Dies und Das ...

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      Montyhund wrote:

      Ich bin ein Tollpatsch, bei mir geht es sicherlich kaputt.
      Die sind stabiler, als man denkt. ;)
      Mental habe ich mich während der Kleinkindphasen täglich so ungefähr 54 mal am Tag in der Notaufnahme gesehen. Dafür ging es dann aber mit etwa... äh... ca. 8 oder 9 mal (auf beide verteilt). :D
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Dafür ging es dann aber mit etwa... äh... ca. 8 oder 9 mal (auf beide verteilt).


      Oh!
      Es war hoffentlich nicht Schlimmes* dabei? :(

      *Mussten ehemalige Komponenten anderer Kinder angenäht werden und ein Blitzfänger aufgestellt?
      I have been despised by better men than you.
      Nee, nur gelegentlicher Verdacht auf Gehirnerschütterung, die ein oder andere Platzwunde irgendwo am Kopf, ein gebrochener Arm. Das schlimmste war beim jüngeren eine Verbrühung, als er ein Jahr alt war. Er hat sich etwas zu schnell die Tasse mit dem heißen Tee geschnappt, bevor ich reagieren konnte und hat sich die Brust verbrüht. Da musste er auch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben. Ist aber alles gut verheilt und in der Zwischenzeit sieht man gar nichts mehr.
      Alles andere war ambulant oder höchstens über Nacht zur Sicherheit.

      Aber wie gesagt: dagegen wie oft ich ich uns mental in der Notaufnahme gesehen habe (vor allem beim Großen...), war das echt Pipifax! :D
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Danke, ich werde heute Nacht davon träumen, wie ich panisch durch die Gegend renne und ne Krankenhaustasche mit Plüschtier und Schlüppi packe, während das Küken heult. :D

      Die Verbrühung klingt aber echt nicht nett, von der Situation her. Das war gewiss n harter Schreck. :O

      Edit: Habe mir soeben auf der Einkaufsliste für die Erstausstattung sicherheitshalber Verbandskasten nebst Kinderpflaster notiert. Sicher ist sicher.

      Post was edited 1 time, last by “Montyhund” ().

      Montyhund wrote:

      Einer der ultimativen Faktoren, sich gegen Kinder zu entscheiden, ist nunmal persönliche Freiheit. Das hat auch nix mit Party zu tun, sondern mit der Vorstellung, wie man als Mensch seine Freizeit neben Beruf und unliebsamen Sachen wie Putzen gestalten möchte.


      Ja, jeder darf seine Freizeit gestalten wie er will. Ich weiß nicht, warum es so ist ... aber ich persönlich finde es traurig, wenn man darauf verzichtet Kinder zu bekommen, weil man lieber spontan mit irgendwelchen Leuten, die einen in ein paar Jahren vielleicht eh schon nicht mehr interessieren, auf Parties gehen möchte. Mir stellen sich da die Nackenhaare auf. Vielleicht ist das mit der Party und den Urlauben aber auch einfach unglücklich ausgedrückt. Dann sollen sie sagen, dass sie sich nicht vorstellen können die Verantwortung für so einen kleinen Menschen zu übernehmen. Aber ich werde dazu jetzt nichts mehr schreiben. Das ist ein Thema, bei dem ich merke, dass ich da selbst für vieles kein Verständnis aufbringen kann, obwohl ich es vielleicht sollte. Also verhalte ich mich jetzt lieber still.

      Solche Fälle, wie von Maegwin geschildert, gibt es leider zur Genüge. Deswegen habe ich immer darauf geachtet, dass ich selbständig bleibe. Ich war pro Kind jeweils ein Jahr daheim und arbeite derzeit auch noch Teilzeit. Aber ich arbeite nun schon seit 24 Jahren. Ich habe schon früh (mit 20) mit der Vorsorge angefangen. Bis in 2 Jahren werde ich wieder auf Vollzeit wechseln. Ich würde schon durchkommen.

      Esmeralda wrote:

      Mental habe ich mich während der Kleinkindphasen täglich so ungefähr 54 mal am Tag in der Notaufnahme gesehen.


