Kurz... Ich bin echt froh, dass wir Merkel haben. Ich war früher nie ein Fan, aber aktuell finde ich sie ausgesprochen wohltuend.
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

      Esmeralda wrote:

      Aber das der Beschluss dann wieder Freitagnachmittags verkündet wird, wenn die meisten Schüler schon zuhause sind, und dann auch noch zuerst in der Presse, ist ja schon fast wieder boshaft...

      Hör bloß auf...
      Ich habe das auch aus den Medien erfahren, und bin richtig wütend geworden. Noch in dieser Woche stellte sich unsere Ministerin Gebauer in den Landtag, bezeichnete die Wissenschaftler der Leopoldina durch die Blume als praxis-ferne Idioten, und verkündete laut, dass eine Abkehr vom Präsenzunterricht mit ihr in der Verantwortung nicht stattfinden wird. Zwei Tage später dann die 180° Wende. Die Schulen werden mit der Umsetzung alleine gelassen, und bei jüngeren Jahrgängen die Verantwortung auf die Eltern abgewälzt.
      Dass diese Ministerin noch nicht den Anstand hatte, zurückzutreten... Entlassen kann Laschet sie wohl nicht, ohne die Koalition platzen zu lassen.
      Erst die FDP im Bund unter Lindner, jetzt Gebauer und Stamp hier in NRW. Diese Partei ist für mich gestorben.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      ssnake wrote:

      Deutschland hat, was die Corona-Situation betrifft(noch First World Problems. Sagt der Ausländer.

      Was bei uns die Bundesregierung aufführt - und da vor allem der konservative Teil der Regierung - geht auf keine Kuhhaut mehr.

      Dass die sogenannten Massentests zum veritablen Rohrkrepierer werden (ich persönlich war) mit nicht einmal vermutlich einem Drittel Beteiligung, spricht Bände.

      Dieses ewige Hin- und Hergeruder und auch noch Gebalge um die Deutungshoheit - es ist so ermüdend.

      Ich wollte dich schon fragen, was die Gründe für die breite Ablehnung der Massen-Testung in Ö sein könnten... aber du hast es hier wohl schon angedeutet. In Tirol soll die Beteiligung ja bei kaum 15% gelegen haben und mittlerweile denkt man offenbar schon über ein "Belohnungssystem" nach wenn man sich testen lässt. Ich dachte eigentlich dass unsere Regierung schon ungestüm in der Kommunikation mit der Testkampagne umgegangen ist, aber in Ö scheint das echt ein Totalausfall gewesen zu sein. Ich habe das ganze nicht so genau verfolgt, aber der Cola - Antigentest von Schnedlitz im Bundestag war schon der Hammer, da fällt einem echt nicht mehr viel ein. Und ich habe Leute in meinem Bekanntenkreis die solche Videos dann freilich teilen und die "Effektivität" der Tests in Frage stellen. Das sind vielfach keine Corona-Leugner, sondern einfach sehr schlecht informierte Menschen, von daher denke ich hat man es in Ö einfach versäumt das Ganze vernünftig zu transportieren und solche Aktionen sind sicherlich die denkbar schlechteste Werbung.

      ssnake wrote:

      immer dann, wenn ich glaube, bei uns haben sie den berühmten nassen Helm auf, dann legt die Schweiz noch einen drauf. Dort wird die Beschränkung so ausgelegt, dass die Gastronomie ab jetzt um 19h sperrt- außer zu Weihachten und Silvester, da gehts eh bis 1h nachts. Bei jetzt schon offenen Skigebieten.Hotels und Bars geöffnet!

      Zur Coronapolitik in der Schweiz fällt mir sowieso schon lange nichts mehr ein. Der bundesweite Ärzteverband fordert eigentlich schon seit Oktober einen Lock down, stösst aber auf taube Ohren. Ausserdem macht jeder Kanton sein eigenes Süppchen, ganz ganz schlimm ist das. Bsp. sind alle Fitness-Studios in Graubünden seit 2 Wochen dicht, was zur Folge hat, dass die Leute in das nächste gelegene Fitness-Studio in St. Gallen pendeln und dort natürlich vor allem Abends die Hölle los ist. Total absurd alles hier.

      By the way... am Samstag habe ich den hoffentlich letzten Sarg für dieses Jahr zu Grabe gelassen. Der Papi meines Schwagers ist gestorben. Und auch wenn es die Familie natürlich gefreut hat, dass so viele Menschen zur Beerdigungen gekommen sind, war dass Ganze aus meiner Sicht noch viel Corona-untauglicher als bei meiner Omi. Deutlich über 100 Leute, es wurden viel zu viele Hände geschüttelt und Umarmungen ausgeteilt... Man kann echt nur noch das beste hoffen.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      ssnake wrote:

      Dass die sogenannten Massentests zum veritablen Rohrkrepierer werden (ich persönlich war) mit nicht einmal vermutlich einem Drittel Beteiligung, spricht Bände.


      el_drogo wrote:

      Ich habe das ganze nicht so genau verfolgt, aber der Cola - Antigentest von Schnedlitz im Bundestag war schon der Hammer, da fällt einem echt nicht mehr viel ein. Und ich habe Leute in meinem Bekanntenkreis die solche Videos dann freilich teilen und die "Effektivität" der Tests in Frage stellen. Das sind vielfach keine Corona-Leugner, sondern einfach sehr schlecht informierte Menschen, von daher denke ich hat man es in Ö einfach versäumt das Ganze vernünftig zu transportieren und solche Aktionen sind sicherlich die denkbar schlechteste Werbung.


