Logikfails der 8. Staffel

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      Grunkins wrote:



      Daenerys droht Jon in Staffel 7 an, den Norden gewaltsam zu unterwerfen


      An eine derartige Formulierung ihrerseits kann ich mich nicht erinnern.

      Anschließend hilft sie unter der Prämisse, dass sich der Norden ihr unterwirft.


      Das ist FALSCH!!! Bereits mehrfach belegte ich in diesem Forum, dass Daenerys ihre Hilfe im Kampfe gegen den Nachtkönig und seine Armee von Untoten zugesichert hatte, BEVOR Jon das Knie beugte. Beweis:
      In der letzten Folge sprach Dany in ihrer Ansprache valyrisch, eine Sprache, die weder Jon, Arya noch die Dothraki verstehen, auch nicht aus der Entfernung, wenn Nebengeräusche vorhanden sind.
      Nobody is a villain in their own story. We're all the heroes of our own stories.
      A villain is a hero of the other side.
      GRRM
      Ohne Sansa großartig verteidigen zu wollen, aber ihr Misstrauen hat nachvollziehbare Gründe.
      Es gibt die Szene in der Bibliothek, in der sich beide Frauen kurzzeitig freundlich begegnen - bis Sansa den Norden anspricht. Sie fordert, zugegebenermaßen nicht perfekt diplomatisch, die Unabhängigkeit. Daenerys' Reaktion darauf ist gelinde gesagt seltsam. Sie hatte den Eiseninseln dasselbe versprochen und es ist denkbar, dass Sansa durch Theon davon wusste (Spekulation).
      Später gab es die Feierlichkeiten in Winterfell, die D dazu nutze, Gendry von seinem Bastardnamen zu befreien. Sansa fragt sich sichtlich, warum Jon diese Ehre nicht zu Teil wird. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie noch nichts von seiner wahren Identität.
      Dazu kommt die antrainierte Skepsis, welche Sansa bitter lernen musste. Die hat ja selbst auch einiges hinter sich. Für Sansa ist D eine seltsame Frau mit zwei großen Drachen, also mit sehr viel Macht und (seit der Reaktion in der Bibliothek) einem aus ihrer Sicht unsympathischen Wesen. Eine alarmierende Mischung aus Sansas Sicht.

      Nefertari wrote:

      Ohne Sansa großartig verteidigen zu wollen, aber ihr Misstrauen hat nachvollziehbare Gründe.
      Es gibt die Szene in der Bibliothek, in der sich beide Frauen kurzzeitig freundlich begegnen - bis Sansa den Norden anspricht. Sie fordert, zugegebenermaßen nicht perfekt diplomatisch, die Unabhängigkeit. Daenerys' Reaktion darauf ist gelinde gesagt seltsam. Sie hatte den Eiseninseln dasselbe versprochen und es ist denkbar, dass Sansa durch Theon davon wusste (Spekulation).
      Später gab es die Feierlichkeiten in Winterfell, die D dazu nutze, Gendry von seinem Bastardnamen zu befreien. Sansa fragt sich sichtlich, warum Jon diese Ehre nicht zu Teil wird. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie noch nichts von seiner wahren Identität.
      Dazu kommt die antrainierte Skepsis, welche Sansa bitter lernen musste. Die hat ja selbst auch einiges hinter sich. Für Sansa ist D eine seltsame Frau mit zwei großen Drachen, also mit sehr viel Macht und (seit der Reaktion in der Bibliothek) einem aus ihrer Sicht unsympathischen Wesen. Eine alarmierende Mischung aus Sansas Sicht.
      Das ist alles richtig, es fehlt mMn allerdings der Hauptgrund: wenn ich der Tochter des Mannes begegnen würde, der meinen Großvater und Onkel verbrannt hat, und diese Tochter hat einen Mann und dessen Sohn verbrannt, wäre ich nicht nur misstrauisch, sondern abweisend und feindselig.
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      SuSansa wrote:



      Als er erfuhr, dass sein Vater sein Onkel war und seine Geschwister, die einzige Familie, die er hatte, nicht seine Geschwister sind, war sie jedoch auch nicht für ihn da :( Dass das seine Welt ordentlich durcheinander gewürfelt haben muss, hat sie gar nicht bedacht, sondern sogar von ihm verlangt, sich seiner Familie anzuvertrauen, die natürlich auch ein Recht haben, zu erfahren, dass sein Vater kein Ehebrecher war.


