Asterix

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      Ich konnte heute mal wieder ein Asterix Zitat im Alltag gebrauchen. Ich hatte einen kleinen TK-Kuchen gekauft und meine Freundin sagte mir vorhin ich könne ja nun zwei Stücke für uns auftauen. Also habe ich den Kuchen herausgekommen und mittig geteilt. Sie war davon wenig angetan. "Aber es sind doch zwei," sagte ich auf ihren mahnenden Blick hin ebenso verwundert wie Obelix vor Kleopatra. :huh:
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Außerdem hat er den Kuchen in 3 Teile geteilt und dabei mit der Präzision eines Chirurgen agiert :D

      Aber was für einen Kuchen kann man denn aus dem Tiefkühlschrank nehmen, teilen und dann auftauen lassen? So wie du das schilderst, kann der ja nicht vorgeschnitten. Wenn ich das versuchen würde, hätten wir eine Neuauflage der Legende um Excalibur :D
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Meine Schnittweise hätte tatsächlich etwas Obelix-lastiger sein können für ein perfektes Zitat.
      @Brigthroar Ein scharfes Messer hilft beim Schneiden von Kuchen ungemein. Zudem war der Kuchen aufgrund seiner Zusammensetzung nicht der festeste.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      hmm.. wollt ich mir auch seit langem mal wieder holen. Wie glaube ich schon mal woanders geschrieben, habe ich das letztlich seit Asterix und Maestria nicht mehr. Hatte heute in meiner social media timelime zufällig davon gelesen, u.a. auch die Meinung das die neuen Autoren in den letzten Bänden schon wieder nen besseren Drive gefunden hätten. Wie seht ihr das?
      Auf jeden Fall sind die neuen Bände der beiden neuen Autoren wieder gut. Die Qualität der Asterix-Bände hatte nach dem Tod von Goscinny doch sehr gelitten, Uderzo mag ein begnadeter Zeichner sein, aber gute Geschichten schreiben kann er nicht. Die Bände, die er alleine veröffentlicht hat, sind meiner Meinung nach mittelmäßig bis schlecht. Lediglich Odyssee finde ich recht gelungen und Im Morgenland bietet zumindest hervorragende Bilder (wie eigentlich alle Uderzo-Bände, detailverliebt zeichnen kann er!). Mir ist das Übernatürliche dort und generell bei Uderzo aber zu abgedreht.
      Gallien in Gefahr war dann der absolute Tiefpunkt eines Negativtrends.
      Die neuen Bände sind auf jeden Fall gelungen. Natürlich merkt man dem Zeichenstil an, dass nicht mehr Uderzo zeichnet und der Wortwitz der Geschichten kommt auch nicht an den eines Goscinny heran, aber es sind alles gute bis ordentliche Bände, die bodenständig bleiben und sich auf die Stärken der Reihe konzentrieren.
      Nun gibt es von den neuen Autoren zwei Reisegeschichten (Pikten, Italien) und zwei Dorfgeschichten (Papyrus, Tochter). Viele Reisegeschichten dürfte es in Zukunft nicht mehr geben, da Asterix eigentlich schon überall war bzw. ich nicht weiß wie viel Potenzial die noch unbereisten Gebiete haben, bzw. wie plausibel man eine Reise in solche Gebiete nachvollziehbar machen kann.

      Die Tochter des Vercingetorix bezeichne ich aus folgenden Gründen als den bisher schwächsten Band der beiden neuen Autoren:
      Ich fand die Geschichte nicht besonders originell. Wir hatten bei Normannen schon die Prämisse, dass auf einen jungen Gallier im Dorf aufgepasst werden soll, der anders tickt als die Dorfbewohner. Nun haben wir ein ähnliches Thema: den Generationenkonflikt zwischen den älteren, die ihre Sitten und Bräuche haben (sich kloppen und Wildschweine jagen) und den jungen Leuten (hier auch durch die neu eingeführten Söhne von Automatix und Verleihnix repräsentiert), die die exzessive Bejagung der Wildschweine und die ewigen Keilereien moralisch in Frage stellen und ihren eigenen Weg gehen wollen.
      Natürlich ist das ein aktuelles Thema, was hier von Asterix behandelt wird, für mich war das aber in eine wenig fesselnde Geschichte eingearbeitet. Der Schauplatz ist fast ausschließlich das Dorf oder das Meer, was beides nicht besonders neu oder bildgewaltig ist. Hinzu kommen mir die Römer in den befestigten Lagern deutlich zu kurz. Bisher hatten diese bei Dorfgeschichten auch immer eine zentrale Rolle. Diesmal sind sie quasi komplett außen vor.
      Aber natürlich ist es Asterix! Es gibt natürlich auch Stellen, die herrlich komisch sind und den typischen Humor aufweisen.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Sehr schade, dass mir dieser Thread erst jetzt auffällt. Irgendwie dürfte ich den hier im Vorjahr übersehen haben - ach ja, da wollte ich nicht von der Serie gespoilert werden und war kaum hier, was für ein Kollateralschaden o tempora o mores!