      Ändert aber nichts daran, dass der einzelne Bürger sich gründlich überlegen sollte, ob er Teil des Problems oder Teil der Lösung sein will.
      Anscheinend bevorzugen unsere Bürger (Österreich) lieber Lockdowns und Beschränkungen, als sich testen zu lassen. (*Kopfschütteln)
      Ich bin derzeit tatsächlich auch pessimistischer als jemals zuvor in der Pandemie, trotz des Impfstoffes. Ausreichende Impfung wird selbst in den Risikogruppen nicht bis ins Frühjahr geschafft sein. Hat natürlich auch mit meiner persönlichen Situation zu tun, meine Mitbewohnerin hatte sich im Frauenhaus infiziert und war auch krank und wir sind nun den sechsten Tag in Quarantäne. Inzwischen sind alle symptomfrei, die zweite Mitbewohnerin wurde negativ getestet und meine Freundin und ich warten nun auf unsere Ergebnisse. Da wir auch keine Symptome hatten, hatten wir wohl erstaunliches Glück. Besonders wenn ich bedenke, dass meine Schwester mir aus dem Krankenhaus berichtet, dass es nicht mal gelingt, Leute auf Isolierstation wirksam vor Infektionen zu schützen. Durchgehend mit FFP2 Maske zu arbeiten ist anscheinend nicht möglich, die Belastung ist zu groß.

      Bei ihr ist die Stimmung ohnehin schon immer "angespannt" und die Tatsache, dass mitten in der Pandemie fröhlich weiter operiert wird (auch nicht notwendige OPs), während ein immer größerer Teil des Personals infiziert wird und die Anzahl der Patienten stetig steigt, hilft nicht gerade. Sie hat keine Chance, über die Feiertage irgendwie die Familie zu sehen und sieht auch ihren Überstundenausgleich schon wieder schwinden, in einer neuen Rekordschicht musste sie 27h am Stück arbeiten. Und es gibt allen Ernstes noch Menschen, die um 4 Uhr morgens mit irgendwelchen albernen Kleinigkeiten in der Ambulanz auftauchen. Das System ist so pervers.

      Meine Oma hat sich auch infiziert, sie ist vor einigen Wochen gestürzt und wurde operiert (Oberschenkelhalsbruch). Dann in Kurzzeitpflege, wieder gestürzt, wieder KH, jetzt positiv. Sie ist 90, inzwischen übel dement und fast nur noch bettlägerig, also ehrlich gesagt wäre es keine so große Katastrophe, wenn sie es nicht schafft, aber da Covid ja sehr übel verlaufen kann, hoffe ich, dass sie wenigstens nicht leiden muss - man kann aber positiv gestimmt sein: Bisher hat sie keine Symptome (kann mich auch nicht dran erinnern, das sie jemals eine Infektionskrankheit hatte, 8 Jahrzehnte Gartenarbeit stählen anscheinend).
      @Grunkins Puh, dass mit deiner Oma tut mir total leid. Ich hoffe, sie schafft es entweder symptomfrei, oder wie du sagst, es geht wenigstens schnell, so scheiße das auch klingt. :/
      Auch für dich, deine Freundin und die Mitbewohnerin drücke ich die Daumen.
      In der Pflege möchte ich im Moment auch nicht arbeiten. Die gehen ja alle auf dem Zahnfleisch... :(

      Ich stelle auch im Umfeld fest, dass die Einschläge näher kommen. Während wir bis vor ein paar Wochen mal hier und da einen Fall in der Firma hatten, wo Kollegen (teilweise durch die Firma) in Quarantäne geschickt wurden, weil sie Kontaktperson waren, wird das jetzt immer häufiger. Bisher war aber tatsächlich noch keiner der Mitarbeiter erkrankt.
      Aktuell ist ein direkter Kollege in Quarantäne, weil seine Mutter positiv ist. Sein Testergebnis steht noch aus. Wenn er positiv ist, dann ist unsere Abteilung auf jeden Fall dicht. Und ich fürchte, dann werden die Weihnachtsbesuche im kleinen Kreis bei Schwester und Schwiegermutter auch nichts werden. Mein Schwager ist Hochrisikogruppe, meine Schwester nimmt wegen ihres Rheumas Immunsuppressiva und meine SchwieMu hat auch diverse Krankheiten...
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

      Esmeralda wrote:

      In der Pflege möchte ich im Moment auch nicht arbeiten. Die gehen ja alle auf dem Zahnfleisch...
      Ich wusste einigermassen, dass es hart wird, als ich in der Pflege anfing, aber es war eine bewusste Entscheidung etwas sinnvolles zu tun, deshalb jammere ich nicht sehr.
      Wir werden seit einiger Zeit regelmäßig getestet, weil wir den Virus im Haus haben, ich bin immer noch negativ, es ist schwer handelbar und man fühlt sich teilweise wie in einem SF-Film, aber ich bin optimistischer als @Grunkins , es wird vorübergehen. Die meisten Dinge, die ich täglich erlebe, sind krass, aber es gibt auch jeden Tag ein kleines Highlight, dass mich aufbaut. Es ist ein guter Job. Ich hatte zu Beginn ja einen lockeren Umgang mit den normalen Masken - inzwischen arbeite ich nur noch mit FFP2, und es geht, wenn man regelmässig Pause machen kann.
      Mein ganzes Leben hat sich total verändert, ich bin entweder auf der Arbeit oder zuhause, gehe nur zum Einkaufen raus, aber auch das wird vorbeigehen, mir hilft wie jedes Jahr die Wintersonnenwende, die ich ein wenig feiere (Kerze anzünden und Whisky trinken :D ), allein die Tatsache, dass die Tage länger werden, nutze ich jedes Jahr, um optimistischer in die Zukunft zu blicken.
      Die Post-Corona-Zeit wird, da bin ich sicher, anders sein als die Zeit davor. Zumindest die Diskussion über den Wert der Pflege wird geführt werden müssen.
      HODOR !
      Habe ich echt grossen Respekt davor Hodor, dass du dich in dieser schweren Zeit dazu entschieden hast in der Pflege tätig zu werden. Chapeau.
      Und ja, auch ich hoffe dass sich in unseren Ländern nachhaltig etwas strukturelles in der Pflege und im Gesundheitswesen tut, nachdem diese Krise überstanden ist.