      Tatsächlich zeigte Daenerys in der von Dir beschriebenen Situation nicht unbedingt ein von Empathie und emotionaler Sensibilität getragenes Verhalten gegenüber Jon, was nur noch einmal mehr bezeugt, in welch hohem Maße auch Daenerys von der charakterlichen Entfremdung der 8. Staffel betroffen ist! Denn normalerweise besitzt Daenerys ein sehr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, welches zum Beispiel in der Szene, in der sie voll des Mitleids das Schicksal jenes Mannes betrauerte, dessen Tochter von Drogon lebendigen Leibes verbrannt wurde, in aller Deutlichkeit zum Ausdruck kam. Dieses tragische Ereignis hatte zur Konsequenz, dass sich Daenerys schweren Herzens dazu entschied, ihre eigenen Kinder in Ketten zu legen!

      Aus Mitgefühl mit den Sklaven und Unterdrückten diverser Städte stellte sie mehrfach den Eisernen Thron in den Hintergrund. Ist es angesichts all dieser Fakten realistisch anzunehmen, diese Daenerys hätte sich gerade gegenüber Jon, dem ihre tiefe Liebe gilt, plötzlich verständnislos und unsensibel verhalten, wie es in dem von Dir geschilderten Moment offenbar der Fall war?
      Ich denke, dass wir alle uns in einem Punkt einig sind: Es gab zu wenig bis gar keine Aussprachen unter den Beteiligten. Es liegt völlig im Dunkeln, wie viel der eine vom anderen wusste, wodurch er davon erfuhr und von wem.

      Das hat mich schon in Staffel 7 so unglaublich angekotzt. Anstatt dass sich die drei Stark-Geschwister mal zusammensetzen und einfach mal berichten, was passiert ist und wie es ihnen geht, zicken sie sich an und bedrohen sich.
      Dasselbe ist in Staffel 8 eben wieder passiert. Man setzt sich nicht zusammen hin und spricht miteinander. Man eröffnet reine Fakten und versperrt dem Gegenüber jeden Einblick in die eigene Gefühlswelt. Keiner gibt dem anderen Hintergrundinformationen, zb Jon zu Daenerys: "Tut mir leid Liebes. Ich bin völlig durcheinander. Ich hab wegen meiner Identität überhaupt keine Ahnung, wie ich mich fühlen soll und dann ist da noch dein Vorgehen in bestimmten Situationen, die mich verunsichern. Lass uns da mal drüber sprechen."
      Oder Sansa zu Daenerys: "Unsere gemeinsame Feindin ist Cersei. Das verbindet uns. Cersei kenne ich weil Punkt-Punkt-Punkt. Zuletzt haben wir im Norden das und jenes erlebt und darum habe ich den Wunsch nach Unabhängigkeit. Aber wir sind beides Frauen, die sich hochgekämpft haben und die ums Überleben gekämpft haben. Zwei starke Frauen in Westeros, was sagst du dazu?"
      Oder Bran: "Ich bin kein Stark mehr sondern was anderes. Was genau, erkläre ich euch jetzt."

      Und weil all das nicht passiert ist, haben wir etliche Logikfehler und -löcher in den letzten 13 Episoden. Dafür hat man sich keine Zeit genommen; wir wissen nicht, was an Hintergrundinformationen geflossen ist. Es gibt null Hinweise darauf und die einzige Aussprache unter den Starks gab es bzgl Jons Identität und das wurde uns freundlicherweise verwehrt, sodass auch hier tausend Fragen auftauchen.

      Aus meiner Sicht hätte es einfache Lösungen gegeben für so viele Unklarheiten, die wir jetzt haben.

      Auch "super" finde ich, dass die übrig gebliebene Frauenfraktion ein Haufen Zicken ist. Cersei ist bekloppt, Daenerys ist durchgedreht, Asha motzt, Arya droht und Sansa blockiert. Gott sei dank gibt es dann Davos und Tyrion, die in ihrer Weisheit dann doch noch alles abrunden am Schluss.

      Daenerys I wrote:

      SuSansa wrote:



      Als er erfuhr, dass sein Vater sein Onkel war und seine Geschwister, die einzige Familie, die er hatte, nicht seine Geschwister sind, war sie jedoch auch nicht für ihn da :( Dass das seine Welt ordentlich durcheinander gewürfelt haben muss, hat sie gar nicht bedacht, sondern sogar von ihm verlangt, sich seiner Familie anzuvertrauen, die natürlich auch ein Recht haben, zu erfahren, dass sein Vater kein Ehebrecher war.


