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Episode 8x05 - The Bells

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      Scooby Doom wrote:

      Falls jemand diese Meisterwerke noch nicht kennt, Game of Thrones WTF Editions bei Youtube. Genial!



      Selbst als großer Lord of the Weed "Fan" (ich mag stumpfe Unterhaltung also manchmal) empfinde ich das einfach nur als maximal unlustig und billig.

      SuSansa wrote:

      Hodor23 wrote:


      Und von wegen "Dumm und Dümmer" und so ein Quatsch, das zeigt ja jetzt auch, dass sie von Anfang an wussten, wo es mit dem Charakter hingeht und es trotzdem geschafft haben (dabei nichtsdestotrotz die entscheidenden Hinweise schon einstreuend), dass viele den Charakter wirklich mochten, manche sogar als Lieblingscharakter, also den Effekt, der GRRM vorschwebte, perfekt für das Medium Fernsehen zu reproduzieren!


      Ich mag diese Bezeichnung auch überhaupt nicht. Die Serie war über sechs Staffeln gut, und auch wenn sie seit Beginn der siebte Staffel zu überhastet erzählt wurde, ist alles andere immer noch auf einem hohen Niveau, zum Beispiel die Schauspieler, die Inszenierung, die Ausstattung etc. Aber soll ja auch Leute geben, die JJ Abrams wegen Lost hassen. Mir hat das Ende von Breaking Bad auch nicht gefallen, aber gut ... Leben ging weiter. Kritik gerne, ohne könnte man ja nicht diskutieren, aber sobald es so emotional aufgeladen ist, so hasserfüllt wirkt, wird es mir unheimlich. Es ist am Ende nur eine Unterhaltungsserie - und meiner Meinung nach immer noch eine gute Serie, und das sage ich, obwohl ich einige Kritikpunkte total verstehen kann und auch teile.

      Und gerade bei Dany kann ich die Kritik nicht nachvollziehen, die war genial vorbereitet und nun wird es uns gruseln, sie bei Rewatch zu sehen.



      Ich finde jetzt nicht, dass Bezeichnungen wie "Dumm und Dümmer" auch nur ansatzweise in eine Schublade mit Hass oder vergleichbaren Gefühlen/Empfindungen gesteckt werden kann. Viel mehr ist es ein Ausdruck der Enttäuschung, die Aussage, die dahinter steht ist: Sie haben die Serie (ab einem gewissen Punkt) wesentlich schlechter umgesetzt als man sich das gewünscht hätte (nicht als man es selber umgesetzt hätte, ich glaube Florian stellt diese Forderung ja immer wieder).

      Auch wird damit nicht die Arbeit der Personen drummherum kritisiert, sondern lediglich, die der zwei Personen, die für das Drehbuch zuständig sind. Ich habe z.B. großen Respekt vor den Kostüm- und Kulissenbauern, auch vor den Schauspielern. Aber grade deren Arbeit wird durch D&D (meiner Ansicht nach) entwertet.

      Es ist halt doppelt schade, wenn die Leute, die die Kostüme entwerfen unendlich detailverliebt sind, aber die Produzenten von Details halt nur genervt sind. Es machen verdammt viele Leute verdammt gute Arbeit, aber am Drehbuch können die leider auch nichts ändern.

      Hodor23 wrote:


      Weil er ihr Geburtsrecht ist und "man ihn ihr unrechtmäßig raubte". D.h. das war besser gesagt zunächst der Antrieb von Viserys, das hätte ja schon das erste Warnzeichen sein sollen, zumal wir bei Viserys sofort bereit waren zu akzeptieren, dass das Geburtsrecht noch lange nicht so jemanden als König rechtfertigt (und dann auch noch Joffrey, als zusätzlicher Hinweis...). Und Dany ist besser als er, weil... sie unter ihm gelitten hat... Moment, was?... Viserys hat ihr übel mitgespielt und sie emanzipiert sich gegen ihn, juhu, gut für sie (oder zumindest für ihr Ego in diesem Moment). Die Tatsache, dass er ihr übel mitgespielt hat, rechtfertigt aber nicht nur nicht, tatenlos mitanzusehen, wie Drogo ihn brutal ermordet, es erklärt vor Allem nicht (und das ist das viel größere Problem), warum es deswegen was Gutes sein sollte, dass sie seinen Platz einnimmt und denselben von der Grundidee her schon absurden Kurs weiterfährt, nur diesmal "richtig" und mit dem benötigten Durchsetzungsvermögen. Wenn überhaupt macht sie das schlimmer als ihn. Bei all dem muss man aber bedenken, dass sie nicht dumm ist. Auch ist sie eben ein menschliches Wesen und wir alle wollen gut sein. Das Problem ist nur, dass sie, jedesmal wenn sie damit scheitert, wieder auf Gewalt zurückgreift, was entlarvt -und zwar schon ziemlich am Anfang- dass sie -entgegen dem, was sie sich erfolgreich selbst einredet, weshalb es ihr auch andere leicht mal abkaufen- mehr daran interessiert ist, für einen guten Menschen gehalten zu werden als wirklich einer zu sein (was immer das nun im Einzelnen heißt, es ist halt auch ein komplexes Thema). Oder auch einfach nicht weiß, wie man das macht, jedenfalls sind ihre Grundvoraussetzungen zum Lernen von Empathie denkbar ungünstig, ganz ähnlich wie bei Joffrey!