      Ich persönlich bin auch nicht so pessimistisch wie Grunkins. Die Zahl der Intensivpatienten ist in IT seit dem 26. November um etwa 20% gesunken und ist jeden Tag rückläufig. Zusätzlich wurden die Massnahmen ja jetzt nochmals über die Feiertage verschärft. Länder wie Spanien und Frankreich die viel früher von der zweiten Welle eingeholt wurden, scheinen ja durchaus langsam wieder Herr der Lage zu werden. In Deutschland wird sich in 2-3 Wochen meiner Meinung nach ein ähnliches Bild abzeichnen, auch wenn die Intensivbettenkurve im Moment noch steil nach oben zeigt, der Peak dürfte (hoffentlich) bald erreicht sein.
      Trotzdem blicke ich mit etwas gemischten Gefühlen auf die Zeit nach Weihnachten und Silvester, da man davon ausgehen muss, dass viele sich nicht an sämtliche Kontaktbeschränkungen halten werden, aber ich hoffe einfach, dass das durch die geschlossenen Schulen etc. kompensiert wird.
      Bzgl. Impfung hoffe ich hauptsächlich darauf, dass die Hersteller so fest auf die Tube drücken, dass im ersten Quartal 2021 mehr ausgeliefert werden kann, als im Moment prognostiziert. Entscheidend wird aber auch die Impfbereitschaft sein. Lauterbachs Bedenken bzgl. der Impfbereitschaft im Pflege-/ und Gesundheitswesen stimmt mich nachdenklich. Wenn schon die Leute an vorderster Front sich skeptisch zeigen wird es schwierig ein entsprechendes Vertrauen in der Breiten Bevölkerung (in kürzester Zeit) aufzubauen.
      In meiner Abteilung bspw. (aktuell 10 Leute) sind die Ansichten diesbzgl. doch (noch) recht unterschiedlich. Von klassischen Impfskeptiker-Parolen wie "Die spinnen doch, in so kurzer Zeit einen Impfstoff zu entwickeln und zu erwarten, dass er auch noch funktioniert, ist doch absoluter Quatsch. Keiner kann was zu Langzeitnebenwirkungen sagen" bis hin zu "Alle die sich nicht impfen lassen, sollen meinetwegen verrecken" ist da amüsanter Weise alles dabei. Wohlgemerkt sind fast alle Akademiker, einige sogar mit Doktor-Titel, man kann also jetzt nicht wirklich sagen, dass es in dieser Stichprobe an Bildung mangeln dürfte.
      Einer hat seine Meinung in den letzten Wochen von "eher skeptisch" zu mittlerweile "eher dafür" geändert. Ich konnte in den Diskussionen mit ihm sehr gut beobachten, dass er sich (ähnlich wie auch ich selbst) nach und nach tiefer mit der Struktur und Wirkungsweise von mRNA-Impfstoffen auseinandergesetzt hat und so immer ruhiger wurde. Gut finde ich auch, dass sich unser Pandemie-Stab im Unternehmen schon recht früh Pro-Impfung positioniert hat.
      Daher wird die Kommunikation und Aufklärungsarbeit in den Impfkampagnen vom Gesundheitsminister bis zum kleinsten Hausarzt weiterhin absolut Match-entscheidend sein. Der Faktor Zeit hinterlässt bei fast jedem zumindest einen etwas bitteren Nachgeschmack, da Klempner Klaus nun mal absolut keine Idee davon hat, wie Forschung, Entwicklung und Zulassung von Arzneimitteln ablaufen.
      Die Tatsache, dass unmittelbare Impfreaktionen wie Kopfschmerzen, Fieber, Erschöpfung, Muskelschmerzen etc. offenbar öfter auftreten als bei "herkömmlichen" Vakzinen, dürfte auch nicht gerade vorteilhaft sein. Diesbezüglich können wir nur gespannt weiter auf England (und jetzt auch USA) blicken und beobachten.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 4 times, last by “el_drogo” ().

