Die Spin-Off-Welle kommt

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      Springer wrote:

      Es stellt sich schon die Frage, was hier eigentlich abgeht. Ein User, der seit 6 Monaten nicht mehr gepostet hat und an der Diskussion nicht beteiligt war, bringt unnötig zusätzliche - @Maegwin reicht doch schon - Schärfe rein:

      Ich bin seit etlichen Jahren im Forum angemeldet und poste auch mal mehrere Jahre nicht. Ist bei dir glaube ich nicht anders gewesen (zumindest kann ich mich über einen ziemlich langen Zeitraum an nichts von dir erinnern). Aber dann warst du wieder da und hast random Aussagen von Leuten zu Lego, Fußball etc. aufgegriffen und daraus irgendwelche verqueren Grundsatzdiskussionen gemacht, die stark an deinem Leseverständnis zweifeln ließen. Was will er also?

      Zu dem Kleiderthema: Maegwin sagt, sie findet die Kleidung scheußlich, weil verzierter Kartoffelsack, und ab genau diesem Punkt ist wahlweise die Kleidung realistisch, weil Mittelalter, oder die Kleidung muss sich nicht am Mittelalter orientieren, weil Fantasy. Für mich läuft das am Ende einfach darauf hinaus, dass man selber die Kleidung in Ordnung findet und das gegenüber anderen rationalisieren will. Und es sei jedem gegönnt, einen verzierten Kartoffelsack (ja, polemisch) gut zu finden, an dem Punkt passt in meinen Augen aber die Analogie, einem Weinkenner (ich würde mich nicht für einen halten) zu erzählen, dass der Wein aus dem Tetrapack gut ist. Ist erstmal überhaupt nicht schlimm, und wenn es schmeckt, ist doch alles gut. Wenn man aber anfängt, das Tetrapack mit einem hochwertigen Primitivo gleichzusetzen, wird es schwierig.
      "You're going to fight that?"
      "I'm going to kill that."

      Ser Oberyn Martell wrote:

      Springer wrote:

      Es stellt sich schon die Frage, was hier eigentlich abgeht. Ein User, der seit 6 Monaten nicht mehr gepostet hat und an der Diskussion nicht beteiligt war, bringt unnötig zusätzliche - @Maegwin reicht doch schon - Schärfe rein:

      Ich bin seit etlichen Jahren im Forum angemeldet und poste auch mal mehrere Jahre nicht. Ist bei dir glaube ich nicht anders gewesen (zumindest kann ich mich über einen ziemlich langen Zeitraum an nichts von dir erinnern). Aber dann warst du wieder da und hast random Aussagen von Leuten zu Lego, Fußball etc. aufgegriffen und daraus irgendwelche verqueren Grundsatzdiskussionen gemacht, die stark an deinem Leseverständnis zweifeln ließen. Was will er also?
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      Netter Versuch. Ich bin nach einer langen Pause aber nicht im ersten Posting als Trittbrettfahrer eingestiegen und habe jemanden beleidigt. Außerdem brauche ich nicht den Windschatten von anderen Leuten (in dem Falle zufällig) maegwin. Du kommst bei mir jedenfalls auf ignore.
      Ich äußere mich im Forum normalerweise nicht zum Userverhalten, sondern lagere alles auf PMs aus - ich wüsste allerdings nicht wie ich technisch drei Leute mit Querverweisen gleichzeitig erreichen soll, deshalb schreibe ich es hier rein.
      Allerdings kann dieser Post anschließend ebenso weg wie meine Bitte um Verschiebung der Kommentare zur Kleidung. Oder in den Thread zum Userverhalten, ist mir gleich.

      Auch die Maegwin ist hin- und wieder mal ein paar Monate am Stück aus dem Forum weg. Zu meinem großen Erstaunen entstehen trotz der Abwesenheit meines repressiven Ichs keine blühenden Diskussionslandschaften zu einem toten Buch und einer toten Serie. Es ist aus meiner Sicht eine absolute Selbstverständlichkeit, dass sich jeder User zu jeder Zeit in jede Diskussion einschalten kann, vollkommen gleichgültig ob er 1, 10 oder 10.000 Beiträge auf dem Konto hat.
      Mit der gleichen Selbstverständlichkeit kann man dabei Positionen einnehmen, die bereits ein anderer User vertreten hat. Einzige Voraussetzung ist dabei aus meiner Sicht, dass man sich fairerweise mit dem Vorverlauf der Diskussion auseinandergesetzt hat bevor man sich einschaltet.