      Da war ich tatsächlich bisher immer recht abgebrüht. Mein Mann ist immer wie ein aufgescheuchtes Huhn um die Kinder rumgewirbelt. Das schlimmste war tatsächlich der Fieberkrampf vom Großen. Ich wusste zwar, was das ist, aber wenn deinem Kind da plötzlich die Lippen blau anlaufen, wird einem schon ganz anders.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      Post was edited 1 time, last by “Narannia” ().

      Dann sollen sie sagen, dass sie sich nicht vorstellen können die Verantwortung für so einen kleinen Menschen zu übernehmen.


      Selbstverständlich kann ich es mir vorstellen.
      Jeder der es sich nicht vorstellen kann, sollte dringend einen zölibatären Lebensweg einschlagen.

      Ich glaube das Problem ist, dass deine Kinder für dich eine sehr reale und konkrete Vorstellung sind. Sie gegen ein paar Abende mit einem Mett-Igel im Spreewald einzutauschen oder auch nur deswegen zurückzusetzen ist selbstverständlich eine abstruse Idee.

      Für mich ist es ein völlig abstrakter Plan von vielen.
      Einer bei dem es mir mit 60%iger Wahrscheinlichkeit ernstlich irgendwelche Körperteile zerrotzt, zu 25% darf ich den Schaden lebenslang behalten. Bei dem ich mich 32%iger Wahrscheinlichkeit allein mit der Verantwortung wiederfinden würde mich im Alltag ganz allein zwischen Krümels und Arbeit aufzureiben. Zu 50% wird der Vater nicht Willens oder in der Lage sein auch nur einen Cent zum Unterhalt beizutragen, was mein Armutsrisiko auf leckere 68% treibt.
      Und ich werde statistisch betrachtet erst nach 20 Jahren mit meinem Leben genauso zufrieden sein wie kinderlose Frau.

      Ich freue mich riesig für jede, für die diese Rechnung aufgegangen ist und drücke weiterhin die Daumen.
      Mir persönlich ist "es ist nur natürlich" und "sie geben einem so viel" als Begründung mein erfülltes Leben gegen diese Unwägbarkeiten einzutauschen bissele wenig.

      Was mich dabei sachte kirre macht sind Leute (ich fürchte Narannia, da musst du dich ein bisschen angesprochen fühlen) die sich einen kleinen Klon und einen Altenpfleger schaffen möchten und zeitgleich Kinderlosen Egoismus und Selbstzentrierung vorwerfen.
      In unserer westlichen Welt wird die Entscheidung für oder gegen ein Kind immer ausschließlich egoistisch beantwortet. Die Menschen kommen nur zu unterschiedlichen Ergebnissen darin, welche der beiden Varianten ihnen mehr "Spaß" verspricht.


      Cethleann wrote:

      Ben Shapiros will ich natürlich nicht begegnen, aber Angst habe ich auch davor, sogenannten Transmedicalists zu begegnen. Wie sehr man unter dem Trans sein leidet, ist ein Spektrum und Transmedicalists sind Trans Personen, die diejenigen, die nicht genug darunter leiden als Transtrender und unecht ansehen. Ich würde wahrscheinlich nicht den Ansprüchen eines Transmedicalist genügen, da ich von einigen negativen Erfahrungen gelesen habe, die mir völlig fremd sind, wie nur mit geschlossenenen Augen Duschen zu können, weil der Anblick des eigenen Körpers absolut unerträglich ist. In der Begegnung mit einem Transmedicalist würde ich mich wahrscheinlich gar nicht trauen, Gegenworte zu erheben, weil die andere Person mit Fug und Recht behaupten kann, dass sie es schwerer hatte als ich. Aber da es es auch innerhalb der Trans-Community ein Großteil Transmedicalists eher mit Abneigung sieht, sollte ich mich wohl in so einem Fall nicht abgeschreckt fühlen.


      Da kann ich mich dem Drachenritter nur anschließen.