      Esmeralda wrote:

      @Grunkins Puh, dass mit deiner Oma tut mir total leid. Ich hoffe, sie schafft es entweder symptomfrei, oder wie du sagst, es geht wenigstens schnell, so scheiße das auch klingt. :/
      Auch für dich, deine Freundin und die Mitbewohnerin drücke ich die Daumen.
      In der Pflege möchte ich im Moment auch nicht arbeiten. Die gehen ja alle auf dem Zahnfleisch... :(


      Vielen Dank ^^ Wir haben heute schon Testergebnisse und sind alle negativ. Von meiner Oma weiß ich leider nichts neues.

      hodor wrote:

      Ich wusste einigermassen, dass es hart wird, als ich in der Pflege anfing, aber es war eine bewusste Entscheidung etwas sinnvolles zu tun, deshalb jammere ich nicht sehr.
      Wir werden seit einiger Zeit regelmäßig getestet, weil wir den Virus im Haus haben, ich bin immer noch negativ, es ist schwer handelbar und man fühlt sich teilweise wie in einem SF-Film, aber ich bin optimistischer als @Grunkins , es wird vorübergehen. Die meisten Dinge, die ich täglich erlebe, sind krass, aber es gibt auch jeden Tag ein kleines Highlight, dass mich aufbaut. Es ist ein guter Job. Ich hatte zu Beginn ja einen lockeren Umgang mit den normalen Masken - inzwischen arbeite ich nur noch mit FFP2, und es geht, wenn man regelmässig Pause machen kann.


      Respekt, dass du da so positiv (gestimmt) bleiben kannst, trotz deiner Arbeitsbelastung. Das ist sicher viel wert, um in dem Beruf durchzuhalten.

      Klar wird es vorübergehen, aber der Winter wird sehr hart, sehr viele Opfer fordern, sehr große wirtschaftliche Einschnitte bringen und vor allem langfristig politische Verwerfungen produzieren. Für D bin ich bei letzterem auch noch optimistisch, aber die Lage in Italien und Frankreich macht mir sehr große Sorgen. Ich fürchte aber auch hier, dass es selbst für einen harten Lockdown bereits zu spät ist und wir durch die Verbreitung innerhalb des Gesundheitssystems noch vierstellige Todeszahlen am Tag kriegen werden. Im Frühjahr war ich ja auch noch sehr optimistisch, weil die Koordinationsleistung in Deutschland erstaunlich war, aber die abnehmende Bereitschaft und die Länge des noch anstehenden Winters haben das doch erheblich verdrängt. Auch das der "leichte Lockdown" den Anstieg nicht dauerhaft abbremsen konnte, denn theoretisch hätte der reichen müssen, wenn er konsequent eingehalten worden wäre. Einzelhandel schließen hat denke ich mehr Signalwirkung, als das es Infektionen in den Geschäften mit Maskenpflicht etc. verhindert. Aber ich habe jetzt bei meiner Mitbewohnerin, für die es schon der dritte Corona-Test in drei Monaten war auch gesehen, wie diese "Corona-Müdigkeit" einsetzt. Sie hat es halt kaum noch Ernst genommen, bevor er positiv war, weil es schon quasi Routine war.

      Meine Schwester ist in der Gynäkologie und die haben im KH viele junge Frauen aus Flüchtlingsunterkünften, bei denen man inzwischen fast eine Münze werfen kann, ob sie infiziert sind oder nicht. Sie meint halt auch, dass sie fast nur noch mit FFP2 Masken arbeiten, es aber in 24h Schichten in denen sie operieren muss oder mehrere Geburten nachts parallel betreut werden müssen teilweise nicht durchzuhalten ist.
      Ich bitte um konstruktive Antworten.
      Es ist Winter. Der Lockdown light hat nichts gebracht. Auch der harte Lockdown wird unterm Strich nicht viel bringen. Kurzzeitig werden die Zahlen nach unten gedrückt. Und danach? Seien wir doch einmal ehrlich!
      Auch der Impfstoff wird erst einmal keine große Verbesserung bringen. Die Wirkung ist darauf ausgelegt, die schweren Krankheitsverläufe zu verhindern. Aber wie es mit der Infektiosität aussieht, weiß man doch noch gar nicht.