      Wofür ich hingegen deutlich weniger Verständnis habe, sind Moderationshinweise von an der Diskussion völlig Unbeteiligten. Drückt doch bitte auf den Meldebutton und lebt mit dem Ergebnis.
      I have been despised by better men than you.

      Maegwin wrote:

      Auch die Maegwin ist hin- und wieder mal ein paar Monate am Stück aus dem Forum weg. Zu meinem großen Erstaunen entstehen trotz der Abwesenheit meines repressiven Ichs keine blühenden Diskussionslandschaften zu einem toten Buch und einer toten Serie.
      Um hier auf einigermassen elegante Weise zum Threadthema zurückzukommen, hehe: Wie seht Ihr das - werden die Spinoffs eigentlich erfolgreich sein? Gibt es wieder einen Hype, und das Forum belebt sich wieder, wenn die erste neue Serie läuft?
      Ich bin mir nicht sicher - ich finde nicht, dass die Serie tot ist, aber ich sehe auch nicht, dass das riesengroße, Franchise, das HBO aufbauen will, wirklich erfolgsversprechend aussieht.
      HODOR !

      hodor wrote:

      Um hier auf einigermassen elegante Weise zum Threadthema zurückzukommen, hehe: Wie seht Ihr das - werden die Spinoffs eigentlich erfolgreich sein? Gibt es wieder einen Hype, und das Forum belebt sich wieder, wenn die erste neue Serie läuft?
      Ich bin mir nicht sicher - ich finde nicht, dass die Serie tot ist, aber ich sehe auch nicht, dass das riesengroße, Franchise, das HBO aufbauen will, wirklich erfolgsversprechend aussieht.


      Wenn ich mich so umhöre, ist das Urteil meist: Grandiose Serie bis auf die letzte Staffel. (Und das oft auch weniger wegen der Logikschwächen, sondern eher weil Dany am Ende nicht die strahlende Königin ist.) Das Grundpotential wäre also da, vielleicht nicht für einen großen Hype, aber für ein oder zwei solide Serien. Ich denke, es hängt von den ersten Folgen des ersten Spin-Offs ab, ob sich die bisherigen Serienschauer mitgenommen fühlen von Atmosphäre und Wiedererkennung.
      Und da sehe ich doch ein gewisses Problem: Die Targaryen und ihre Geschichte waren zwar in Nebensätzen präsent, aber mehr auch nicht. Wer die verschiedenen Bücher nicht kennt, wird nicht gespannt sein auf die Umsetzung des Drachentanzes, weil ihm das gar nichts sagt. Oder auf unsere Welt übertragen: Wer eine Serie über den ersten Weltkrieg toll fand, muss sich noch lange nicht automatisch für eine über Friedrich den Großen begeistern, obwohl beides mit dem Aufstieg und Fall von Preußen zu tun hat.
      Ich könnte mir fast vorstellen, daß "Flea Bottom" gerade dadurch punkten würde, daß keine berühmten Namen durchs Bild laufen, sondern nur Teil des Hintergrunds sind, während die Geschichte der einzelnen Personen recht eigenständig sein kann. Bei "House of the Dragon" und selbst bei "9 Voyages" oder "10000 Ships" ist man doch zu einem gewissen Teil gezwungen, die Story darauf zu trimmen, daß der Zuschauer denkt: "Klar, deshalb ist das dann bei GoT so."
      ​Wie seht Ihr das - werden die Spinoffs eigentlich erfolgreich sein? Gibt es wieder einen Hype, und das Forum belebt sich wieder, wenn die erste neue Serie läuft?


      Das ist wirklich eine sehr spannende Frage und ich kann das nur sehr schwer einschätzen. In meinem Umfeld fanden die meisten das Ende viel zu schnell und oberflächlich erzählt, aber okay. Also die wenigsten haben sich danach komplett von der Serie distanziert. Ich sammle allerdings auch die GoT-Figuren von Threezero und da gehen die Preise momentan dermaßen in den Keller. Die Figuren waren normalerweise auch immer direkt ausverkauft und sind jetzt noch Monate nach dem Release bestellbar. Auch bei anderen Merchandising-Produkten wie Funko Pops (Staffel 8), Dark Horse-Figuren, Schwerter merkt man, dass die Interesse nachlässt und die Sachen eben nicht Kult und begehrte Sammelobjekte geworden sind wie bei Star Wars, Herr der Ringe usw.