      Ich weiß, dass es auch Homosexuelle gibt, die mit dem Ausleben von Bisexualität verbundene Probleme nicht als "echte Probleme" sehen, habe solche "Leidenswettbewerbe" allerdings immer als völlig abstrus erachtet.
      Ein Migräneanfall wird nicht dadurch schöner, dass andere Personen an Krebserkrankungen leiden - man muss jedes Problem für sich betrachten. Die Frau, von der ich dir erzählt habe hat eigentlich gar nicht von derart schwerwiegenden psychischen Problemen mit ihrem alten Körper berichtet. Nur eben von einem lang manifestierten Wunsch sich in Alltagssituationen z.B. bei einer Umarmung in der Rolle des "beschützten" Parts und bei Flirts in der "passiven Rolle" wiederzufinden was für mich auch als Dritten unproblematisch nachvollziehbar war.



      I have been despised by better men than you.

      Post was edited 1 time, last by “Maegwin” ().

      Vorab es ist es jedem natürlich selbst überlassen ob er Kinder möchte oder nicht. Wobei es selbstverständlich das natürlichste der Welt ist welche zu wollen und zu bekommen. Das ist nun einmal der biologische Sinn des Lebens und für viele auch der Umstand der ihrem Leben tatsächlich einen wirklichen Sinn verleiht.
      Ich habe in letzter Zeit ein paar frisch gebackene Eltern in meinem Umkreis erlebt, dort ist die Beschreibung der Glücksgefühle mit "Spaß" nicht annähernd zutreffend beschrieben, ich habe Menschen noch nie so glücklich erlebt. Zudem ist diese Freude ja nicht nur auf die Eltern der Kinder beschränkt. Die Eltern meiner Freundin habe ich auch noch nie so glücklich gesehen wie als sie erfahren haben, dass sie Großeltern werden (durch den Bruder meiner Freundin). Ich freue mich auch so etwas wie ein Onkel zu sein.
      Zudem ist die Familie nun einmal die Keimzelle der Gesellschaft und ihre ureigene, mikrokosmische Form. Für mich persönlich ist nach meinem Eheverständnis jedes ernsthafte Zusammensein, jede Ehe, auf Nachkommenschaft hingeordnet. Das ist naturrechtlich der Zweck und Wesenselement dieser Verbindung und dient dem Erhalt der Gesellschaft.

      Nochmal: es ist dennoch natürlich vollkommen in Ordnung selbst keine Kinder zu wollen, wenn man das so für sich entschieden hat. Sollte man sich nicht groß für rechtfertigen müssen und keiner wirklichen Erklärung bedürfen. Was mich aber stört, Maegwin, ist, dass du sehr verkopft hier Statistiken und Wahrscheinlichkeiten anführst, um damit zu suggerieren, dass anhand dieser Umstände es eigentlich die vernünftige Wahl ist keine Kinder zu wollen, und jene, die es tun schön blöd sein müssen. Du drehst implizit den Spieß der (überflüssigen) Rechtfertigung um und lässt es wirken als müsste man sich für einen Kinderwunsch verteidigen, der nun einmal wirklich das normalste der Welt ist: auch alle deine Vorfahren in direkter Linie bis zum Ursprung des Lebens hatten Nachkommen. Es ist uns genetisch einprogrammiert.
      So etwas ist keine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung und selbst wenn es so wäre, denke ich nicht, dass es man die Nutzenseite angemessen hoch bewerten kann. Neben dem unvergleichlichen Elternglück kommt nämlich noch der fundamentale Nutzen für die Gesellschaft hinzu, der keinen egoistischen Charakter aufweist.

      Besonders stört mich:

      Maegwin wrote:

      Was mich dabei sachte kirre macht sind Leute (ich fürchte Narannia, da musst du dich ein bisschen angesprochen fühlen) die sich einen kleinen Klon und einen Altenpfleger schaffen möchten und zeitgleich Kinderlosen Egoismus und Selbstzentrierung vorwerfen.

