Bundestagswahl 2017

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      Das war der Kommentar, den ich meinte: spiegel.de/politik/deutschland…t-programm-a-1303602.html

      ssnake wrote:

      Mit Umfragen sollte man immer sehr vorsichtig umgehen, aber es gäbe ja auch noch die Möglichkeit, dass nach einer Bundestagswahl, die allerdings nicht so bald kommen wird, die Dienste der CDU gar nicht mehr benötigt werden?


      Halte ich für nicht wahrscheinlich. Zum Einen ist die Linke im Bund alleine schon aufgrund außenpolitischer "Mängel" nicht koalitionsfähig, zum anderen vereinen AfD, CDU und FDP ja rund 55% auf sich, da müsste schon eine erhebliche Abwanderung von Union/FDP zu SPD/Grünen passieren. Die FDP wiederum müsste sich massiv verändern, um für Rot-Grün ein Koalitionspartner sein zu können, wesentlich mehr als die CDU.
      Was allerdings in Deutschland abgehen würde, wenn es eine Grün-Rot-rot-Bundesregierung gibt, das weiß ich nicht. Das aufgelegte Feindbild für den rechten Rand.


      Nicht bös sein, aber da brauchts den rechten Rand nicht um am Rad zu drehen. Ich möchte doch gern weiterhin in einem wirtschaftlich erfolgreichen Land wohnen.
      I have been despised by better men than you.
      Am wahrscheinlichsten wird es im Bund eh Grün-Schwarz, und der Sonnyboy, dessen Name ich immer vergesse, wird Kanzler. Das wäre dann auch mein Wunschkonzert. Ich kann nur immer wieder unser Beispiel hier in BaWü bringen, hat funktioniert, rumpelt zwar, aber läuft.
      HODOR !
      Es wird halt vieles davon abhängen, wer jetzt Nachfolger wird bei der CDU.

      Merz ist wohl mit Recht ein Feindbild für diejenigen Wähler, die von der SPD zu Merkel gewandert sind. Warum dem Herren mit seiner Blackrock-Gegenwart soviel Wirtschaftskompetenz eingeräumt wird, ist mir ein Rätsel und dem traue ich am ehesten zu, "Tabus zu überdenken", schön nach dem Motto "Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist." (Von wem das zweite Zitat ist, überlasse ich es euch, das zu googeln.)

      Jens Spahn wäre wohl gerne ein zweiter Kurz oder Macron, aber so eine Medieninszenierung ist schwer zu kopieren in der deutschen Medienlandschaft - und eigentlich hat der doch auch kaum Substanz.

      Söder als Kanzlerkandidat wäre eine Lösung, aber da wird man sich in der CDU damit wohl schwer tun.

      Bleibt nur Laschet, und da ist dann die Frage, was mit NRW passiert. Von der Ausstrahlung her so eine Art Helmut Kohl 2.0, aber vielleicht zieht ja genau das?
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      HappyTime wrote:

      Erstens, in Thüringen scheinen durchaus noch ehemalige IM's und Grenztruppen-Offiziere bei den "Linken" mitzuwirken. Mag jeder für sich beurteilten, ich finde es nicht so prickelnd.
      An wichtigen Stellen bzw. als Parlamentarier? Allgemein wird es Menschen mit solcher Vergangenheit nicht nur in der Linken geben.

      Maegwin wrote:

      praktische Umsetzung ebenfalls enormen Schaden angerichtet
      du vergleichst jetzt die autoritär stalinistischen Systeme mit der sozialdemokratischen Linke (in der es natürlich auch noch radikalere Splittergruppen gibt? ) . Nicht das ich ein Freund dieser Partei wäre.

      HappyTime wrote:

      die NRW CDU würde automatisch nicht mit der AfD zusammenarbeiten. Danach könnte sie sich auflösen...
      Ich hoffe das stimmt. Wenn die Partei Afd Inhalte als ihre verkauft (bzw. viele von denen waren ja auch schon in den Jahren davor am rechten Rand der Union vorhanden), würden viele im schwarz-dörflichen Münsterland glaub ich zustimmen.