      Die Städte waren in den letzten Tagen voll. Schreie werden laut, warum die Menschen so unvernünftig sind. Ernsthaft? Wenn die Regierung konsequent gewesen wäre, dann hätten sie an Sonntag alles dicht gemacht. Haben sie nicht. Was sagt uns das? Lasst uns dem Einzelhandel noch ein paar Krumen hinwerfen! Dafür nehmen wir halt wieder ein paar tausend Infizierte in Kauf. Kurz vor Weihnachten.
      Welche Signalwirkung hat das auf die Menschen?
      Die Rufe werden immer lauter, dass doch endlich die Pflegeheime besser geschützt werden sollten. Warum passiert hier nichts? Eine Bekannte ist Leiterin eines Pflegeheimes im Nachbarort. Vor wenigen Wochen erst haben sie überhaupt Schnelltests bekommen. Die Organisationen waren selbst dafür verantwortlich, sich diese zu beschaffen. Der Staat hat hier nichts unternommen. 2/3 ihrer Mitarbeiter sind aus dem Ausland. Die besuchen ihre Verwandtschaft und kommen zurück, ohne eine Quarantäne einzuhalten. Tests - wie gesagt - lange nicht möglich. 1/3 der Einwohner waren dann positiv. 5 Todesfälle. Allerdings viele tatsächlich auch asymptomatisch.
      Ich frage mich, wenn Personal und Zeit knapp sind, warum kann man nicht Studenten anstellen? Sie können einfache Tätigkeiten übernehmen. Hat doch mit den Zivis auch funktioniert. In den vergangenen Monaten hätte man vermutlich sogar genügend so weit ausbilden können, dass sie die Tests vornehmen und auswerten können. Das ist doch keine Raketen-Wissenschaft! Mein Mann fährt First Responder. Die Ausbildung dazu hat 10 Wochenenden in Anspruch genommen. Es gibt Freiwillige, die sich melden, aber abgewimmelt werden, weil sie nicht die richtige Qualifikation hätten. Ich finde das überheblich. Das sind motivierte Menschen, die freiwillig helfen wollen. Ich kenne einige, die enttäuscht sind und resignieren.
      Diese Menschen verliert der Staat dann auch noch.
      Ich bin kein Leugner ... auch wenn das hier gerne so hingestellt wurde. Aber die Kommunikation der Politiker und die offensichtliche Planlosigkeit, lassen wahrscheinlich viele andere auch so reagieren, wie mich. Mit Unwillen. Trotz. Ja, die Maßnahmen könnten wirken. Wenn alle - wirklich alle - sich daran halten würden. Aber wer will sich da was vormachen? Jeder realistisch denkende Mensch sieht doch, dass das ein Rohrkrepierer ist. Wo Menschen sind, da menschelt es. Die Sprache, die von Politikern benutzt wird, lässt die Menschen aufbegehren. Fordert das sogar heraus.
      Wenn ich persönlich das Gefühl hätte, dass diese Maßnahmen wirklich durchdacht wären und auch realistisch durchführbar, dann würde ich da auch dahinter stehen. Tue ich aber nicht. Ich trage es mit, aus Respekt vor den Leuten, die Angst vor dieser Krankheit haben. Aber gut finde ich das nicht. Überwiegend deswegen, weil ich es nicht in Ordnung finde, was die Kinder mitmachen müssen. Ich wünsche mir ein Signal. Ein Signal, dass die Regierung wirklich ein Interesse daran hat, Tode zu verhindern. Also schaut drauf, wer da in den Kliniken auf Intensiv liegt, und wie man diese Menschen am besten schützen kann! Zefix!

      Grunkins wrote:

      Respekt, dass du da so positiv (gestimmt) bleiben kannst, trotz deiner Arbeitsbelastung. Das ist sicher viel wert, um in dem Beruf durchzuhalten.
      Ich arbeite 50 %, habe aber bereits soviel Überstunden angesammelt, dass ich, wenn das Ganze vorbeit ist, einen Monat frei habe mindestens. Ich stelle mir vor, dann ist es Frühjahr, und es wird wärmer und ich buddle im Garten...

      Grunkins wrote:

      Sie meint halt auch, dass sie fast nur noch mit FFP2 Masken arbeiten, es aber in 24h Schichten in denen sie operieren muss oder mehrere Geburten nachts parallel betreut werden müssen teilweise nicht durchzuhalten ist.
      Wir haben einen Innenhof, ich gehe so oft wie möglich raus um kurz Luft zu holen, sonst ginge es natürlich nicht. Wie gesagt, es ist wie in einem SF-Film.

      Grunkins wrote:

      Sie hat es halt kaum noch Ernst genommen, bevor er positiv war, weil es schon quasi Routine war.
      Das war hier ganz genauso. Ich denke immer, wir Menschen können mit einer unsichtbaren, theoretischen Gefahr eher schlecht umgehen, aber wenn es dann konkret wird, wachsen wir über uns selbst hinaus. Deswegen bin ich auch so optimistisch.
      HODOR !

      Narannia wrote:


      Es ist Winter. Der Lockdown light hat nichts gebracht. Auch der harte Lockdown wird unterm Strich nicht viel bringen. Kurzzeitig werden die Zahlen nach unten gedrückt. Und danach? Seien wir doch einmal ehrlich!


      Der Lockdown light hat die Infektionszahlen vier Wochen lang ausgebremst. Erst mit Beginn der Adventszeit (und eventuell einem weiteren Wintereinbruch) sind die Zahlen wieder hoch gegangen. Im Übrigen: Um zu beurteilen, ob so eine Maßnahme was gebracht hat, braucht mein ein "Counterfactual". Das "Counterfactual" - keine zusätzlichen Kontaktbeschränkungen - kann man in Frankreich beobachten, wo auf dem Höhepunkt 60k Infektionen am Tag verzeichnet wurden. Zu behaupten, der Lockdown light habe nichts gebracht, ist, meiner Ansicht nach, demnach eindeutig falsch.

      Auch der Impfstoff wird erst einmal keine große Verbesserung bringen.


      Kann ich nicht beurteilen. Gehe aber davon aus, das jede Bremse etwas bringt. Corona verbreitet sich ja durch Superspreading - siehe meine Mitbewohnerin, sie hat trotz deutlicher Symptome anscheinend Niemanden bei uns in der WG angesteckt und nicht mal ihren Freund. Gerade ältere Menschen mit schweren Verläufen scheinen aber besonders ansteckend zu sein, daher ja die Katastrophe in Pflegeheimen und wenn man dort den Verlauf mildert, scheint es mir logisch, auch die Viruslast und die Infektiostät zu mildern. Das sind aber nur Laiengedanken.

      In jedem Fall würde ich nicht sagen, dass "schwere Verläufe mildern" nichts bringt.

      Was sagt uns das? Lasst uns dem Einzelhandel noch ein paar Krumen hinwerfen! Dafür nehmen wir halt wieder ein paar tausend Infizierte in Kauf.


      Mir sagt das vor allem, dass sie die Maßnahmen aus Rücksicht auf die Akzeptanz nach wie vor planbar halten wollen. Hätten sie am Sonntag alles dicht gemacht, wären die Schreie groß gewesen, dass wir jetzt nur noch Adhoc-Maßnahmen haben und die Regierung mit uns macht was sie will.

