Serien, die man sehen muss!

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      So, habe nun die 5te Staffel Vikings auf Netfilx beendet.
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      Im Grunde kann ich Grunkins grösstenteils zustimmen, nur dass für mich der qualitative Zerfall der Serie erst etwas später beginnt (und zwar ziemlich genau mit Ragnars Tod). Was die Serie bis zum Ende gut macht ist, dass man sich als Zuschauer nicht immer klar positionieren kann und die verschiedenen Charaktere abwechselnd mal faszinierend, mal langweilig, mal sympathisch und dann mal wieder unsympathisch sind. Trotzdem, wird die Distanz zwischen Zuschauer und Figur (egal welcher) immer grösser, sodass es mir am Ende total egal war, wer jetzt in der letzten Schlacht drauf geht und wer nicht, wärend ich bei Ragnars Tod schon noch emotional berührt war.
      Es ist wie Grunkins schon angemerkt hat, man wollte einfach zu viel. Flokis Entdeckung und Besiedlung Islands, sowie Björns Reise ins Mittelmeer sind absolut belanglos und erfüllen keinen narrativen Zweck. Nichts als pure Langweile, und das obwohl ich Björn bis zum Schluss eigentlich sehr mochte. Dass Lagertha Aslaug umbrachte fand ich erzähltechnisch nicht nachvollziehbar, ebenso wenig wie alles was mit Rollo nach dem Überfall auf Paris passiert. Hier wurden einfach zwanghaft zusätzliche Konflikte erzeugt um die Story künstlich voranzutreiben. Ragnars Söhne sind leider alle nur ein Schatten seiner selbst, keiner von ihnen ist auch nur annährend so differenziert dargestellt (auch wenn es bei Björn ein paar klägliche Versuche gibt). Zwar hätte ich jetzt noch weiter geguckt (bei meinem Netfilx-Account ist die Staffel 5 irgendwie nach 10 Folgen fertig) um zu sehen was Rollo back in Norwegen macht, aber es ist jetzt wirklich nicht so dass ich darauf brenne es zu erfahren. Werde jetzt erst mal was neues anfangen und komme vielleicht irgendwann darauf zurück.
      Insgesamt trotzdem eine gute und unterhaltsame Serie.

      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:

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      Dass Lagertha Aslaug umbrachte fand ich erzähltechnisch nicht nachvollziehbar, ebenso wenig wie alles was mit Rollo nach dem Überfall auf Paris passiert. Hier wurden einfach zwanghaft zusätzliche Konflikte erzeugt um die Story künstlich voranzutreiben.