      HappyTime wrote:

      Und wer immer neuer Chef wird, sollte bitte zügig eine Unvereinbarkeit von CDU und "Werte Union" beschließen. D
      Wäre zu schön, aber zumindest in meiner Wahrnehmung hat genau diese ideologische Ausrichtung immer einen nicht unwesentlichen Teil der "Mitte"-Partei CDU ausgemacht - ein bißchen diskrimiert und aufgehetzt werden durfte immer.

      Maegwin wrote:

      Taugt der Laschet was?
      ich muss sagen in NRW bin ich noch angenehm überrascht .

      Maegwin wrote:

      Ich möchte doch gern weiterhin in einem wirtschaftlich erfolgreichen Land wohnen.
      :D Du würdest also bei rot-rot-grün direkt mit einem Kanzler der Linken rechnen ? Ich glaube "wirtschaftlich erfolgreich" wird aus verschiedenen Perspektiven eh neu bewertet werden müssen in der Zukunft, sei es was die Definition global sein soll (will man auch als Gesellschaft weiter für den Erfolg so dermaßen auf Kosten der anderen und zukünftiger Generationen leben?) oder auch aus aktuellerer Perspektive schlichtweg im Wettbewerb mit China.

      Maegwin wrote:

      Taugt der Laschet was? Er erwägt wohl selbst zu kandidieren.

      Ich finde schon. Aber ich bin unsicher, ob er das Zeug dazu hat, viele Wähler zurück zu gewinnen. Das traue ich dem Populisten Söder eher zu.

      ssnake wrote:

      Söder als Kanzlerkandidat wäre eine Lösung, aber da wird man sich in der CDU damit wohl schwer tun.

      Wieso sollte sich die CDU schwer tun? Ich kann mir schon vorstellen, dass er genug Unterstützung bekommen würde.

      Rory2016 wrote:

      An wichtigen Stellen bzw. als Parlamentarier?

      Mathias Günther, Geschäftsführer der Linken in Thüringen.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Für mich ist der Laschet irgendwie so der nette Onkel. Ich habe mich zuwenig mit ihm beschäftigt, aber ich kann auf Anhieb überhaupt nichts sagen, was ihm zugeordnet werden kann.

      Jetzt bin ich ja in Bayern und da wirbelt der Söder. Er hat ja intern in der Staatskanzlei (kann leider keine Namen nennen) nicht den besten Ruf, aber das was er macht muss ein Politiker vielleicht auch genau so machen.

      Schwarz und die Grünen, wer von denen. Bei Hofreiters Toni geht mir das Messer im Sack auf und Katha Schulze ist die dümmlich arrogant grinsende die mich agressiv macht wenn ich sie sehe. Vorletzte Woche beim Lanz war der Hammer. Nix wissen, belehrend und dumm grinsend. Mein Fernseher hätte fast die Wasserflasche in den Bildschirm bekommen.

      Sollte es für Rot Rot Grün eine Mehrheit geben, werde ich wohl meinen Ruhestand frühzeitiger in Angriff nehmen und irgendwo Asyl beantragen.
      Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginaeren Freund hat
      du vergleichst jetzt die autoritär stalinistischen Systeme mit der sozialdemokratischen Linke(in der es natürlich auch noch radikalere Splittergruppen gibt? )


      Ich habe recht genau geschrieben was ich vergleiche: Die beiden moralischen Grundtheorien und ihre praktische Ausprägung in der Geschichte.

      "Kommunismus auch unser langfristiges Ziel" Die Linke
      Kommunismus ist die grässlichste, ekelhafteste Art des Kapitalismus schlechthin. Mit 3 vollgefressenen, faulen Apparatschiks und daneben 30 Millionen Hungernden - keine Nation dieses Universums hat das jemals anders hinbekommen. Abgesehen davon ist Stalin seit 1953 tot und ein paar Leute haben es trotzdem seitdem geschafft in kommunistischen Diktaturen zu leben.