      Die Rufe werden immer lauter, dass doch endlich die Pflegeheime besser geschützt werden sollten. Warum passiert hier nichts?


      Ich finde es teilweise auch skandalös, wie wenig hinsichtlich Tests und Verfügbarkeit von Masken passiert ist. Ich halte den Ruf nach dem Schutz von Risikogruppen und Altenheimen aber auch für realitätsfern und wenn er von "Experten" kommt (nicht von dir), für Polemik. Siehe was ich oben über die Erfahrungen meiner Schwester schrieb, es gelingt denen im Krankenhaus nicht mal, Ansteckungen auf Isolierstationen, die nur mit Schutzkitteln, Handschuhen, FFP2 Masken und Visieren betreten werden, zu verhindern.

      Das Problem sehe ich in erster Linie darin, dass die Pflegeheime und Krankenhäuser selbst in Normalzeiten auf dem Zahnfleisch gehen und Corona nun noch "On Top" kommt. Alle notwendigen Schutzmaßnahmen in Pflegeheimen perfekt einzuhalten würde vermutlich die Alltagsversorgung der Menschen dort unmöglich machen. Nachdem meine Oma gestürzt ist und operiert wurde, haben wir nur über persönliche Kontakte überhaupt einen Platz in Kurzzeitpflege bekommen, der 6000€ im Monat gekostet hat. Das System wird seit Jahren am Limit gefahren.

      Ich frage mich, wenn Personal und Zeit knapp sind, warum kann man nicht Studenten anstellen?


      Denke auch hier sind kaum Kapazitäten für die Ausbildung vorhanden. Ich habe ja auch ein FSJ im Hausnotruf gemacht und dort war mein "Anlernen" auch eine Katastrophe, die, ganz unbescheiden, bei etwas weniger selbstständigen und verantwortungsbewussten 18-Jährigen nach hinten losgegangen wäre und das waren ganz normale Zeiten und es hatte wenig bis nichts mit der Politik zu tun.

      Ich bin kein Leugner ... auch wenn das hier gerne so hingestellt wurde.


      Ich habe dir bisher glaube ich immer sachlich geantwortet und dich auch nicht als Leugner hingestellt, mir kommt es aber ehrlich gesagt auch so vor, als würdest du seit Beginn der Pandemie relativ inkonsistent einfach grundsätzlich alles kritisieren, mal zu viel Maßnahmen, mal zu wenig...

      Aber die Kommunikation der Politiker und die offensichtliche Planlosigkeit, lassen wahrscheinlich viele andere auch so reagieren, wie mich. Mit Unwillen. Trotz.


      Ich spare sonst auch nicht mit Kritik an der Politik, sehe hier aber das Problem wirklich weniger bei Politikern, als bei einem Teil der verantwortungslosen Öffentlichkeit (dazu zählen natürlich auch Politiker, aber auch "Intellektuelle", Journalisten und leider auch Wissenschaftler wie Hendrick Streeck), die über Monate dafür gesorgt haben, dass Corona nicht mehr ernst genommen wurde und glaube, die Politik hatte in erster Linie Angst davor, dass zu harte Maßnahmen zu früh nicht mehr getragen worden wären. Und das glaube ich auch. Wenn wir Anfang November einen harten Lockdown gehabt hätten, die Zahlen gesunken wären und die Situation jetzt halbwegs entspannt wäre, hätte wieder das Präventionsparadox gegriffen und Kritiker, vielleicht auch du, hätten das alles als übertriebenen Aktionismus bezeichnet und ihr Unverständnis darüber geäußert.

      ​Wenn ich persönlich das Gefühl hätte, dass diese Maßnahmen wirklich durchdacht wären und auch realistisch durchführbar, dann würde ich da auch dahinter stehen. Tue ich aber nicht.


      Die Frage ist halt, wann du das hättest.

      Narannia wrote:

      Ich bitte um konstruktive Antworten.
      Hmm. Ich gestehe, dass ich nach dem Lesen deines Textes nicht das Gefühl hattest, dass du konstruktive Antworten möchtest, sondern eher, dass du dich einfach mal auskotzen wolltest. Was natürlich auch legitim ist. Du bist sauer und frustriert und das sind viele andere auch. Klar, das muss auch mal raus.

      Narannia wrote:

      Auch der Impfstoff wird erst einmal keine große Verbesserung bringen. Die Wirkung ist darauf ausgelegt, die schweren Krankheitsverläufe zu verhindern. Aber wie es mit der Infektiosität aussieht, weiß man doch noch gar nicht.
      Ein Impfstoff ist erstmal immer darauf ausgelegt, den Geimpften gegen die Krankheit zu immunisieren. Für das Verhindern oder Mildern schwerer Verläufe sind andere Medikamente zuständig. Was noch nicht klar ist, ob diese Immunisierung dauerhaft ist oder ob man sich nach einer gewissen Zeit wieder impfen lassen muss. Es gibt im Moment mehrere Hundert Impfstoffprojekte, die verschiedenste Herangehensweisen haben. Über kurz oder lang kommt da wahrscheinlich auch ein Impfstoff bei heraus, der auch langfristig wirken wird.
      Ich bin sicher, dass über wir im Sommer nächsten Jahres schon entspannter sein werden. Ich glaube nicht, dass der Spuk dann schon vorbei ist, aber ich denke, der Virus wird händelbar.