      Sorry, aber das ist in jeder Hinsicht eine Lächerlichkeit ohnegleichen. Viserys hat ihr und ihrem unschuldigen (!) Kind explizit den Tod angedroht. Du betreibst nichts anderes als Beleidigung der Opfer. Die Tötung von Viserys ist in jedem Hinblick absolut gerechtfertigt und notwendig.


      Hodor23 wrote:


      In Qarth geht sie dann ausschließlich nur mit Gewalt und Drohungen vor und tötet zwei Menschen auf sadistischst denkbare Weise, dafür,dass sie sie belogen haben!


      Wow, die haben ja nur ihre Drachen gestohlen, habt Mitleid mit Dieben und Entführern...

      Post was edited 1 time, last by “Tyraxes” ().

      HappyTime wrote:

      SuSansa wrote:

      Die Serie war über sechs Staffeln gut,

      Sorry, Einspruch.
      Das wird jetzt vielleicht etwas zu grundsätzlich, aber ab Staffel 4 haben die Herren es vergeigt.
      Das sehe ich auch so. Es hängt vor allem mit den Buchmaterial Georges zusammen. Die Showrunner (die ich immer D+D nenne, da kann dann jeder reinlesen was er will, ich lese ein vertrautes David and Dan) haben ihre eigene Art des Storytellings angewendet, die sich von der Georges grundsätzlich unterscheidet, und so haben wir praktisch zwei verschiedene GOT-Serien hintereinander. Besser als ich erkärt das dieser Artikel, den ich gefunden habe. Er ist etwas intellektuell, aber es lohnt sich imho. Er erklärt auch gut die emotionalen Reaktionen, die wir gerade erleben.
      HODOR !

      hodor wrote:

      HappyTime wrote:

      SuSansa wrote:

      Die Serie war über sechs Staffeln gut,

      Sorry, Einspruch.
      Das wird jetzt vielleicht etwas zu grundsätzlich, aber ab Staffel 4 haben die Herren es vergeigt.
      Das sehe ich auch so. Es hängt vor allem mit den Buchmaterial Georges zusammen. Die Showrunner (die ich immer D+D nenne, da kann dann jeder reinlesen was er will, ich lese ein vertrautes David and Dan) haben ihre eigene Art des Storytellings angewendet, die sich von der Georges grundsätzlich unterscheidet, und so haben wir praktisch zwei verschiedene GOT-Serien hintereinander. Besser als ich erkärt das dieser Artikel, den ich gefunden habe. Er ist etwas intellektuell, aber es lohnt sich imho. Er erklärt auch gut die emotionalen Reaktionen, die wir gerade erleben.

      Danke für den Artikel der war wirklich Interessant!
      @Hodor23: Auch vielen Dank für deine Ausführungen. Die verdeutlichen und fassen den Handlungstrang sehr gut zusammen.