      Der ORF dürfte seherische Fähigkeiten gehabt haben, denn am Sonntag lief der hier bereits mehrfach erwähnte "Asterix erobert Rom", just an dem Tag, an dem Uderzo gestorben sein dürfte.

      Ich sehe es auch so, dass es nach dem Tod von Goscinny bergab ging mit den Comics, gerade aber der "Sohn des Asterix" war da für mich noch einmal ein antizyklisches Wunder.

      Die Tochter des Vercingetorix ist z.B. zwar irgendwie nett, aber der Zauber der früheren Werke lässt sich einfach nicht mehr so ohne weiteres reproduzieren.

      Meine Highlights in so ziemlich jedem Band sind allerdings nicht im gallischen Dorf zuhause, sondern auf hoher See: Die Piraten, deren alter Miesmacher beim programmierten Untergang auch die besten lateinischen Zitate auf Lager hat.

      Alle Bände habe ich nie besessen, und das ist auch gut so, denn mein Vater konnte/wollte nie unterscheiden zwischen Schundheft und Qualität und hat einmal für eine Partyeinladung ein paar Bilder aus "Asterix und Kleopatra" ungefragt rausgeschnitten. Meinem epischen Zorn stand er völlig verständnislos gegenüber.

      Die zeichnerische Qualität dürfte er aber dann doch geschätzt haben, ließ er doch alles andere ungeschoren ...

      Ein Kunsthistoriker, der den Wert von Asterix nicht erkannte - beim Teutates!
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      ssnake wrote:

      Alle Bände habe ich nie besessen, und das ist auch gut so, denn mein Vater konnte/wollte nie unterscheiden zwischen Schundheft und Qualität und hat einmal für eine Partyeinladung ein paar Bilder aus "Asterix und Kleopatra" ungefragt rausgeschnitten. Meinem epischen Zorn stand er völlig verständnislos gegenüber.
      Meine Mutter hat meine Sammlung (von meinem Papa angefangen, von mir weitergeführt) mal meinem damals 10(?)jährigem Neffen in die Hand gedrückt, damit er sie auf dem Flohmarkt verscherbelt! Ein paar ist er nicht losgeworden, die hab ich dann zurück bekommen, aber ein paar waren halt dann einfach futsch.
      Meine Mutter hat auch nicht verstanden, warum ich rechtschaffen wütend war... :monster:(Kam ja noch dazu, dass es durch das gemeinsame Sammeln auch einfach eine Erinnerung an meinen verstorbenen Papa war.)
      Allerdings hat sie mir auch mal vorgeschlagen, ich könnte doch die Bücher, die ich schon gelesen hätte, mal wegschmeißen (meine Bücherregale sind etwas eskaliert...). Auch da hat sie meine Schnappatmung nicht verstanden.

      So ne liebe süße supertolle Frau... aber ... :rolleyes:
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Wie in einem anderem Thread erwähnt, versuche ich gerade die nächste Generation zu inspirieren - mit einem Dialekt-Asterix. Den wollte ich mit dem Filius meiner Holden über Ostern durchackern, nun ja, wird wohl nichts, dummer Virus.

      Die Mundart-Ausgaben finde ich meist noch witziger als die Originale, ich persönlich kenne halt die Ausgaben in meinem Dialekt wie "Da große Grobn" oder eben zuletzt "Kööch um Asterix".

      Aber Asterix spricht ja mittlerweile viele Dialekte, gibts andere Erfahrungen hier?

      Edit: Außer The Dragon Knight?
      Sorry, no dragons in Winterfell!

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      Gestern in memoriam Uderzo brav vier Asterixfilme nacheinander gesehen.

      Sehr gewöhnungsbedürftig wegen der Animation, aber von der animierten Gagdichte her eigentlich erstaunlich gut fand ich "Asterix im Land der Götter" (was nichts anderes als "die Trabantenstadt" ist).

      "Asterix in Amerika" mit Harald Juhnke als Erzähler kommt extrem lahm rüber. "Asterix bei den Wikingern" ist irgendwie ganz lieb und kindergerecht, von den Totenschädelkelchen der Wikinger mal abgesehen, aber auch nicht wirklich so der Burner.

      Operation Hinkelstein, diese Mischung aus "Der Seher" und "Kampf der Häuptlinge" hingegen ist immer noch ein ziemlicher Spass. Irgendwie sind die besten Asterixe (von der Realverfilmungen halte ich generell nicht viel) diejenigen, die sich nicht starr an einem Album orientieren.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

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