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      Ja das waren diese Ex-Machina Momente, die ich meinte. Sowas verstehe ich auch einfach aus Sicht von Produktion, Regie, was auch immer nicht: Wieso verschwendet man 25 Folgen darauf, Ragnar, Aslaug und Floki bei der schleichenden Vereinsamung zu zeigen um dann zu merken, dass man keine Handlung mehr hat und mit einem völlig an den Haaren herbeigezogenem "Schock" einen ganz neuen Plot aus dem Boden zu stampfen. Das macht einfach auf keiner Ebene Sinn. Der Beziehung von Ragnar und der chinesischen Sklavin wird eine Stunde gewidmet, aber Rollo wird in 5 min vom glücklosen Verräter zum anerkannten Herzog der Normandie und die Prinzessin findet ihn plötzlich ultrageil, weil er französisch lernt? Das Pacing ist einfach das größte Problem.
      Mit Ermutigung von Esme the Man in the High Castle fertiggeguckt. Sehr unausgegorene vierte Staffel, furioses Finale, aber zuviele unglaubwürdige Twists. Trotzdem kommt die Message ziemlich gut rüber.
      Alles in allem eine gute Parallelwelt-TV-Serie, die so gut wie nix mit dem Buch, das sie zu adaptieren vorgibt, zu tun hat, aber okay. Fringe und Counterpart sind aber besser, würde ich sagen. Für das US-Publikum haut die Serie natürlich ganz anders rein, besonders der Arc um die militanten Black Communists hat dort Aufsehen erregt, und die (frei erfundene) allerletzte Szene macht auch TV-Serienimmanent überhaupt keinen Sinn, ist aber ein starkes politisches Statement, dass in den USA auch genauso ankam.
      Bei mir herrscht eher Bedauern vor, dass so wenig des magischen Realismus der Buchvorlage rüberkam.
      6 von 10 Messerattacken für die ganze Serie.
      HODOR !
      Heute habe ich die dritte Staffel von Sabrina gesehen. Unterhaltsam, aber inhaltlich ziemlicher Humbug. Irgendwie wird alles kreuz und quer durcheinander gemischt, was die Autoren mal irgendwo gehört haben. Es gibt sowieso satanische Hexen, jetzt auch noch Heiden, die mit ihrem grünen Mann die Welt vergiften wollen. Steht der nicht eigentlich positiv für Fruchtbarkeit? Für den grünen Mann muss eine Jungfrau geopfert werden. Und Zeitreisen gibt es auch. Aber nicht so ordentlich wie bei Harry Potter, wo man seinem Selbst in der anderen Zeitebene nicht begegnen darf. Das Selbst begegnet sich und macht mit sich einen Deal, damit das Thema für die vierte Staffel schon mal vorgegeben ist.

      Grunkins wrote:

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      Ja das waren diese Ex-Machina Momente, die ich meinte. Sowas verstehe ich auch einfach aus Sicht von Produktion, Regie, was auch immer nicht: Wieso verschwendet man 25 Folgen darauf, Ragnar, Aslaug und Floki bei der schleichenden Vereinsamung zu zeigen um dann zu merken, dass man keine Handlung mehr hat und mit einem völlig an den Haaren herbeigezogenem "Schock" einen ganz neuen Plot aus dem Boden zu stampfen. Das macht einfach auf keiner Ebene Sinn. Der Beziehung von Ragnar und der chinesischen Sklavin wird eine Stunde gewidmet, aber Rollo wird in 5 min vom glücklosen Verräter zum anerkannten Herzog der Normandie und die Prinzessin findet ihn plötzlich ultrageil, weil er französisch lernt? Das Pacing ist einfach das größte Problem.

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      Ja das sehe ich alles genau so wie du. Ganz schlimm fand ich persönlich auch die ganze "Entdeckungsreise" von Björn. Nahezu alles was dort in Afrika (oder wo auch immer) passiert fand ich erschreckend langweilig, unplausibel und belanglos. Erst überfällt und metzelt man noch ziemlich barbarisch in gewohnter Manier alles nieder, dann gibt man sich plötzlich als "Händler" aus und wird kurzer Hand als Leibwächter engagiert?? Ganz zu Schweigen von Rollo's Entscheidung mal wieder ne Runde auf Wikinger zu machen und bei den ersten Überfällen mitzukommen. Als das mit der Leibwächterei und der Diplomatie dann doch nicht so gut klappt kämpft man sich dann natürlich gewohnt lässig in hoffnungsloser Unterzahl frei und ab zurück nach Kategard. Mal im Ernst- wtf was that?? Dieser ganze Trip hatte erschreckend viele Parallelen in Sachen Dummdreistigkeit wie Jamies und Bronns Mission Impossible nach Dorne. Echt übel. Und was zur Hölle Rollo dann am Ende dazu bewogen hat von jetzt auf gleich ein paar tausend Krieger nach Norwegen zu schicken um ausgerechnet jenen von Ragnars Söhnen zur Hand zu gehen die er am wenigsten kennt um gegen Björn und Lagertha zu ziehen, die er ja beide Zeit seines Lebens so geliebt hat, ist freilich ebenso rätselhaft und ich weiss auch gar nicht ob ich das überhaupt noch wissen will.