      :) Du würdest also bei rot-rot-grün direkt mit einem Kanzler der Linken rechnen?


      Ich würde bei rot-rot-grün mit 0 Regierungserfahrung, 0 Wirtschaftsüberblick und vielen lustigen, bunten Ideen rechnen. Nein danke.
      Schwarz-Grün wäre mir ganz recht.
      Dann kann sich Grün weiter für Solar einsetzen und Schwarz importiert Kohlestrohm aus dem Ausland damit wir nicht im Dunkeln sitzen.

      Für mich ist der Laschet irgendwie so der nette Onkel. Ich habe mich zuwenig mit ihm beschäftigt, aber ich kann auf Anhieb überhaupt nichts sagen, was ihm zugeordnet werden kann.


      Ich finde schon. Aber ich bin unsicher, ob er das Zeug dazu hat, viele Wähler zurück zu gewinnen. Das traue ich dem Populisten Söder eher zu.


      Hm, ich bin nicht sicher ob "netter Onkel" momentan gut ist, da muss schon jemand ran der auf den Tisch hauen kann.
      Hauptsache nicht der Spahn, den werden die Populisten zerkauen und zurück aufs Pflaster spucken. Söder oder Merz, ist mir mehr oder weniger egal.

      (Und nein, ich finde nicht, dass AKK zu sehr Merkel ist. Davon träumt sie vielleicht nachts. Ich halte sie auch nicht für eine gute Verteidigungsministerin - besser als Uschi vielleicht, aber das ist ja auch nicht die ganz große Kunst.)
      I have been despised by better men than you.

      Pekkorino wrote:

      Für mich ist der Laschet irgendwie so der nette Onkel. Ich habe mich zuwenig mit ihm beschäftigt, aber ich kann auf Anhieb überhaupt nichts sagen, was ihm zugeordnet werden kann.


      In NRW ist er relativ beliebt würde ich sagen. Die strittigen Themen unter RG waren Haushalt, innere Sicherheit (Silvester auf der Domplatte) und das Bildungschaos (sechs weiterführende Schulformen auf dem Höhepunkt). Bei ersterem macht SG das gleiche, nur nach 10 Jahren Aufschwung ist die Haushaltslage natürlich besser, bei der Bildung war in der letzten Legislatur dann endlich mal alles in die Wege geleitet, sodass jetzt gerade zur Abwechslung mal keiner drin rumfummelt und bei innerer Sicherheit kam es zu keinem größeren Zwischenfall und Innenminister Reul verkörpert L&O, ob Großrazzien etc. viel bringen kann ich nicht beurteilen. Also ich würde mal sagen, keinen größeren Schaden durch revolutionäre Ideen anrichten und etwas Glück mit dem Zeitpunkt der Regierungsübernahme fassen die Situation ganz gut zusammen.

      Maegwin wrote:

      Hm, ich bin nicht sicher ob "netter Onkel" momentan gut ist, da muss schon jemand ran der auf den Tisch hauen kann.
      Hauptsache nicht der Spahn, den werden die Populisten zerkauen und zurück aufs Pflaster spucken. Söder oder Merz, ist mir mehr oder weniger egal.


      Na ja, mit Merz haben die Populisten ihren Wunschmann ja dann auch vorne drin, also keinen Grund mehr gegen ihn zu arbeiten. Die Begeisterung in der Werteunion für ihn spricht Bände. Außerdem bin ich mir nicht sicher, inwieweit Merz tatsächlich ein starker Machtpolitiker und inwieweit er nur Marionette seiner Gönner und Interessen ist.

      (Und nein, ich finde nicht, dass AKK zu sehr Merkel ist. Davon träumt sie vielleicht nachts. Ich halte sie auch nicht für eine gute Verteidigungsministerin - besser als Uschi vielleicht, aber das ist ja auch nicht die ganz große Kunst.)