      Kritisch sehe ich auch, dass man das Ende von "House of dragon" ja quasi schon kennt und auch nicht Buchleser es googeln können. Es wird bestimmt auch spannende Nebenplots geben, wo das Ende der Figuren vielleicht noch offen ist, aber einen großen Spannungsbogen wie bei GoT halte ich eigentlich nicht für machbar. Ich hätte mir auch lieber die Serie "Bloodmoon" gewünscht. Hätte ich vom Setting viel interessanter gefunden. Trotzdem freue ich mich sehr auf die neue Serie.
      There is no justice in the world. Not unless we make it.
      Hm.
      Im Internet ist die Liebe zur Serie nach der letzten Staffel ja wie bei einer Beziehung eher in Hass umgeschlagen und nach einem etwa halben Jahr der höchster Häme wird das Thema gar nicht mehr angefasst. Das kann man anhand der Memeisierung des Abendlandes auf Plattformen wie Reddit, 9gag & Co ja normalerweise ganz gut am Puls nachvollziehen.
      Jetzt würde ich einfach mal behaupten, dass die Serie an genau dem Ort gelandet ist, den sie schon immer verdient hatte, allerdings habe ich in meiner persönlichen Bubble ja auch einen Nemesis: Mama. Mama fand die Serie voll schön (nur muss sie immer so brutal sein?) und die letzte Staffel war auch voll schön (nur muss sie immer so brutal sein?). Entsprechend würde ich davon ausgehen, dass sich im Mainstream grundsätzlich immer noch genug Zuschauer finden, die bereit sind der Serie eine Chance zu geben.

      Es gibt dabei allerdings ein paar Probleme:
      A) Es ist ein Prequel. Das ist aus meiner Sicht ohnehin ein schweres Thema, wenn man sich nicht auf einen Seitenstrang konzentriert der zumindest in sich ein offenes Ende hat. Das war beim kommerziell erfolgreichen Rogue One der Fall aber nicht beim Vollflopp Solo - trotz der ikonischen Charaktere.
      B) GoT hat ungemein von George Martins Charakterzeichnungen profitiert, der Badassness der Dialoge, der teilweise ikonischen Taten und Aussagen. Die liegen für die Vorgeschichte nun mal nicht vor, weil die Vorlage nur ein recht lebloser geschichtlicher Abriss ist. Und es hat sich bereits herausgestellt, dass andere Autoren nur sehr unzulänglich in der Lage sind solche Lücken zu füllen.
      C) GoT bietet auf Grund der Buchvorlage einen Querschnitt durch alle Alters- und Romanceklassen, aus denen sich jeder vom Zehnjährigen (schalte das sofort aus!) bis zur Rentnerin irgendeine Identifikations- oder Mitfühlfigur rauspicken kann. Die Handlung des Prequels ist deutlich beschränkter auf eine kleinere Gruppe an Handelnden plus etwaig verzweifelt Angepflantschter die sich die Autoren selbst ausdenken müssen.

      Ich glaube nicht an irgendeinen großen Hype. Meine Einschätzung würde, falls kein Wunder geschieht, bei einem Liebhabererfolg in etwa bei der "Outlander"-Liga liegen.
      I have been despised by better men than you.
      Ich habe da auch starke Zweifel, dass das ein besonderer Erfolg werden wird. Maeg hat's schon richtig zusammengefasst.