      Danaerys hatte wenig andere Wahl, als Gewalt anzuwenden, ähnlich wie auch Cersei. "I choose violence." Und sie wählen diesen Weg, nicht, weil sie wollen, sondern weil die alternative wäre ihren Handlungsspielraum aufzugeben. Ich wage sogar zu behaupten, dass das für fast alle Figuren gilt, insbesondere aber für die weiblichen. Es liegt an der Gesellschaftstruktur und damit sind wir wieder bei der soziologischen Erzählweise aus dem Artikel. Ich wage aber jetzt zu behaupten, dass das noch auf Martins Feder zurück zu führen ist, denn genau das zeigt er uns im Lied.
      Ich bin auch fest davon überzeugt das Danaerys keine Wahl hatte, als Kings Landing früher oder später nieder zu brennen. Sie hat, auf anraten der Berater, versucht das zu vermeiden und letztendlich ist das Resultat noch viel schrecklicher geworden. ABER die Serienumsetzung hat sich auf diese Unvermeintlichkeit nicht bezogen, indem sie Kings Landing vollständig hat kapitulieren lassen. Einen Angriff auf die Red Keep selbst nach der Kapitulation, hielt ich an dieser Stelle sogar für notwendig. Die Serie hat aber Danaerys einfach durch drehen lassen, irgendwie im Affekt, aber ohne ganz konkreten Auslöser und genau das hat mich geärgert.
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      Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.
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      Ich weiß nicht, ob es bei den Videos darum geht, dass es Leute nicht verstanden haben. Ich finde die super gut gemacht und sehe die sehr gerne, wenn auch eher als kleine Zusammenfassung.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      Lady Jaz wrote:

      Die Reise von KL nach WF dauert 4 Wochen.
      1. Staffel, 1. Episode, nachdem Robert in Winterfell eintrifft und Cersei sich beschwert ob er nach der Reise jetzt unbedingt in die Gruft muss...

      Das habe ich schon ganz oft gelesen. Ich finde, man muss es etwas einschränken. Der königliche Troß mit Kutschen und Königin und Zofen usw. braucht vier Wochen von KingsLanding bis Winterfell. Ich meine, dass man getrost davon ausgehen darf, dass ein Heer schneller reist und ein Reiter / eine kleine Gruppe Reiter die Strecke noch einmal erheblich schneller schaffen kann.

      Jaehaerys wrote:

      Teil 2: Grey Worm's Wandlung fand ich merkwürdigerweise unglaubwürdiger als die von Danaerys, bisher wirkte er auf mich zwar sehr loyal, aber nicht zu Sadismus und dem abmetzeln Unschuldiger neigend.

      Hm.... was war bei Grey Worm die Wandlung? Dieselben Taten hat er zuvor ganz genau so auf Befehl ausgeführt - nur ohne emotionale innere Beteiligung, wie ein Roboter. Nach Missandeis Tod verspürt er bei der Befehlsausführung Hass, Rache, Wut und will es auch aus eigenem Antrieb tun.... die Taten an sich sind gleich geblieben.
      Man neigt wohl dazu, das Ganze zu sehr aus der Tätersicht zu betrachten. Für die Opfer spielt es keine Rolle, ob Grey Worm nur unbeteiligt einen Befehl ausführt oder den Befehl aus Rache auch selbst ausführen will.

      MrMorden wrote:

      Sehr gern sobald dieser unsinnige Drachen = Atombomben Vergleich vergessen wird .

      Wäre es möglich, dass solche Aussagen von GRRM vielleicht missverstanden wurden? Wenn er sagt, dass Drachen wie Atombomben sind, dann meint er womöglich einfach nur, dass Drachen die ultimative Waffe in Westeros sind, so wie die Atombombe die ultimative Waffe bei uns ist - und wollte mehr gar nicht sagen?
      Oder auch wenn GRRM den Nachtkönig mit dem Klimawandel vergleicht. Damit setzt er die Figur mit einer menschengemachten - in dem Fall Kinder-des-Waldes gemachten - Naturkatastrophe gleich. Die ist natürlich nicht im moralischen Sinne "böse" - nur eben absolut unerbittlich in ihrem Voranschreiten und man kann mit einer Naturkatastrophe nun einmal nicht verhandeln oder auf Einsicht oder Zusammenarbeit hoffen. Aber man könnte ihn (also Nachtkönig wie Klimawandel) mit vereinten Kräften abwenden.

      SuSansa wrote:

      ragas17 wrote:

      GRRM kann jedenfalls nicht glücklich damit sein.
      Schaut doch mal im Thread Mögliche Schlussfolgerungen nach. Ich denke, dass der Strang um Dany der einzige Strang ist, den GRRM so angelegt und geplant hat. Und ich denke, er wird mit vielem unglücklich sein, aber nicht mit dieser Entwicklung.

      Das denke ich auch. Ich verneige mich an der Stelle vor @Hodor23 !
      Wahnsinnig gut, wie sorgfältig und ausführlich und vor allem überzeugend Du die Entwicklung von Danerys hier im Thread dargelegt hast.

      Maegwin wrote:

      Als Hauptwortführer der Anti-Dany-Buchfraktion muss ich abermals einwerfen, dass ich das WIE auf den letzten Metern quatschig finde. Danaerys ist immer eskaliert, wenn sie auf Gegenwehr gestoßen ist. Es wäre logisch, wenn die Kurve abflacht und ein sehr geringer Anlass seitens der Bevölkerung sie zu diesem Schritt veranlasst. Den sind D&D aber (absichtlich) schuldig geblieben.