      Narannia wrote:

      Die Städte waren in den letzten Tagen voll. Schreie werden laut, warum die Menschen so unvernünftig sind. Ernsthaft?
      Ja, ernsthaft. Jeder halbwegs vernünftige Mensch sollte den Virus ernstnehmen. Und wenn man ihn ernstnimt, dann hält man sich an gewisse Regeln. Vielleicht auch unausgesprochene Regeln, die nicht von der Regierung vorgegeben sind.

      Narannia wrote:

      Ich bin kein Leugner ... auch wenn das hier gerne so hingestellt wurde.
      Ich glaube dir, dass dir klar ist, dass es den Virus gibt. Aber ich habe zumindest den Eindruck, dass du glaubst, er ist ausschließlich für alte und vorerkrankte Menschen gefährlich. Die sind sicherlich anfälliger, aber auch genug jüngere Leute erkranken. Und selbst Menschen mit einem leichten Verlauf leiden noch monatelang an Folgeerscheinungen. Menschen mit schwerem Verlauf, die sich erholten, sind langfristig nicht belastbar, weil der Scheiß-Virus alle Organe angreift.
      Ein Arbeitskollege hat einen Nachbarn, der einen leichten Verlauf (ohne Krankenhausaufenthalt) hatte. Der Mann hat 20 Kilogramm abgenommen und ist nach ein paar Minuten normalen gehen physisch am Ende.

      Narannia wrote:

      Ja, die Maßnahmen könnten wirken. Wenn alle - wirklich alle - sich daran halten würden. Aber wer will sich da was vormachen? Jeder realistisch denkende Mensch sieht doch, dass das ein Rohrkrepierer ist.
      Und dein Vorschlag? Wir lassen es einfach? Weil sich ein paar Idioten nicht daran halten, machen wir es einfach alle nicht? Äh... nein.
      Ignorierst du auch im Straßenverkehr Tempolimits, weil es ja soviele gibt, die rasen?

      Narannia wrote:

      Wenn ich persönlich das Gefühl hätte, dass diese Maßnahmen wirklich durchdacht wären und auch realistisch durchführbar, dann würde ich da auch dahinter stehen.
      Das Problem ist, dass durch unseren Förderalistischen Staat im Prinzip jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kochen kann. Dann hast du hier harte Maßnahmen und im Nachbarbundesland, dass ggf. nur ein paar Minuten weiter ist, den absoluten Schmusekurs. Dadurch wirkt alles zerfasert und unausgegoren.
      Aber ich würde gerne wissen, was für dich realistisch und durchführbar ist?
      Ich habe (jetzt nicht unbedingt bei dir) so den Eindruck, dass bei vielen Leuten das realistisch und durchführbar da endet, wo es in die persönliche Komfortzone eingreift.

      Narannia wrote:

      Ich trage es mit, aus Respekt vor den Leuten, die Angst vor dieser Krankheit haben.
      Immerhin etwas. Das heißt dann aber doch auch, dass du persönlich nicht glaubst, dass der Virus angsteinflößend ist oder verstehe ich dich hier falsch?

      Narannia wrote:

      Überwiegend deswegen, weil ich es nicht in Ordnung finde, was die Kinder mitmachen müssen.
      Was da wäre? Sorry, meine sind groß und haben wenig Probleme damit, sich an die Regeln zu halten.
      Ich habe auch den Eindruck im Bekannten- und Freundeskreis, dass sehr viele der Kinder deutlich besser verstehen und mehr Verständnis für die Maßnahmen haben, als mancher Erwachsene.

      Narannia wrote:

      Also schaut drauf, wer da in den Kliniken auf Intensiv liegt, und wie man diese Menschen am besten schützen kann! Zefix!
      In der zweiten Welle ist der Anteil der jüngeren Erkrankten auf den Intensivstationen deutlich gestiegen. Es sind nicht mehr nur die Alten und Kranken. Es reicht also nicht, Oma und Opa nicht mehr zu besuchen und die Pflegeheime abzuriegeln und/oder besser mit Schutzausrüstung und Schnelltests auszurüsten.

      hodor wrote:

      Ich denke immer, wir Menschen können mit einer unsichtbaren, theoretischen Gefahr eher schlecht umgehen, aber wenn es dann konkret wird, wachsen wir über uns selbst hinaus. Deswegen bin ich auch so optimistisch.
      Ich finde, dass ist ein sehr schöner Satz, den ich so unterschreiben möchte. :)

      Grunkins wrote:

      Das Problem sehe ich in erster Linie darin, dass die Pflegeheime und Krankenhäuser selbst in Normalzeiten auf dem Zahnfleisch gehen und Corona nun noch "On Top" kommt.
      Jup. So sieht es aus. Ich hoffe stark (glaube aber ehrlich gesagt nicht daran), dass sich aufgrund der aktuellen Zustände im Pflegebereich doch mal endlich etwas tut, man die Personaldecken wieder etwas größer strickt, die Löhne auskömmlich macht und dem Pflegeberuf die Aufwertung zuteil werden lässt, die ihm zusteht.

      Grunkins wrote:

      Wenn wir Anfang November einen harten Lockdown gehabt hätten, die Zahlen gesunken wären und die Situation jetzt halbwegs entspannt wäre, hätte wieder das Präventionsparadox gegriffen und Kritiker, vielleicht auch du, hätten das alles als übertriebenen Aktionismus bezeichnet und ihr Unverständnis darüber geäußert.
      There is no glory in prevention. ;)
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

      Narannia wrote:

      Ich bitte um konstruktive Antworten.