      Natürlich ist die Entscheidung gegen Kinder keineswegs in ihrer Selbstzentriertheit mit der für Nachkommen zu vergleichen. Bei ersterem ist es der Kern dieser Entscheidung, beim zweiten kann es per Definition schon gar nicht rein egoistisch sein, da unweigerlich ein weiter Mensch in die Rechnung kommt, dem das Leben geschenkt wird. Wie egoistisch. Ich bin sehr dankbar für meine Existenz, auch wenn sie mitunter ihre Schattenseiten hat.
      Auch du sicherlich froh sein, wenn du dann mit deiner Kinderlosigkeit einhergehenden, höheren Rente, die dann von den Idioten bezahlt wird, die Kinder hatten, im Luxusaltenheim liegst und der ein oder andere Mini-Klon anderer Menschen auch dich pflegt. Diesen egoistischen Hedonisten sei dank.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

      Maegwin wrote:

      Was mich dabei sachte kirre macht sind Leute (ich fürchte Narannia, da musst du dich ein bisschen angesprochen fühlen) die sich einen kleinen Klon und einen Altenpfleger schaffen möchten und zeitgleich Kinderlosen Egoismus und Selbstzentrierung vorwerfen.
      In unserer westlichen Welt wird die Entscheidung für oder gegen ein Kind immer ausschließlich egoistisch beantwortet. Die Menschen kommen nur zu unterschiedlichen Ergebnissen darin, welche der beiden Varianten ihnen mehr "Spaß" verspricht.


      Ich fühle mich angesprochen, nehm's dir aber nicht krumm. Ich mache mir da keine Illusion. Wir kommen auf dem Gebiet nicht zusammen. Es muss ja auch nicht sein, dass man sich immer einig ist. Wahrscheinlich habe ich da auch einfach einen anderen Background. Mir war als Teenie schon klar, dass ich einmal Kinder haben möchte. Ich kann mich noch an ein Gespräch mit meinem Ausbilder erinnern. Er hatte mir geraten schulisch noch weiter zu machen. Ich hatte damals darauf geantwortet, dass ein Studium für mich nicht in Frage kommt, weil ich einmal eine Familie haben möchte. Da werden jetzt einige die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ... hat mein Ausbilder damals auch. Im Endeffekt war es die richtige Entscheidung. Als Elternteil und Ingenieur ist es bei uns nicht einfach. Flexible Arbeitszeiten mit Homeoffice sind fast nicht möglich. Da man es zeitlich nicht schafft eine Fachprojektleitung zu übernehmen, und da man auch nicht mehr Wochen/Monate/Jahre ins Ausland auf Baustelle gehen möchte, bleibt man immer nur der Handlanger. Nach jahrelangem Studium. Für mich hat das alles wunderbar geklappt. Verglichen mit gleichaltrigen Ingenieurskollegen verdiene ich schon 10 Jahre länger Geld und ich habe damals noch die fetten Jahre der Branche mitgemacht. Ich habe mir intern mein eigenes Tätigkeitsfeld aufgebaut. Ich habe mir immer etwas gesucht, wodurch ich gefordert wurde und hatte auch immer die richtigen Chefs, die mich dabei unterstützt haben. Ich hatte immer Spaß. Habe ich immer noch. Und dabei jede Flexibilität. Ein Heimchen war ich nie. Ich war froh, als die Elternzeit endlich vorbei war. Die Kinder musste ich aber nie in eine Krippe stecken, da die Großeltern in der Nähe sind.
      Das ist nämlich auch schade heute: Wenn ich lese, dass ich mir meinen persönlichen Altenpfleger heranziehen möchte. Schwachsinn!!! Meine Oma war auch im Altenheim. Aber die Familie (oder wir Enkel später auch alleine) war mehrmals die Woche für sie da. Zu Besuch. Um Zeit mit ihr zu verbringen. Und als wir mit ihr noch in einem Haus lebten, hat sie sich um uns Kinder gekümmert. (Das Mehrgenerationenhaus wird übrigens wieder beliebter bei Familien.) Für sie war das großartig. Sie hat immer gejammert, dass nur alte Leute um sie herum leben und die so nach und nach alle wegsterben. Daran muss ich immer denken, wenn mir erzählt wird, dass man dann im Alter halt WG's mit Freundinnen gründet. Meine Oma ist durch uns mit der Gegenwart verbunden gewesen. Und wir haben von ihr gelernt, wie ihre Jugend damals war.
      Ich hoffe natürlich, dass das Verhältnis zwischen mir und meinen beiden Klonen (wobei der Große eher nach meinem Bruder und die Kleine nach der Schwiegermutter kommt) immer gut bleibt. Dass es keine Garantie dafür gibt, weiß ich.
      Körperlich kann ich mich auch nicht beschweren. Die zwei problemlosen Schwangerschaften endeten mit spontanen Kaiserschnitten, nach denen ich jeweils am gleichen Tag schon wieder herumlaufen konnte. Aktuell fühle ich mich fit wie schon lange nicht mehr.
      Für mich ist es perfekt so, wie es bisher gelaufen ist. Wir haben den FÜR UNS idealen Weg gefunden.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.
      Du drehst implizit den Spieß um und lässt es wirken als müsste man sich für einen Kinderwunsch rechtfertigen, der nun einmal wirklich das normalste der Welt ist: auch alle deine Vorfahren in direkter Linie bis zum Ursprung des Lebens hatten Nachkommen.