      Außer man lässt Sansas renitente Weigerung, dass sie und der Norden sich unterwerfen und Daenerys als Königin anerkennen als (Mit-) Anlass gelten? Ebenso wie man es als (Mit-)Anlass betrachten kann, dass die Bevölkerung zwar kapituliert - es aber keinerlei Jubel gibt oder Daenerys gar als Befreierin dankbar gefeiert würde - es herrscht nur Schweigen.

      Interessant wäre sicherlich auch die Frage, wie die anderen Königsländer Danys Abfackeln von KL denn so finden? ….

      Ich meine, dass in der Beantwortung dieser Frage einer der Gründe liegt, aus denen Daenerys das getan hat. Wie wird das Abfackeln der Bewohner von KingsLanding wohl auf die Bewohner anderer Städte und auf die anderen Herrscher der jeweiligen Königsländer wirken? ich würde sagen: massiv einschüchternd.

      Die goldene Kompanie war wohl das sinnloseste der ganzen Staffel, nichts was man nicht auch lösen hätte können wenn man Cersei halt ein paar 1000 Mann mehr Lannistersoldaten gegeben hätte. Die Soldaten vermehren sich diese Staffel ja eh wie D&D es gerade brauchen. Das einzige was das vielleicht noch topt ist der Kampf zwischen Euron und Jaime, dafür fehlen mir eigentlich die Worte.

      Das hätte so von mir sein können ^^ . Die goldene Kompanie hab ich wie eine Slapstickeinlage empfunden - voll die Lachnummer. Deren einziger Zweck war wirklich, zu zeigen, dass Cersei sogar die Rettung der Menschheit im Norden noch für sich selbst auszuschlachten weiß, in dem sie weiter aufrüstet.
      Und ja - Euron vs Jamie war einfach nur zum Fremdschämen peinlich.

      Bogues wrote:

      Ich kenne persönlich keine Romanreihe in welcher es soviel tief gezeichnete Charaktäre und Erzählstränge gibt welche man nun eben gut (bzw PERFEKT) zusammenziehen will.

      Ich bin wirklich neugierig, ob ich das beim Lesen auch so empfinden werde.
      Hinsichtlich der Serie kann ich es aus meiner Sicht nicht bestätigen. Da empfinde ich die Figuren als erbaulich simpel gestrickt. Schattierungen erfahren sie eigentlich überhaupt erst durch den Zuschauer selbst. Nämlich wenn der anfängt, für sie und ihr Verhalten nach Begründungen und Rechtfertigungen und Entschuldigungen zu suchen oder nicht zu suchen. Immer abhängig davon, ob und wie stark er von ihnen eingenommen ist oder nicht.

      Brigthroar wrote:

      Ich sage eher, dass diejenigen, die der Serie den Mainstream absprechen wollen, der Überzeugung sind, das Mainstream=mies bedeutet. Mainstream bedeutet, dass die Serie eine extreme Popularität erreicht hat und auch Menschen erreicht, die nichts mit Fantasy zu tun haben.... Die Sendung prägt derzeit das Fernsehen.

      DailyMotion wrote:

      Brigthroar wrote:

      Game of Thrones ist sowas von im Mainstream! Nur weil du niemanden kennst, heißt es nicht, dass GoT nicht populär ist
      Für mich ist Mainstream != populär. GoT ist populär geworden, eben weil es nicht Mainstream ist. Mainstream heißt für mich, nach dem vermeintlichen Massengeschmack produziert.

      Wenn GoT nicht nach Massengeschmack produziert ist, dann weiß ichs nicht. Da wurde doch nun wirklich sehr darauf geachtet, dass für jeden was dabei ist. Eine verschachtelte Geschichte, Intrigen und Ränkeschmiederei, Schlachten, Fantasy, Mittelalter, Porno, Splatter, CGI Effekte….. Muss ich noch weiter machen?

      Florian288 wrote:

      hodor wrote:

      Ihnen hat die Geschichte sehr gefallen, ganz bestimmt. Aber sie haben halt nicht wirklich zu Ende gedacht, was in den Büchern alles drin steckt. Sie wirken auch in allen Interviews eher oberflächlich.
      Wenn ich hier mitlesen denke ich Ihr bewertet die letzte Folge TWD oder Köln 50667.