      Dafür bietest du keine konstruktive Grundlage.

      Es ist Winter. Der Lockdown light hat nichts gebracht. Auch der harte Lockdown wird unterm Strich nicht viel bringen. Kurzzeitig werden die Zahlen nach unten gedrückt. Und danach? Seien wir doch einmal ehrlich!
      Auch der Impfstoff wird erst einmal keine große Verbesserung bringen. Die Wirkung ist darauf ausgelegt, die schweren Krankheitsverläufe zu verhindern. Aber wie es mit der Infektiosität aussieht, weiß man doch noch gar nicht.


      Ich weiß nicht, wie du zu diesen Schlüssen kommst.

      Ich bin kein Leugner ... auch wenn das hier gerne so hin gestellt wurde.


      Nein, du wirst als jemand dargestellt, der hier unfundierte Behauptungen durch die Gegend wirft, die sich gern bereits in sich selbst widersprechen und deren einzige offensichtliche Konstante es ist, dass dir eigentlich insbesondere deine eigenen Kinder leidtun.
      Deine Kinder langweilen sich. Deine Kinder müssen das eines Tages bezahlen. Deine Kinder können die Großeltern nicht sehen.
      Der Rest variiert je nach Post danach ob du gerade mehr oder weniger Maßnahmen haben möchtest im genauen Gegenverhältnis zur aktuellen Politik und wird aufgefüllt durch viele rhetorische Fragen und noch mehr Ausrufezeichen.

      Ich wünsche mir ein Signal. Ein Signal, dass die Regierung wirklich ein Interesse daran hat, Tode zu verhindern.

      Und ich bin es einfach leid, dass hier immer wieder mit der Keule geschwungen wird, dass man lieber soundsoviele Tote in Kauf nimmt. Ich bin kein Leugner. Ich denke auch, dass Maßnamen notwendig waren. Aber ob es der harte Lockdown sein musste, bleibt dahingestellt.



      Eines von beidem glaube ich dir nicht.


      hodor wrote:

      Ich wusste einigermassen, dass es hart wird, als ich in der Pflege anfing, aber es war eine bewusste Entscheidung etwas sinnvolles zu tun, deshalb jammere ich nicht sehr. Wir werden seit einiger Zeit regelmäßig getestet, weil wir den Virus im Haus haben, ich bin immer noch negativ, es ist schwer handelbar und man fühlt sich teilweise wie in einem SF-Film, aber ich bin optimistischer als @Grunkins , es wird vorübergehen. Die meisten Dinge, die ich täglich erlebe, sind krass, aber es gibt auch jeden Tag ein kleines Highlight, dass mich aufbaut. Es ist ein guter Job. Ich hatte zu Beginn ja einen lockeren Umgang mit den normalen Masken - inzwischen arbeite ich nur noch mit FFP2, und es geht, wenn man regelmässig Pause machen kann. Mein ganzes Leben hat sich total verändert, ich bin entweder auf der Arbeit oder zuhause, gehe nur zum Einkaufen raus, aber auch das wird vorbeigehen, mir hilft wie jedes Jahr die Wintersonnenwende, die ich ein wenig feiere (Kerze anzünden und Whisky trinken ), allein die Tatsache, dass die Tage länger werden, nutze ich jedes Jahr, um optimistischer in die Zukunft zu blicken. Die Post-Corona-Zeit wird, da bin ich sicher, anders sein als die Zeit davor. Zumindest die Diskussion über den Wert der Pflege wird geführt werden müssen.


      Krasser Job in einer besonders krassen Zeit.
      Kann nur ehrlich mein virtuelles Hütchen ziehen und dir alles Gute bei der Bewältigung wünschen.

      ​There is no glory in prevention. :)


      Hach.
      Immer wenn ich das lese, verspüre ich irgendwas zwischen Wehmut und dem dringenden Wunsch es irgendwohin tätowieren zu lassen. Nicht zwingend an mir selbst. :hmm:
      I have been despised by better men than you.

      Esmeralda wrote:

      Jup. So sieht es aus. Ich hoffe stark (glaube aber ehrlich gesagt nicht daran), dass sich aufgrund der aktuellen Zustände im Pflegebereich doch mal endlich etwas tut, man die Personaldecken wieder etwas größer strickt, die Löhne auskömmlich macht und dem Pflegeberuf die Aufwertung zuteil werden lässt, die ihm zusteht.


      Ein bisschen was passiert ja auch, es gab in den letzten Jahren schon einige Reformen und die Löhne im öffentlichen Dienst steigen deutlich überproportional für Pflegekräfte, aber wenn ich mir dieses unwürdige Geschachere um die Finanzierung des Corona-Bonus ansehe und das manche durch Kurzarbeit im Frühjahr sogar netto Gehaltseinbußen haben werden, bin ich pessimistisch. Das sendet politisch ganz klar das Signal, dass sich substantiell nichts ändern wird und das bedeutet, wir steuern weiter auf die Totalkatastrophe mit einem riesigen Exodus aus dem Beruf zu, während die Boomer erst in Rente gehen. 5.000€ Bonus pro Kopf der ohne wenn und aber gezahlt wird, wäre tatsächlich ein Signal. Sehe auch keinen Grund, warum man sich das nicht leisten können sollte, wenigstens pro Vollzeitäquivalent.