      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Line of Duty (BBC, 5 Staffeln bisher)
      Eine britische Serie über eine Antikorruptions-Einheit, die Korruption innerhalb der Polizei untersucht. Jede Staffel hat ihren eigenen Fall, aber alle sind staffelübergreifend und es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass ein Verbrecherring Verbindungen bis in die Einheit selbst und darüber hinaus hat.
      In den jeweiligen Staffeln werden die jeweilig Verdächtigen hervorragend u. a. gespielt von Lennie James (TWD), Keely Hawes (Bodyguard), Thandie Newton (Westworld) und Stephen Graham (This is England).
      Ich fand die Serie durchweg spannend gemacht (okay, in der letzten Staffel hätte es der ein oder andere Plottwist weniger auch getan...) und absolut sehenswert.
      Die vierte Staffel kann man im Moment in der ZDF-Mediathek finden, die fünfte beginnt im ZDF im März. Ich habe mir die ganzen Folgen im Original auf Dailymotion angeschaut, wo man BBC-Kram (weil öffentlich-rechtlich) gut finden kann.
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      AracheonoXis wrote:

      E1 und 2 gesehen
      Berichte mal weiter, wenn Du fertig geguckt hast, ich hab die vierte Staffel noch vor mir und schieb sie immer weiter hinten raus, weil es soviel gutes Zeug zu gucken gibt:
      Doctor Who hat grad ein offenbar 3-teiliges Finale eingeläutet mit einer wunderschönen Mary Shelley - Episode und der besten Cybermen-Darstellung ever. Das in fast 60 Jahren noch niemand auf die Idee gekommen ist, Frankenstein mit den Cybermen zu verbinden, ist schon krass. Diese Staffel ist jetzt schon die beste seit vielen Jahren, definitiv.
      Picard geht nach etwas zögerlichem Start so richtig ab, 7of9 ist noch cooler wie zu Voyagerzeiten und
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      Quark
      hat...selber gucken! 8)
      und Stumptown hat es geschafft, mich zum Weinen zu bringen. Dies wird wahrscheinlich meine Serie des Jahres, Februar hin oder her, ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch getoppt wird. Es ist einfach eine unglaublich gute Krimiserie. Hätte nicht gedacht, dass ich das noch erlebe, dass mich ein Krimi noch mal so mitreisst.
      HODOR !
      Ich habe mein Siechtum dann mal dazu genutzt, um endlich Anne with an E zu gucken.
      Und wie schön war das. Die Serie ist so entzückend, ich finde kaum Worte. :love: <3 :love:
      Pro-Tipp: wenn man mit ner Erkältung guckt, kann man die wässrigen Augen und das Schneuzen gut tarnen. ;)
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Danke, ist schon viel besser. Aber ja, das war einfach perfekt. :)
      Und eigentlich bin ich ja eher so der Vorspann-Skipper. Aber auch der Titelsong ist so schön, dass ich ihn mir jedesmal anhören musste. <3
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Ich gucke die Serie jetzt auch seit n paar Wochen. Na gut, Staffel 1 und 2 war an einem Wochenende, bei Staffel 3 stieg ich zum Staffelbeginn aus. Die guck ich aber zufällig heute schon den ganzen Tag.
      Die dritte Staffel gibt mir leider nicht so viel, die zwei vorherigen waren schöner. Vielleicht weil Anne mittlerweile zu groß geworden ist?

      Ich oute mich aber vollen Herzens als Matthew-Fan. Immer, wenn ich den alten Mann sehe, hüpft mein Fangirl-Herz vor Freude. <3