      Das Ende von GoT hat viele Serienfans verprellt, von den Buchfans gar nicht zu reden. Nach extrem aufgeheizten Monaten nach dem Serienfinale ist GoT mehr oder minder aus der Öffentlichkeit verschwunden. Hätte man den Schwung der Serie nutzen wollen, hätte man mit den Prequels, Sequels oder Spin-offs (oder was auch immer) VOR Ende von GoT anfangen müssen, nicht Jahre nach seinem krachenden Scheitern. Sicherlich gibt es genügend "casual viewers" die sich alleine für nett gemachte Kostüme und gut animierte Drachen genug interessieren, um einzuschalten. Genug Zuschauer für zwei, drei Staffeln wird es bestimmt geben, aber wenn die Produzenten nicht ein paar richtig, richtig, riiiiiiiichtig gute Autoren engagieren, die etwas echt Tolles abliefern, wird das auf jeden Fall kein neuer Hype. Sollten sie sich stattdessen auf dem Namen von GRRM und dem vergangenen Glanz der ersten vier, fünf Staffeln ausruhen und schreiberisch etwas auf dem Niveau der Staffeln 6, 7 und vor allem 8 auf die Fernseher zaubern, könnte es meiner Meinung nach noch deutlich schneller vorbei sein.
      Lang lebe König Staublin, Herr der Mummers vom geheimnisvollen Volk der Doom.

      Aegon_lebt! wrote:

      Ich habe da auch starke Zweifel, dass das ein besonderer Erfolg werden wird. Maeg hat's schon richtig zusammengefasst.

      Das Ende von GoT hat viele Serienfans verprellt, von den Buchfans gar nicht zu reden. Nach extrem aufgeheizten Monaten nach dem Serienfinale ist GoT mehr oder minder aus der Öffentlichkeit verschwunden. Hätte man den Schwung der Serie nutzen wollen, hätte man mit den Prequels, Sequels oder Spin-offs (oder was auch immer) VOR Ende von GoT anfangen müssen, nicht Jahre nach seinem krachenden Scheitern. Sicherlich gibt es genügend "casual viewers" die sich alleine für nett gemachte Kostüme und gut animierte Drachen genug interessieren, um einzuschalten. Genug Zuschauer für zwei, drei Staffeln wird es bestimmt geben, aber wenn die Produzenten nicht ein paar richtig, richtig, riiiiiiiichtig gute Autoren engagieren, die etwas echt Tolles abliefern, wird das auf jeden Fall kein neuer Hype. Sollten sie sich stattdessen auf dem Namen von GRRM und dem vergangenen Glanz der ersten vier, fünf Staffeln ausruhen und schreiberisch etwas auf dem Niveau der Staffeln 6, 7 und vor allem 8 auf die Fernseher zaubern, könnte es meiner Meinung nach noch deutlich schneller vorbei sein.


      Tatsächlich hat man es mit dem zeitnahen Anschluss eines Prequels, Sequels oder Spin-Off nicht hinbekommen. Das wäre vielleicht kein Problem, falls die Staffel 8 und deren Abschluss beliebter gewesen wäre. So aber wird es schwierig und ich sehe, neben den von dir genannten Punkten, ein weiteres Problem: die Zuschauer sind teilweise krititscher und geben vielleicht einer Staffel eines neuen Projekts weniger Zeit, die Geschichte reifen zu lassen. Dann würde es mit dem großen Wurf natürlich schwieriger. Allerdings gibt es bei Serien und Shows immer noch die Zuschauer, den die ersten Hype verpasst haben und deshalb bei der nächsten Chance unbedingt dabei sein möchten.
      Ich muss aber mal sagen, dass ich das Ende von Staffel 8 rückblickend betrachtet nicht "schlimm" fand. Einzelne Kritiker haben es da ein bisschen übertrieben. Wenn man in dieser fiktiven Welt leben würde, dann wären die Regenten in der letzten Folge doch gar nicht so schlecht. Immer noch besser als Jon, Sansa oder Dany, egal wie sympathisch die mir im Einzelfall als Zuschauer waren oder wie sehr ich mitgefiebert habe.

      Maegwin wrote:


      Wofür ich hingegen deutlich weniger Verständnis habe, sind Moderationshinweise von an der Diskussion völlig Unbeteiligten. Drückt doch bitte auf den Meldebutton und lebt mit dem Ergebnis.