      spektrum.de/lexikon/psychologi…tischer-trugschluss/10348

      Das liegt daran, dass "natürlich" keine rationale Erklärung für irgendeinen Umstand ist, sondern lediglich dann als Totschlagargument verwendet wird, wenn sich eine vernunftbasierte Argumentation nicht aufbauen lässt.
      Dass sich Menschen wie Champignons oder Farn seit Jahrtausenden vermehren ist einfach eine Tatsache ohne jede moralische Komponente. Unter bestimmten Umständen können "weniger Kinder" zu einem ethisch besseren Ergebnis für die Gesellschaft führen als "mehr Kinder" und zwar von der Ebene eines Individuums (überforderte, psychisch erkrankte Mutter) bis zur Nation (Massenarmut).
      Fortpflanzung mit Hilfe von Pauschalaussagen positiv zu verklären ist also eine Mischung aus argumentativer Hilflosigkeit und Faulheit, was man auch an deinen Kreisschlüssen sieht:

      Das ist nun einmal der biologische Sinn des Lebens und für viele auch der Umstand der ihrem Leben tatsächlich einen wirklichen Sinn verleiht.


      Der Sinn von Kindern ist, dass die Kinder Kinder bekommen, deren Kinder Kinder bekommen. Du merkst selbst, dass du dafür vermutlich kein Preisgeld auf dem Gebiet der Logik kassieren wirst?
      Da Deutschland zudem zur Zeit auf absolut natürliche Weise ausstirbt, kommst du nicht einmal mit der inneren Logik deines Vortrags sonderlich weit.

      Was mich aber stört ist, Maegwin, ist, dass du sehr verkopft hier Statistiken und Wahrscheinlichkeiten anführst, um damit zu suggerieren, dass anhand dieser Umstände es eigentlich die vernünftige Wahl ist keine Kinder zu wollen, und jene, die es tun schön blöd sein müssen.


      "Verkopft" ist ein etwas trauriger Versuch "rational" abzuwerten.

      Ich führe die Statistiken an um aufzuzeigen, dass sie dringend geändert werden müssen, damit Menschen wieder bereit sind ihr Glück "der kleinsten Zelle der Gesellschaft" zu finden ohne zeitgleich ein wirtschaftliches Martyrium ertragen zu müssen. Ob ein Martyrium dennoch emotional lohnenswert ist, kann immer nur der Märtyrer selbst entscheiden.
      Bei einer Geburtenrate derzeit von 1,5 scheint die Einstellung da recht gespalten zu sein. Die Beteiligten scheinen die klare Botschaft, dass wir nicht aussterben sollten weil wir nicht aussterben sollten nicht ganz verstanden zu haben.

      beim zweiten kann es per Definition schon gar nicht rein egoistisch sein, da unweigerlich ein weiter Mensch in die Rechnung kommt, dem das Leben geschenkt wird.


      Klingt gut, ergibt aber keinen Sinn. Wenn wir uns einen Heinrich VIII angucken sieht man recht fein, dass auch der dringendste Wunsch nach einem Kind nicht mit Altruismus gleichzusetzen ist.

      Auch du sicherlich froh sein, wenn du dann mit deiner Kinderlosigkeit einhergehenden, höheren Rente, die dann von den Idioten bezahlt wird, die Kinder hatten, im Luxusaltenheim liegst und der ein oder andere Mini-Klon anderer Menschen auch dich pflegt. Diesen egoistischen Hedonisten sei dank.