      Zum Vorspann: Ich lasse normalerweise den Vorspann immer laufen. Bei der Serie drücke ich den aber weg. Zu lang und das Lied ist nicht so meins.
      E3 bis E5 von Mr. Robot durch.
      Esme hat vollkommen Recht, E5 ist in ihrer Machart schlicht genial!
      Erster Satz der Folge am Anfang sowas wie "Is ok, wir müssen nicht reden."
      Handlung ... Handlung ... mehr Handlung ... (mit sehr starker Musik untermalt - überhaupt lebt die Serie auch vom extrem gut ausgewählten Soundtrack)
      Ende der Folge zweiter Satz so "Es ist Zeit, dass wir reden."
      Auch der Handlungsbogen aller 5 Folgen bisher war durchweg spannend. Die Serie lässt in keiner Weise an Qualität nach, was nur wenige Serien in 4 Staffeln schaffen.
      Ich bin gespannt auf nächste Woche, da werde ich wieder 2-3 Folgen schaffen.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!
      ich sah die ersten zwei Staffeln von You
      Ich weiss nicht so recht. Die Erzählweise aus der subjektiven Sicht des Soziopathen ist zuweilen ja ganz lustig, wie authentisch das Ganze ist kann ich allerdings nicht beurteilen. Grundsätzlich ist die Serie nicht ganz unproblematisch, weil man Joe als Zuschauer viel zu sympathisch findet, und gleichzeitig alle Frauen in der Serie zu überzogen hilflos und oberflächlich dargestellt werden, die alle nach einem "Retter" suchen. Was sicherlich ganz gut ist, ist dass dem ein oder anderen vielleicht an sich selbst auffallen wird, wie sorglos jeder in der heutigen Zeit mit seiner "Privatsphäre" umgeht. Ansonsten ist die Serie zum nebenbei gucken ganz Ok, aber zum Teil auch zu schablonenhaft und vorhersehbar. Die "Schockmomente" sind zu keinem Zeitpunkt wirklich schockierend, weshalb man Joe auch immer relativ schnell seine Taten nach sieht, weil der Kerl tut das ja alles bloss aus Liebe, im Grunde ist er doch ein Guter. Naaaja…
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Ich habe mir die bescheidene Serie auch angesehen.

      el_drogo wrote:

      wie authentisch das Ganze ist kann ich allerdings nicht beurteilen

      Ich denke weniger bis gar nicht. :D Glaube auch gar nicht, dass er einen Soziopathen darstellen soll. Für mich ist er einfach nur ein (Niceguy-)Stalker.

      el_drogo wrote:

      Grundsätzlich ist die Serie nicht ganz unproblematisch, weil man Joe als Zuschauer viel zu sympathisch findet, und gleichzeitig alle Frauen in der Serie zu überzogen hilflos und oberflächlich dargestellt werden, die alle nach einem "Retter" suchen.
      Ich finde das interessant, da ich ihn wirklich so gar nicht symphatisch finde. Keine Minute lang. Und ich finde gar nicht mal, dass die Frauen (auf dem Niveau der Serie) unbedingt so wirken, wie du beschrieben hast. Das ist eher die Weise wie er die Frauen sieht.

      el_drogo wrote:

      Ansonsten ist die Serie zum nebenbei gucken ganz Ok, aber zum Teil auch zu schablonenhaft und vorhersehbar.
      Ja, da schließe ich mich an. Hatte eigentlich nach Staffel 1 schon den Daumen runter gemacht, aber dann doch aus Langeweile Staffel 2 geguckt. War dafür ganz gut unterhalten.

      el_drogo wrote:

      eshalb man Joe auch immer relativ schnell seine Taten nach sieht, weil der Kerl tut das ja alles bloss aus Liebe, im Grunde ist er doch ein Guter. Naaaja…
      Auch hier finde ich wieder, dass es nicht so wirkt, als täte er alles aus Liebe und solle ernsthaft als "Guter" dargestellt werden. Sondern das ist das wie er sich sieht und was er dem Zuschauer erzählt. Glaube nicht, dass die Serie das vermitteln will.
      Was die Schockmomente und seine Taten angeht pflichte ich dir bei, kommt finde ich aber auch dadurch, dass die Serie den Zuschauer emotional nicht mitgehen lässt. Zumindest mir sind er und auch alle anderen Figuren so ziemlich egal geblieben.
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
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