      Na ja... vielleicht wollten sie das nicht aus den unveröffentlichten Romanen vorweg nehmen? Wenn sie alles explizit nach Absprache mit GRRM erklären würden, würden es womöglich erheblich weniger Leute selbst lesen. So als freundlichere Lesart?
      Und hmhm…. also die Bemerkung zu TWD hab ich jetzt mal überlesen :vain: :D

      Brigthroar wrote:

      Allgemein entwerten D&D das Gezeigte auch regelmäßig mit ihren Aussagen. Dass sich Arya noch die Chance nehmen lässt, Cersei zu töten, als sie bereits im Red Keep war, wirkte ja auf ein paar Leute hier merkwürdig. Ich fand die Szene an und für sich stimmig. D&D kommen jetzt aber im Inside the Episode und erklären, dass sie Arya nur nach King's Landing geschrieben haben, um ein bekanntes Gesicht im Inferno zu haben und den Zuschauer emotionaler einzubinden. Den Charakter irgendwo zu platzieren, nur damit er da ist, fühlt sich für mich auch nicht richtig an. Wenn ich mich frage, warum Arya sich so kurz vorm Ziel noch davon abbringen lässt und die Antwort ist: "Weil wir sie in der Stadt brauchten!", finde ich die Antwort unbefriedigend.

      Das ist als Antwort auch unbefriedigend. Vor dem Hintergrund, dass die Romane aus Figurenperspektive geschrieben sind, würde ich vermuten, dass Aryas Abkehr von der Vollendung ihrer Rache ein Moment ist, in dem sich sehr viel IN der Figur abspielt. Das läßt sich visuell kaum darstellen. Und wenn die Macher den inneren Monolog aus den Romanen vorweg nehmen, um es zu erklären, wäre es für die Bücher halt auch irgendwie doof.
      Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es da zu einem Missverständnis gekommen ist? Und dass D&D gemeint haben, dass sie die Szenen in KingsLanding um Aryas Weg durch die Stadt herum geschrieben haben, damit der Zuschauer das Inferno mit einer bekannten Figur erlebt? Und dass das gar nicht die Erklärung dafür sein sollte, dass Arya ihre Rache aufgibt?

      Brigthroar wrote:

      Wenn Daenerys ihren Drachen verliert, ich mich wundere, wie sie mehrere Schiffe übersehen kann und die Antwort ist "Weil sie den Feind vergessen hat!", finde ich die Antwort unbefriedigend.Mit der Begründung für Daenerys Durchdrehen bin ich ebenfalls nicht glücklich, denn dass sie alles niederbrennt, kann man begründen, aber doch nicht so!

      Im Grunde genau so wie oben bei Arya. Daenerys ist auf der Rückreise allein mit ihren Drachen und hat sehr vieles aus Winterfell innerlich aufzuarbeiten und zu verarbeiten. Da kann es schon einmal passieren, dass man etwas übersieht oder an etwas nicht mehr denkt. Nur wie visuell darstellen? Auch an der Stelle kann ich mir für den Roman sehr gut einen umfangreichen inneren Monolog vorstellen.
      Ich denke, der Gewaltexzess von Daenerys begründet sich zu einem Teil aus der Entwicklung, die @Hodor23 so beeindruckend dargelegt hat. Um es rund zu machen, benötigt man aber noch Daenerys Rede in Folge 6. Insofern war es dramaturgisch gut gemacht, dass man das erst in der nächsten Folge erfährt.
      Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

      Voltaire
      (1694 - 1778)
      Außer man lässt Sansas renitente Weigerung, dass sie und der Norden sich unterwerfen und Daenerys als Königin anerkennen als (Mit-) Anlass gelten? Ebenso wie man es als (Mit-)Anlass betrachten kann, dass die Bevölkerung zwar kapituliert - es aber keinerlei Jubel gibt oder Daenerys gar als Befreierin dankbar gefeiert würde - es herrscht nur Schweigen.


      Das erstere ist sicher ein Mitanlass, aber mir zu zeitverzögert. D&D haben ja gesagt, dass sie den Entschluss erst vor Ort gefasst hat also sollte es dafür einen nachvollziehbaren Grund geben. Irgendeinen zumindest kleinen Trigger - und wenn es nur ein kleines Kind ist, das beim Anblick des Drachen heult.
      Der Nichtjubel ist für mich zu wenig, damit musste sie schon seit längerer Zeit rechnen. Tatsächlich finde ich, dass sie insgesamt durchaus genug Gründe hatte, nur eben nicht für eine Überreaktion zu diesem Zeitpunkt.
      I have been despised by better men than you.