      Tatsächlich zeigte Daenerys in der von Dir beschriebenen Situation nicht unbedingt ein von Empathie und emotionaler Sensibilität getragenes Verhalten gegenüber Jon, was nur noch einmal mehr bezeugt, in welch hohem Maße auch Daenerys von der charakterlichen Entfremdung der 8. Staffel betroffen ist! Denn normalerweise besitzt Daenerys ein sehr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, welches zum Beispiel in der Szene, in der sie voll des Mitleids das Schicksal jenes Mannes betrauerte, dessen Tochter von Drogon lebendigen Leibes verbrannt wurde, in aller Deutlichkeit zum Ausdruck kam. Dieses tragische Ereignis hatte zur Konsequenz, dass sich Daenerys schweren Herzens dazu entschied, ihre eigenen Kinder in Ketten zu legen!

      Aus Mitgefühl mit den Sklaven und Unterdrückten diverser Städte stellte sie mehrfach den Eisernen Thron in den Hintergrund. Ist es angesichts all dieser Fakten realistisch anzunehmen, diese Daenerys hätte sich gerade gegenüber Jon, dem ihre tiefe Liebe gilt, plötzlich verständnislos und unsensibel verhalten, wie es in dem von Dir geschilderten Moment offenbar der Fall war?
      Meinst du die gleiche Dany wie ich, die in 2x04 drohte: "When my dragons are grown, we will take back what was stolen from me and destroy those who have wronged me. We will lay waste to armies and burn cities to the ground." In 8x05 führt sie es aus, konsequent. In 5x05 verfüttert sie einen unschuldigen Menschen an ihre Drachen und droht, damit weiterzumachen. Dany Empathie ist nicht vorhanden, sie ist milde zu Menschen, die sich ihr unterwerfen und ihren "bend your knee" Fetisch bedienen, und quält und tötet die anderen.

      Du blendest ihre frühen Schandtaten sehr gerne aus, und willst nicht hinschauen, wenn sie ihre tyrannische Seite einübt.
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      GRRM

      Daenerys I wrote:

      SuSansa wrote:



      Als er erfuhr, dass sein Vater sein Onkel war und seine Geschwister, die einzige Familie, die er hatte, nicht seine Geschwister sind, war sie jedoch auch nicht für ihn da :( Dass das seine Welt ordentlich durcheinander gewürfelt haben muss, hat sie gar nicht bedacht, sondern sogar von ihm verlangt, sich seiner Familie anzuvertrauen, die natürlich auch ein Recht haben, zu erfahren, dass sein Vater kein Ehebrecher war.


      Tatsächlich zeigte Daenerys in der von Dir beschriebenen Situation nicht unbedingt ein von Empathie und emotionaler Sensibilität getragenes Verhalten gegenüber Jon, was nur noch einmal mehr bezeugt, in welch hohem Maße auch Daenerys von der charakterlichen Entfremdung der 8. Staffel betroffen ist! Denn normalerweise besitzt Daenerys ein sehr ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, welches zum Beispiel in der Szene, in der sie voll des Mitleids das Schicksal jenes Mannes betrauerte, dessen Tochter von Drogon lebendigen Leibes verbrannt wurde, in aller Deutlichkeit zum Ausdruck kam. Dieses tragische Ereignis hatte zur Konsequenz, dass sich Daenerys schweren Herzens dazu entschied, ihre eigenen Kinder in Ketten zu legen!

      Aus Mitgefühl mit den Sklaven und Unterdrückten diverser Städte stellte sie mehrfach den Eisernen Thron in den Hintergrund. Ist es angesichts all dieser Fakten realistisch anzunehmen, diese Daenerys hätte sich gerade gegenüber Jon, dem ihre tiefe Liebe gilt, plötzlich verständnislos und unsensibel verhalten, wie es in dem von Dir geschilderten Moment offenbar der Fall war?


      Ich streite doch gar nicht ab, dass sie wirklich gewillt war, eine gute Herscherin zu sein und ein guter Mensch. Doch sie war eben in ihrem Gerechtigkeitssinn häufig auch sehr brutal und von Rache getrieben, was auch mit ihrer Erziehung durch Viserys zusammenhängt. Ich lese gerade den ersten Band und liebe Dany dort, als sie erstmals ihre Freiheit auf dem Pferd geniest und ihre Sexualität mit Khal Drogo erforscht. So ein sympathisches Mädchen. Das ist unbenommen. Doch ihr Gerechtigkeitssinn wurde irgendwann so übertrieben, dass sie so grausam wurde und somit - leider - das Gegenteil von dem gemacht hat, was sie eigentlich wollte: Gerecht zu sein.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      Daenerys I wrote:

      An eine derartige Formulierung ihrerseits kann ich mich nicht erinnern.