      Sie ist sicherlich nicht so gewieft wie Merkel. Merkels Politikstil ist ihr aber nun auch nicht in die Wiege gelegt worden. Der hat sich in 14 Jahren Kanzlerschaft und krachendem Scheitern auf dem Leipziger Parteitag 2003 herausgebildet. Und gute Verteidigungsministerin ist in Deutschland natürlich immer relativ. Die internationalen Vorstöße waren ja dann auch eher peinlich, wie ich schrieb, aber zumindest hat man den Eindruck, dass sie sich Gedanken um die tatsächlichen Bedürfnisse der Bundeswehr und nicht um Symbolpolitik für eine familienfreundliche Armee macht oder Afghanistan als Selbstinszenierungsplattform nutzt.

      Edit:
      Ich würde bei rot-rot-grün mit 0 Regierungserfahrung, 0 Wirtschaftsüberblick


      Schwarz-Grün wäre, wenn Baerbock und Habeck so intelligent sind wie ich hoffe, auch wesentlich weniger wirtschaftsschädlich als die aktuelle GroKo.

      Post was edited 2 times, last by “Grunkins” ().

      Grunkins wrote:

      Schwarz-Grün wäre, wenn Baerbock und Habeck so intelligent sind wie ich hoffe, auch wesentlich weniger wirtschaftsschädlich als die aktuelle GroKo.
      Habeck heisst er! Ich kann mir diesen Namen einfach nicht merken. Jedenfalls wird er Kanzler, ich wundere mich, dass jeder davon auszugehen scheint, dass die Union jetzt nicht total absackt wie es die SPD getan hat, es sieht alles danach aus. Die Grünen werden in 2 Jahren die stärkste Partei sein, basta. Die Union darf dann gerne den Wirtschaftsminister stellen.
      HODOR !

      hodor wrote:

      [Jedenfalls wird er Kanzler, ich wundere mich, dass jeder davon auszugehen scheint, dass die Union jetzt nicht total absackt wie es die SPD getan hat, es sieht alles danach aus. Die Grünen werden in 2 Jahren die stärkste Partei sein, basta.


      Man sollte nicht vergessen, dass die Grünen aktuell die schwächste Partei im Bundestag sind und 2017 im größten Bundesland fast us dem Landtag geflogen sind. In Ostdeutschland dümpeln sie bei 6% rum. Ich glaube zwar, dass die Grünen langfristig tatsächlich eine Volkspartei werden, weil sie sich jenseits der Wahlergebnisse in den Schaltstellen der Gesellschaft festsetzen, sowie früher die CDU und im Ruhrgebiet oder Teilen Norddeutschlands die SPD, aber bis zur Kanzlermehrheit wird das in meinen Augen noch dauern. Insbesondere müssen sie beweisen, dass sie in Regierungsverantwortung nicht der dt. Industrie den Garaus machen.

      Grunkins wrote:

      Insbesondere müssen sie beweisen, dass sie in Regierungsverantwortung nicht der dt. Industrie den Garaus machen.
      Nein, das müssen sie nicht mehr, sie haben es in BaWü bereits bewiesen.
      Und dieser Thüringenevent wird die CDU so dermaßen beuteln, man glaubt es nicht. Es wird sich ziemlich schnell entscheiden, ob die Werteunion (und deren Wähler) Teil der Union bleiben oder gleich zur AfD gehen. in beiden Fällen verliert die Union Stimmen. Die SPD ist schon am Boden, die Linken sind bedeutungslos bundesweit.
      Ich gestehe zu, dass es vielleicht noch 6 Jahre geht statt 2, aber die Grünen werden so oder so stärkste Partei werden.
      HODOR !

      hodor wrote:

      Nein, das müssen sie nicht mehr, sie haben es in BaWü bereits bewiesen.


      Mag sein, aber es leben eben nur 10% der dt. Bevölkerung in BW. Und auf Landesebene passiert nicht viel an relevanter Wirtschaftspolitik (nebenbei gesagt ein Grund, warum ich Söder schätze, man mag über Bavaria One spotten, aber das ist die sinnvollste Art WiPo die ein Bundesland betreiben kann.
      Die internationalen Vorstöße waren ja dann auch eher peinlich, wie ich schrieb, aber zumindest hat man den Eindruck, dass sie sich Gedanken um die tatsächlichen Bedürfnisse der Bundeswehr und nicht um Symbolpolitik für eine familienfreundliche Armee macht oder Afghanistan als Selbstinszenierungsplattform nutzt.