      Da ich bereits vorher an der Diskussion beteiligt war, war ich wohl nicht gemeint. ;) Aber der Vollständigkeit möchte ich noch festhalten, dass ich eben einspringe, wenn grundlose Beleidigungen von der Seite nicht gelöscht werden. Ich helfe auch Leuten im RL und verstecke mich nicht grundsätzlich hinter der Existenz der Polizei oder von Sozialarbeitern. Da kenne ich Leute, die dafür kein Verständnis haben. Das macht diese Handlungsweise aber nicht weniger richtig. Im Forum ist das sowieso kein Problem: Wenn das später irgendwann repariert wird, dann kann man die entsprechenden Postings immer noch löschen.
      Genug Zuschauer für zwei, drei Staffeln wird es bestimmt geben

      Für den Erfolg des Drachenhauses wird schon die Frage entscheidend sein, ob "genug Zuschauer" wirklich genug sein werden? Bei GoT sind die Produzenten bereits sehr sparsam mit dem Einsatz der Drachen gewesen und die Schattenwölfe wurden beinahe komplett wegrationalisiert, weil diese CGI-Viecher sich hauptsächlich von Budget ernähren.
      In einer Targaryen-Show zur Zeit des Drachentanzes, stelle ich mir einen sparsamen Einsatz der Drachen etwas schwieriger vor und grade dann muss eben auch die Zuschauerzahl stimmen, um diesen Aufwand zu rechtfertigen. Es könnte also durchaus ein Szenario entstehen, in dem an und für sich gute Zahlen nicht gut genug sind.


      Deshalb bin ich da insgesamt auch eher skeptisch. Grundsätzlich kann das natürlich eine ordentliche Show werden. Die beiden Totengräber von GoT sind ja nicht mehr dabei, weshalb die Sendung zumindest schon mal den Vorteil hat, in dieser Hinsicht unbelastet zu sein.

      Andere Punkte bleiben allerdings, allen voran natürlich das Erbe von GoT. Die Bruchlandung, die die Serie in ihren letzten Zügen in der öffentlichen Wahrnehmung hingelegt hat, war beispiellos und hat den größten Hype des letzten Jahrzehnts praktisch verpuffen lassen.
      Um gegen diese Hypothek bestehen zu können, wird mehr nötig sein, als eine gut ausgearbeitete Geschichte.
      Unter anderem braucht man auch Charaktere, die der Zuschauer unbedingt sehen will und hier sehe ich ebenfalls ein Problem. Mit den Targaryens liegt der Fokus auf einem Haus, welches sich für den GoT-Schauer ohne großes Hintergrundwissen wie folgt darstellt: Dany bekloppt, ihr Vater irre und ihr Bruder ist wohl zu heiß geduscht worden. Ach und dann war da ja noch der andere.
      Mir fällt es da irgendwie schwer vorstellbar, dass diese Familie viele Zuschauer hinter den Ofen hervorlockt.

      Und dann schwebt über allem auch immer noch George Martin, der seine Fans über die Jahre so sehr mit leeren Wasserstandsmeldungen zu TWOW genervt hat, dass einige von denen aktuell wohl auch wenig Lust auf Westeros haben :whistling:
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      So wie ich das wahrnehme: Der unfassbare Hype den diese Serie nach der Red Wedding hatte hielt bis zur letzten Staffel an. Diese wurde jedoch so überwältigend als Riesenenttäuschung und Megaflop aufgenommen, dass Game of Thrones von eine der beliebtesten Serien zu eine der am meisten gehassten wurde und nahezu nur Spott und Häme im Anschluss zu lesen waren. Auch diverse Memes machten sich nur noch über die Serie lustig. Und dann flaute das Interesse nahezu komplett ab. Kommt die Serie manchmal noch in manchen Communities zur Sprache (bin auf da Twitch recht viel unterwegs und so manches Mal ist das Chatthema), gibt es eigentlich nur eine einhellige Meinung: Serie war gut bis Staffel 6, vielleicht noch 7 und dann eine absolute Vollkatastrophe, keiner erwähnt da irgendwas von Prequels oder hat Vorfreude auf diese.