      Suche die Szenen irgendwann am Wochenende raus, wenns sein muss. Ansonsten einfach die Dialoge auf Drachenstein aus Staffel 7 angucken oder eben den mit Sansa in Staffel 8. Sie macht in jeder Szene unmissverständlich klar, dass sie den Norden mitregieren wird und nicht vorhat, irgendwelche Unabhängigkeiten zu tolerieren. Wurde allerdings im Daenerys-Thread auch schon mehrfach belegt.
      Das ist FALSCH!!! Bereits mehrfach belegte ich in diesem Forum, dass Daenerys ihre Hilfe im Kampfe gegen den Nachtkönig und seine Armee von Untoten zugesichert hatte, BEVOR Jon das Knie beugte.
      Ok mag sein. Ändert aber natürlich nix daran, dass es zunächst mal auch Selbsterhaltungstrieb und keine selbstlose Hilfe für den Norden ist und Niemand ihr auf Basis dieser Hilfe zu irgendwas verpflichtet ist.
      Tatsächlich zeigte Daenerys in der von Dir beschriebenen Situation nicht unbedingt ein von Empathie und emotionaler Sensibilität getragenes Verhalten gegenüber Jon, was nur noch einmal mehr bezeugt, in welch hohem Maße auch Daenerys von der charakterlichen Entfremdung der 8. Staffel betroffen ist!
      Aus Mitgefühl mit den Sklaven und Unterdrückten diverser Städte stellte sie mehrfach den Eisernen Thron in den Hintergrund. Ist es angesichts all dieser Fakten realistisch anzunehmen, diese Daenerys hätte sich gerade gegenüber Jon, dem ihre tiefe Liebe gilt, plötzlich verständnislos und unsensibel verhalten, wie es in dem von Dir geschilderten Moment offenbar der Fall war?
      Übliche Diskussionsstrategie, Daenerys gutherzige Momente werden zu ihrem Charakter gedeutet, während alle anderen Handlungen offenbar Entfremdungen von diesem Charakter sind. Wieder der übliche Zirkelschluss, wenn irgendetwas gegen Daenerys spricht dann kann das gar nicht gewesen sein weil sie ja an sich gut ist. So kann man seine eigenen Position natürlich unangreifbar machen.

      DailyMotion wrote:



      Du blendest ihre frühen Schandtaten sehr gerne aus, und willst nicht hinschauen, wenn sie ihre tyrannische Seite einübt.


      Wenn man eine Fantasy-Figur zu seiner eigenen Identität macht ist es wahrscheinlich irgendwann schwer das zu reflektieren und zu verleugnen.
      Mit den Infos aus der Serie kann man ziemlich offensichtlich sagen, dass George uns genau das mit Daenerys-Charakter erzählen wollte. Daenerys wird uns als so sympathisch verkauft, dass die meisten gar nicht auf die Idee kommen, ihr Tun und ihr Selbstverständnis zu hinterfragen.
      In der Serie haben wir sogar Erklärbär-Tyrion, der uns offensichtlich ins Gesicht klatscht, das die Message des Handlungsstrangs ist: Böses Handeln wird nicht dadurch besser, dass es böses Handeln gegen böse Menschen ist. Die Zerstörungskraft der Drachen ist niemals gut, egal wie charismatisch die Person ist, der man folgt. Faschistische Militärstrukturen sind extrem gefährlich, auch wenn sie anfangs benutzt werden, um vermeintlich Gutes zu tun. Das höhere Wohl rechtfertigt den Mitteleinsatz nicht.
      Die Rede in S08E06 war sogar eher eine Kommunisten-Rede die von den roten Khmern hätte stammen können ("Wir befreien alle vom Rad, egal was es kostet").

      Trotzdem scheinen es einige immer noch nicht zu checken. Man kann nur hoffen, das sich dieses autokratische Politikverständnis in Fantasy-Geschichten erschöpft und nix mit den realen Positionen zu tun hat.