      Ich bin sicher mit genau diesem Gedanken haben ihre Eltern sie gezeugt - damit sie später meine Rente bezahlen. Vielen lieben Dank!
      Hätte ich das gewusst, hätte ich ihnen zum Zeugungsabend eine Flasche Wein und ein paar Weintrauben vorbeigebracht. <3

      Zur Erinnerung:
      Ich bin die, die die augenblickliche Vermögensverteilung und Belastung konkret unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kritisiert. Du bist derjenige, der sich im Allgemeinenplätzen über Natürlichkeit ergeht.
      I have been despised by better men than you.

      Post was edited 1 time, last by “Maegwin” ().

      Ich mache ausnahmsweise einen Doppelpost, weil ich Narannias Beitrag deutlich später gelesen habe und auch ein dringendes inneres Bedürfnis nach einer Zäsur verspüre.

      Ich fühle mich angesprochen, nehm's dir aber nicht krumm. Ich mache mir da keine Illusion. Wir kommen auf dem Gebiet nicht zusammen. Es muss ja auch nicht sein, dass man sich immer einig ist. Wahrscheinlich habe ich da auch einfach einen anderen Background. Mir war als Teenie schon klar, dass ich einmal Kinder haben möchte. Ich kann mich noch an ein Gespräch mit meinem Ausbilder erinnern. Er hatte mir geraten schulisch noch weiter zu machen. Ich hatte damals darauf geantwortet, dass ein Studium für mich nicht in Frage kommt, weil ich einmal eine Familie haben möchte. Da werden jetzt einige die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ... hat mein Ausbilder damals auch.


      Hmmm. Nein, ich schlage nicht die Hände über dem Kopf zusammen - deiner persönlichen Bewertung nach scheinst du ja die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich glaube auch nicht zwingend, dass entgegen dem, was wir vorher angeschnitten haben Akademikerin=günstig für das Kind bedeutet. Die finanziellen Voraussetzungen für ein späteres Studium oder Auflandsaufenthalte o.Ä. der Kinder sind vermutlich besser.
      Aber im Zweifel wird eine Mama mit einem "überschaubar" belastenden Job deutlich mehr Zeit und Geduld für den Nachwuchs haben.

      Meine Mama hat nach dem Abitur geheiratet und sich für ein Kind (mich) statt eines Studiums entschieden. Das war angesichts der ziemlich katastrophalen Ehe meiner Eltern und der Ausbildung, die sie dann letzten Endes erst als fortgeschritten Erwachsene machen konnte eine extrem ungute Entscheidung.
      Selbstverständlich ist also davon auszugehen, dass mich mein eigenes Elternhaus unheimlich schlecht gegenüber eigener Familiengründung eingestellt hat. Wir haben vermutlich auch mit der Hochzeit so lange gewartet, weil das Ereignis eine entsprechend negative Konnotation hatte und wir von den Ehen im erweiterten Bekanntenkreis eher unterdurchschnittlich begeistert sind.
      Was nichts bedeuten muss - unsere kurze hat aus meiner Sicht jetzt schon mehr Positives als die meiner Eltern in zwanzig Jahren.

      Wenn ich lese, dass ich mir meinen persönlichen Altenpfleger heranziehen möchte. Schwachsinn!!! Meine Oma war auch im Altenheim.


      Das war meinerseits sehr überspitzt ausgedrückt. Was ich meinte war vorrangig, dass Menschen der Alterseinsamkeit vorbeugen möchten. Aber ich hatte eine Zeit lang beruflich mit Pflegeheimen zu tun und denke nicht, dass die armen Menschen die dort verwahrlosen allesamt Singles oder schlechte Eltern waren.
      Gerade heute sind viele junge Menschen beruflich gezwungen sich an einem völlig anderen Ort niederzulassen als ihre Eltern und können gar nicht so oft helfen wie sie möchten. Und die gesellschaftliche Tendenz geht auch nicht unbedingt zur selbstlosen Aufopferung.