      HBO kann nur hoffen, dass diese Prequel-Serien aus irgendeinem Grund Volltreffer werden, sei es durch gutes Writing (da hakte die Hauptserie in meinen Augen am meisten), guten Schauspielern und einer gewissen Optik. Irgendwie so, dass plötzlich Leute wieder darüber reden, Memes entstehen und so Interesse wieder geweckt wird. Ich denke HBO wird darauf spekuliert haben, dass der irrsinnige Hype und die Beliebtheit welche Game of Thrones vor Staffel 8 hatte, dabei helfen würde. Jetzt jedoch ist das Interesse von Game of Thrones auf einen Nullpunkt gelandet und die Serien müssen sich selbst tragen, vermutlich bereut man schon so früh Deals bezüglich Prequel-Serien abgeschlossen zu haben.
      Zumindest muss man die Themen wohl auch noch am attraktivsten gefunden haben.
      Die Schwierigkeiten bei "House of the Dragons" wurden schon vom mehreren beschrieben. Trotzdem, der grundlegende Bezug ist da, und wenn man allein die Leser gefragt hätte, wäre der Drachentanz sicher unter den Top5 gewesen.
      Dagegen sind mir "9 Voyages" und "10000 Ships" völlig schleierhaft. Das fällt sicher schon bei den meisten Lesern unter ferner liefen (und wenn, möchten sie vermutlich eher Martins Ideen dazu), und die reinen Serienschauer können damit wohl rein gar nichts anfangen, zumal bei Nymeria noch dazu kommt, daß Dorne in der Serie katastrophal abgefrühstückt worden ist. Beides hätte man ohne Lizenz auch billiger haben können.
      "Flea Bottom" (und natürlich auch "Dunk&Egg") haben, ähnlich wie "Rogue One", den Charme der Frage, wie normale Leute jenseits der strahlenden Helden und Schurken in so einer Welt zurechtkommen, und sie können von allem etwas bieten: frische Geschichten und trotzdem Wiedererkennungswert beim Hintergrund. Und sie können in sich geschlossen gehalten werden, so daß man bei der der Absetzung nach einer Staffel keine Serienruine haben muss.
      Ich erwarte ehrlich gesagt auch gar nix bei der Serie. Außer man hat einen richtig guten Drehbuchschreiber, der sich auch mit der Universum auskennt.
      Ich fürchte aber eher irgendwelche random Intrigen und Sex die man halbwegs in das vorgegebene Korsett presst. Achso und paar Drache natürlich... aber wundert mich eh, wie man das finanzieren will.
      Kenne persönlich in meinem Umfeld niemanden, der GoT geschaut hat und kann daher nur sagen wie es mir geht.
      Mir ist GoT als Serie egal geworden und habe auch kein Interesse an irgendwelchen Spin-Offs mehr.
      Die Hoffnung auf Winds oder gar Dream habe ich auch zu Grabe getragen.
      Das einzige was ich mir noch regelmäßig angucke sind Recaps und Verrisse zur 7. und 8. Season - scheine da masochistisch veranlagt zu sein.
      Die Prequel-Serie interessiert mich inhaltlich auch überhaupt nicht, aber ich bin trotzdem sehr gespannt auf ihren Markterfolg. Gerade auch in Kombination mit der wohl Ende 2021 erscheinenden Amazon Herr der Ringe Serie.

      Von einigen Megahypes wie Episode VII abgesehen, habe ich den Eindruck, dass der Bedarf an der Ausschlachtung dieser Universen weniger groß ist, als das manchen Medienunternehmen lieb wäre. Natürlich haben auch alle Star Wars Filme, selbst der ja wirklich dramatisch gefloppte Solo, netto positive Einspielergebnisse erzielt, aber die Tendenz zeigt klar nach unten, ebenso wie bei Phantastische Tierwesen. Und dabei profitieren diese Filme noch von einem immer stärker auf einzelne Blockbuster konzentrierten Konsumentenverhalten, aber jeder noch so sehr sich selbst wiederholende Marvel- oder zerrissene DC-Film (oder sogar Jurassic World) sprengt die Einspielergebnisse und spielt sogar problemlos in einer Liga mit den Hobbit- oder Harry Potter Originalverfilmungen. Ich habe nun weder Phantastische Tierwesen noch einen Star Wars nach Rogue One gesehen, aber was ich so an Trailern oder Bildern kenne, scheint mir auch ein stärker werdenden Fokus auf das Einbauen gut vermarktbarer Merchandise-Artikel (puschelig Tierchen, süße oder fiese Roboter etc.) zu zeigen, die wohl für 75%+ der Einnahmen verantwortlich sind. Das solche Produkte dann doch primär auf den Kinder- und Jugendmarkt zielen, dürfte es für mutmaßlich nicht so sehr kinder- und jugendorientierte Serien nicht leichter machen.