      Grunkins wrote:

      Kein normaler Mensch unterwirft sich aus Dankbarkeit einer fremden Herrscherin, die noch BEVOR sie irgendwas von den Weißen Wanderern weiß, mit Machtansprüchen und Kriegsdrohungen Herrschaft über ein Königreich einfordert, dass sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Nur weil sie geholfen hat, dankbar zu sein anstatt misstrauisch gegenüber den gestellten Ansprüchen und der militärischen Macht (die Drogon uns vor Augen führt), ist naiver als Ned Stark es jemals war.

      Aber Logik spielt ja keine Rolle, wenn es Pro-Daenerys geht.
      Es spielt ja auch keine Rolle, dass sie gerade jedes Misstrauen gerechtfertigt hat.


      Ich sagte doch, Misstrauen gegen Fremde ist normal, jedoch Sansa war nicht nur misstrauisch. Sie war feindselig und arrogant zu Dany schon bevor der NK in Winterfell war, aber sie sehr wohl wusste, dass er auf dem Weg dahin ist. Und da ist so ein Verhalten sehr wohl unlogisch.

      Und da hier so viele Buchleser sind, ihr glaubt doch bestimmt nicht, dass GRRM seine Lieblingscharaktere entweder wie Idioten oder Unsympathen handeln lässt, nur um irgendwie sein gewünschtes Ende hinzubiegen. Das wird er mit Sicherheit nicht tun. Doch genau das hat die Serie getan und das muss nicht jedem gefallen.

      Annela wrote:

      Und da hier so viele Buchleser sind, ihr glaubt doch bestimmt nicht, dass GRRM seine Lieblingscharaktere entweder wie Idioten oder Unsympathen handeln lässt, nur um irgendwie sein gewünschtes Ende hinzubiegen. Das wird er mit Sicherheit nicht tun. Doch genau das hat die Serie getan und das muss nicht jedem gefallen.

      Mir war Dany nur ganz zu Beginn sympathisch. Ich kann nur schwer verstehen, wie man sie nach den Kreuzigungen noch sympathisch finden kann, geschweige denn mit ihr mitfiebern. Aber ich bin nur ein alter Mann und verstehe nichts von den Dingen dieser Social Media - Welt.
      HODOR !

      SuSansa wrote:

      Ich lese gerade den ersten Band und liebe Dany dort, als sie erstmals ihre Freiheit auf dem Pferd geniest und ihre Sexualität mit Khal Drogo erforscht.
      OT --- Apropos Bücher. Ich komme glaube ich auch langsam auf den Geschmack. Liest sich das englische Original eigentlich gut. Oder ist auch die deutsche Übersetzung empfehlenswert, falls denn nicht ein paar nette Nuancen dabei flöten gegangen sind?
      Das englische Original liest sich gut. Die Übersetzung ist bei Namen und Eigennamen meiner Meinung nach furchtbar. Auf der anderen Seite ist es wahrscheinlch in Ordnung, wenn man die Serie synchronisiert gesehen hat, da hier die Namen aus der Übersetzung genommen hat.
      I've come to the point in my life where I need a stronger word than "FUCK".

      Ser Durne wrote:

      Oder ist auch die deutsche Übersetzung empfehlenswert, falls denn nicht ein paar nette Nuancen dabei flöten gegangen sind?
      Das ganze Flair ist anders, es liest sich eher wie ein Märchenbuch, anders kann ichs nicht sagen. Feinheiten gehen auch massenweise verloren. Wenn möglich - im Original lesen, das macht hier wirklich Sinn, die Übersetzung ist übel misslungen.
      HODOR !
      Bezüglich der Charakterentwicklung von Daenerys in der literarischen Vorlage zitiere ich mich mal selbst von meiner Pinnwand: Aus welchem Grunde nennt der Autor (Martin) die Daenerys in seinen Büchern selbst stets bei ihrem kosenden Spitznamen (Dany)? Etwa weil er plant, sie im späteren Verlaufe der Handlung zu einem Stalin-Äquivalent zu transformieren, sodass sich den Lesern infolge dessen der Eindruck aufdrängen könnte, er sympathisiere mit faschistischen Diktatoren? Nonsens! In den Büchern wird es keine in Massen mordende und Städte auslöschende Daenerys geben. Vertrittst Du eine andere Auffassung, beantworte doch die Frage, welche Figur mit maliziöser Charakterstruktur (Joffrey Baratheon, Walder Frey, Ramsay Bolton etc.) DER AUTOR in seinen literarischen ASoIaF-Werken immer wieder beim Kosenamen nennt.

      Ser Durne wrote:

      Liest sich das englische Original eigentlich gut. Oder ist auch die deutsche Übersetzung empfehlenswert, falls denn nicht ein paar nette Nuancen dabei flöten gegangen sind?