      Ich hoffe natürlich, dass das Verhältnis zwischen mir und meinen beiden Klonen (wobei der Große eher nach meinem Bruder und die Kleine nach der Schwiegermutter kommt) immer gut bleibt. Dass es keine Garantie dafür gibt, weiß ich.


      Ich habe den Eindruck, dass du deinerseits das Beste getan hast um zwischen dir und deinen beiden Klonen ein stabiles Fundament dafür zu legen und mehr geht vermutlich auch nicht.

      Für sie war das großartig. Sie hat immer gejammert, dass nur alte Leute um sie herum leben und die so nach und nach alle wegsterben. Daran muss ich immer denken, wenn mir erzählt wird, dass man dann im Alter halt WG's mit Freundinnen gründet. Meine Oma ist durch uns mit der Gegenwart verbunden gewesen. Und wir haben von ihr gelernt, wie ihre Jugend damals war.


      Heh, deine Oma war voll der Altersdiskriminierer! :)
      Nein, das ist tatsächlich eine Erfahrung, die ich nicht nachvollziehen kann, weil einen das Zusammenleben mit Gleichaltrigen das gesamte Leben über positiv begleitet. Und ich mir im Umkehrschluss schwer vorstellen kann nur mit Leuten jüngerer Generation zusammen zu sein, die meine Erinnerungen nicht richtig erfassen können. Dass die Gleichaltrigen langsam verschwinden erinnert einen aber vermutlich an das eigene Verschwinden. Oder vielleicht fühlt man sich nicht mehr als Teil der Gesellschaft. Schwierig, ich bin nicht sicher, ob das für mich ein Problem wäre.
      I have been despised by better men than you.
      spektrum.de/lexikon/psychologi…tischer-trugschluss/10348
      Das liegt daran, dass "natürlich" keine rationale Erklärung für irgendeinen Umstand ist, sondern lediglich dann als Totschlagargument verwendet wird, wenn sich eine vernunftbasierte Argumentation nicht aufbauen lässt.
      Dass sich Menschen wie Champignons oder Farn seit Jahrtausenden vermehren ist einfach eine Tatsache ohne jede moralische Komponente.

      Das kommt auf das zugrunde liegende Weltbild an. Wenn man davon ausgeht, dass die natürliche Ordnung nicht zufällig so ist, sondern auf einen göttlichen Willen fußt, dann erscheint ein Primat dieser Ordnung durchaus sinnvoll.


      Der Sinn von Kindern ist, dass die Kinder Kinder bekommen, deren Kinder Kinder bekommen. Du merkst selbst, dass du dafür vermutlich kein Preisgeld auf dem Gebiet der Logik kassieren wirst?

      Ich meinte damit, dass die Kinder das sinnstiftende Element des Lebens für viele Eltern sind. Fernab von jeglichem biologischen Arterhaltungstrieb sind sie so einfach der Grund sich jeden Tag 8 Stunden zum Bullshit-Job im Büro zu quälen.

      "Verkopft" ist ein etwas trauriger Versuch "rational" abzuwerten.

      "Rational" ist ein etwas trauriger Versuch andere Meinungen als irrational und somit unvernünftig abzuwerten:
      [...]Ich bin doch nicht wahnsinnig. :huh:

      Ergo sind im Umkehrschluss Leute, die Kinder bekommen wollen wahnsinnig. Das ist mein Hauptkritikpunkt, dass du dies so darstellst als könne man rational nur zu diesem Schluss kommen.

      Ich führe die Statistiken an um aufzuzeigen, dass sie dringend geändert werden müssen, damit Menschen wieder bereit sind ihr Glück "der kleinsten Zelle der Gesellschaft" zu finden ohne zeitgleich ein wirtschaftliches Martyrium ertragen zu müssen. Ob ein Martyrium dennoch emotional lohnenswert ist, kann immer nur der Märtyrer selbst entscheiden.

      Ich glaube du führst diese Statistiken an, um deinen Standpunkt keine Kinder zu wollen zu rechtfertigen, weil du dich leider gesellschaftlich oder wie auch immer noch für diese Entscheidung unter Rechtfertigungsdruck als Frau siehst. Grundlage des Ganzen war die bloße Frage warum du eigentlich keine Kinder willst. Es ist ja vollkommen in Ordnung, wenn du sagst, dass du dich nicht durch Kinder in deinem Leben einschränken möchtest (Quintessenz), aber dann werte bitte nicht andere Menschen ab, die die Entscheidung für sich anders treffen.