      Das stimmt, da würde ich dir Recht geben.

      Und auf Landesebene passiert nicht viel an relevanter Wirtschaftspolitik (nebenbei gesagt ein Grund, warum ich Söder schätze, man mag über Bavaria One spotten, aber das ist die sinnvollste Art WiPo die ein Bundesland betreiben kann.


      Mei. Ich würde sagen Söders schlechteste Eigenschaften sind auch seine Besten. Für seine Behördenauslagerungen bekommt er ja nun auch einen bitterbösen Brief nach dem anderen, aber der Mann kippt einfach nicht um.
      sueddeutsche.de/bayern/ansbach…-soeder-richter-1.4787179
      I have been despised by better men than you.
      Gibt es eine wahrscheinlichere Machtoption für R2G als die Kanzlerkandidatur von Friedrich Merz?
      Die CDU würde, siehe Thüringen, in der Mitte alle Wähler verlieren, die sie unter Merkel gewonnen haben, würde AfD und FDP Stimmen wegnehmen, so dass es die FDP kaum in den Bundestag schaffen würde, und vielleicht würden sogar die letzten CDU-Wähler in unterer Mittel-und Unterschicht merken, das der personifizierte Neoliberalismus ganz sicher nicht ihre Interessen bedient.
      Ich kann mir nicht vorstellen, das die CDU wahltaktisch so unüberlegt reagiert. Es gibt gleichzeitig nichts, was ich mir mehr wünschen würde.
      Rhaegar fought valiantly,
      Rhaegar fought nobly,
      Rhaegar fought honorably.
      And Rhaegar died.

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      Mathias Günther, Geschäftsführer der Linken in Thüringen.

      Das ist natürlich keine Hinterbänkler Position und insofern problematisch wenn er sich nicht ausdrücklich davon distanziert und öffentlich Reue gezeigt hat. Andererseits bekennt sich die Linke z.B. im Gegensatz zur CDU zur Problematischen Vergangenheit, während es auch in der Ost-CDU genug wichtige PolitikerInnen gibt und gab die in der DDR zumindest in zweiter Reihe Staatsstabilisierende Rollen mit inne hatten (z.B. Tilich oder Haselhoff)

      Kommunismus ist die grässlichste, ekelhafteste Art des Kapitalismus schlechthin.

      Staats-Kommunismus aufjedenfall. Und alles andere nennt mensch dann am besten anders und wenn es Anarchismus oder Zapatismus ist.

      [quote']0 Wirtschaftsüberblick und vielen lustigen, bunten Ideen rechnen.[/quote]
      das hat mensch aber auch immer wieder von Seiten renomierter englischer Wirtschaftsschulen über die deutsche bzw EU-Finanzpolitik gelesen.

      Dann kann sich Grün weiter für Solar einsetzen und Schwarz importiert Kohlestrohm aus dem Ausland damit wir nicht im Dunkeln sitzen.
      genau sowas ist ja nicht gerade sehr weitsichtig :D Die Kosnumgewohnheiten müssten sich halt ändern und energiesparende Geräte gefördert.

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      gefördert.


      Ja, gefördert. Unsere Rechnungen für solche Förderungen bezahlt allerdings unsere KFZ- und Maschinenindustrie. Weniger Industrie, weniger Förderungen. Deswegen muss man schon aufpassen, den Ast auf dem man sitzt nicht abzusägen.

      "The trouble with Socialism is that eventually you run out of other people’s money."
      I have been despised by better men than you.

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      Rory2016 wrote:

      genau sowas ist ja nicht gerade sehr weitsichtig :D Die Kosnumgewohnheiten müssten sich halt ändern und energiesparende Geräte gefördert.