      Das geht gut zu lesen, und ich bin jetzt kein Englisch-profi. Wenn du dir die kindle-App holst, müsstest du dir eine Leseprobe runterladen können.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      Daenerys I wrote:

      Aus welchem Grunde nennt der Autor (Martin) die Daenerys in seinen Büchern selbst stets bei ihrem kosenden Spitznamen (Dany)? Etwa weil er plant, sie im späteren Verlaufe der Handlung zu einem Stalin-Äquivalent zu transformieren, sodass sich den Lesern infolge dessen der Eindruck aufdrängen könnte, er sympathisiere mit faschistischen Diktatoren? Nonsens!

      GRRM macht das, damit der Leser hinterfragt, wie einfach es ist, auf totalitäre Führer reinzufallen, ja, genau das denke ich steckt da dahinter.
      Und genau das ist passiert, weltweit, bei Millionen von Fans. Der totalitäre Führer ist halt hier als Märchenprinzessin getarnt, das mag gemein sein vom Autor, ist aber auch genial.
      Das sollte die Fans eigentlich nachdenklich machen, und nicht wütend auf die Barrikaden bringen, aber die TV-Serie ist einfach gescheitert, das rüberzubringen, vermutlich, weil D+D diesen Ansatz gar nicht kapiert haben.
      Das meine ich alles im Ernst.
      Und es tut mir wirklich leid.
      HODOR !

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      hodor wrote:

      Mir war Dany nur ganz zu Beginn sympathisch. Ich kann nur schwer verstehen, wie man sie nach den Kreuzigungen noch sympathisch finden kann, geschweige denn mit ihr mitfiebern. Aber ich bin nur ein alter Mann und verstehe nichts von den Dingen dieser Social Media - Welt


      Von Dany abgesehen, gibt es da z.B. auch noch Tyrion. Ich denke jetzt auch, dass er in den Büchern maßgeblich an Danys Niedergang beteiligt sein wird, aber dies nicht, weil er plötzlich zum Heiligen Tyrion mutiert, der keiner Fliege mehr etwas zuleide tun kann. Nein, er wird dort vermutlich sehr bewusst und auf hinterhältige Art gegen Dany intrigieren und versuchen sie zu sabotieren. Die Vorstellung gefällt mir zwar auch nicht, aber es wird wenigstens nachvollziehbar sein und keiner wird sich fragen müssen, warum Tyrion plötzlich seinen scharfen Verstand verloren hat.

      Future-Trunks wrote:

      Naja. Sagen wir so. Sie handelt nicht unlogisch, sondern du findest sie handelt unlogisch. Die meisten anderen finden ihr Verhalten durchaus logisch und nachvollziehbar, erst recht vor dem Hintergrund ihres charakters und ihrer Erlebnisse.


      Gut, dann habt ihr ein anderes Verständnis von Verhaltensweisen in Notsituationen. Ich weiß nur, wenn ich sicher bin, da kommen ein paar, die mich töten werden, allein habe ich keine Chance gegen die, und es naht dann unverhofft Hilfe von einer fremden Person, da bin ich erstmal froh und erleichtert und bestimmt nicht hochnäsig und abweisend.
      @Daenerys IGeorge schreibt aus der Sicht von Daenerys - sie ist ein POV-Charakter - bei allen anderen von dir genannten Figuren wird nicht aus deren Sicht erzählt, wieso sollten da dann aus der Sicht anderer POVs Spitznamen genutzt werden? Deine Argumentation ist absurd!
      Was das Verwenden eines Spitznamens mit
      Charakterentwicklung zu tun haben soll, erschließt sich mir zudem absolut nicht.
      Die Mad Queen-Theorie gab es lange, bevor die Serie überhaupt existierte - Warum? Weil es etliche Anzeichen dafür in den Büchern gibt.
      Der Weg, den die Serie wählt ist sicherlich diskutabel,
      das Ergebnis in den Büchern wird aber
      mit hoher Wahrscheinlichkeit identisch sein - zumindest was Daenerys betrifft.

      Im Übrigen könnte ich mir vorstellen, dass George einfach sehr häufig die Kurzform Dany benutzt, weil man sich bei Daenerys in 100 Fällen 30 mal vertippt.
      Das ist zumindest deutlich plausibler, als irgendwelche FanFicWahnArgumentionen.

      Ein Lannister begleicht stets seine Schulden!