      Da wir für Endverbraucher die höchsten Strompreise Europas haben und für die Industrie inzwischen auch relativ hohe, denke ich das das Einsparpotential überschaubar ist. Die Anreize zu sparen sind schließlich jetzt schon relativ hoch.
      Die Energiepolitik ist aber ein schönes Beispiel für etwas, was unter grüner Regierungspolitik nicht schlimmer werden kann als jetzt.

      -Durch Atomausstieg werden 12% der dt. Stromerzeugung in den nächsten beiden Jahren wegfallen
      -Kohleausstieg parallel beschlossen
      -Biogas & Wasserkraft schon länger an der Ausbaugrenze
      -Onshore Windenergie wird quasi gar nicht mehr zugebaut
      -Offshore Windenergie wird nach aktuellem Stand erst 2024-25 wieder zulegen (aufgrund der relativ langen Planungs- und Bauphasen kann man das auch ziemlich eindeutig vorhersagen)
      -Solar legt zu, hilft aber gerade in den beiden Winterquartalen nicht weiter, wo der meiste Strom verbraucht wird
      -bei den Speicherkapazitäten tut sich nix

      Regierung feiert sich, weil die groben Zahlen stimmen, die aber leider nur auf äußeren Faktoren beruhen (überdurchschnittlich viele Sonnenstunden, überdurchschnittlich viel Wind, Industrierezession und sehr warme Winter, die den Verbrauch senken). Was sollen die Grünen denn da noch zusätzlich verbocken?

      Post was edited 1 time, last by “Grunkins” ().

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      Die Grünen könnten und müßten für einen schleunigen Ausbau der Windenergie sorgen und zwar ohne Rücksicht auf eigene basisdemokratische Befindlichkeiten.

      Also auch mal über durchaus einem selber nahestehende Bürgerinitiativen drüberfahren. Wenn das Haus brennt, sollte man sich nicht allzuviel mit der Aussicht aus dem Fenster aufhalten.

      Und zu denjenigen, die immer wieder den Ausstieg aus der Atomkraft als "kurzsichtig" geiseln: Na, wollt ihr neben einem AKW wohnen? Oder neben der Nuklearmülldeponie?
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

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      ssnake wrote:

      Und zu denjenigen, die immer wieder den Ausstieg aus der Atomkraft als "kurzsichtig" geiseln: Na, wollt ihr neben einem AKW wohnen? Oder neben der Nuklearmülldeponie?


      Die Abschaltung der noch aktiven 6 Kraftwerke ist Irrsinn, der Niemandem hilft. Es sind keine EEs in Sicht, die die Grundlast bereit stellen könnten. Schon die Abschaltung von Philippsburg letztes Jahr hat nur dazu geführt, dass wir seit Beginn des Jahres durchgehend Strom aus Frankreich importieren. Solange das Speicherproblem nicht überzeugend gelöst ist, wird die Abschaltung der Kernkraftwerke nur zu mehr Kohleverstromung führen oder dazu, dass sich schon jetzt sehr teure Vorgänge (negative Börsenstrompreise während Spitzenzeiten, Abregelungen überflüssiger Kapazitäten, Bereitstellung und Unterhaltung riesiger Leerkapazitäten für die eine Woche, in der die Speicher leer und die Windräder still stehen) verschärfen werden.

      Das Müllproblem sehe ich nicht so, denn wir brauchen so oder so ein Endlager, ob das jetzt ein paar Tonnen mehr oder weniger drin stehen macht keinen Unterschied. Aber da der Ausstieg nun mal politisch nicht rückgängig zu machen ist, gebe ich dir recht, dann muss man halt auch den konsequenten Weg gehen und alles an Kapazitäten aufbauen was geht. Große Offshoreparks vorziehen (die arbeiten halt auch sehr viel konstanter als Onshore-Wind) und an Land ausbauen was geht. Aber Altmaier-like den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass sich die Probleme bis zum Zeitpunkt des eigenen Karrierendes verschieben, wird nicht helfen...