      Bei einer Geburtenrate derzeit von 1,5 scheint die Einstellung da recht gespalten zu sein. Die Beteiligten scheinen die klare Botschaft, dass wir nicht aussterben sollten weil wir nicht aussterben sollten nicht ganz verstanden zu haben.

      Achso, daran liegt die aktuelle Geburtenrate in Deutschland. Danke, dass du mir das erklärt hast. Ich dachte immer das ist ein Mosaik aus unterschiedlichsten Faktoren. Wirtschaftlicher Wohlstand ist statistisch übrigens begünstigend für eine niedrige Geburtenrate. Wäre also widersprüchlich zum "wirtschaftlichen Märtyrium".

      Klingt gut, ergibt aber keinen Sinn. Wenn wir uns einen Heinrich VIII angucken sieht man recht fein, dass auch der dringendste Wunsch nach einem Kind nicht mit Altruismus gleichzusetzen ist.

      Auch hier gilt: die Gründe Kinder zu wollen können unterschiedlich oder komplex sein. Du aber pauschalisierst sie ausschließlich auf "Spaß" und Egoismus.

      Ich bin sicher mit genau diesem Gedanken haben ihre Eltern sie gezeugt - damit sie später meine Rente bezahlen. Vielen lieben Dank!
      Hätte ich das gewusst, hätte ich ihnen zum Zeugungsabend eine Flasche Wein und ein paar Weintrauben vorbeigebracht. <3

      Ich habe nicht gesagt, dass dies der Grund für die Zeugung war, also Strohmann. Fakt ist aber, dass durch das Kinderkriegen per se potenziell ein Beitrag zur Gesellschaft geleistet wird. Wäre es nicht so, würde der Staat gar nicht erst Anreize schaffen, welche zu bekommen. Der potenzielle gesellschaftliche Beitrag kann natürlich auch bei kinderlosen Paaren noch höher sein, ist aber individuelle stark schwankend, während er einem Paar mit Kindern immanent ist.

      Zur Erinnerung:
      Ich bin die, die die augenblickliche Vermögensverteilung und Belastung konkret unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kritisiert. Du bist derjenige, der sich im Allgemeinenplätzen über Natürlichkeit ergeht.

      Du bist diejenige, die implizit den Kinderwunsch von anderen als irrational und wahnsinng abwertet. Ich bin der, den das stört und versucht aufzuzeigen, dass das natürlichste der Welt nicht irrational sein kann auch wenn du dort keinen Zusammenhang zwischen natürlicher Ordnung und Rationalität siehst.

      Vielleicht habe ich dich auch falsch verstanden. Ich akzeptiere vollkommen selbstverständlich natürlich einen individuellen Lebensentwurf. mich stört es nur wenn eine gegensätzlicher Entwurf per se abgewertet wird.

      Außerdem sehe ich es auch so, dass Frauen leider noch immer gesellschaftlich in Trennungsfällen benachteiligt sind, möchte aber hier nicht diese Systemfehler nicht weiter ausführlich diskutieren.
      Generell bin ich für heute raus. Ich habe noch viel zu tun und bin gesundheitlich angeschlagen.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

      Maegwin wrote:

      Der Unterschied ist aber auch, dass ich ein Haustier oder ein neues Auto bei Nichtgefallen wieder loswerden kann!

      Ein Kind kannst du auch wieder los werden in dem du es bspw. zur Adoption frei gibst. Trotzdem bin ich nach wie vor der Ansicht, dass der Vergleich Haustier - Auto - Kind "mäh" ist. Aber bei den meisten Frauen ist es ja dann doch eher so, dass sie ihr Kind um nichts in der Welt mehr eintauschen würden.

      Maegwin wrote:

      Ich habe ein paar Freundinnen und Arbeitskolleginnen die so ehrlich sind zu sagen, dass sie ihre Kinder zwar sehr lieben aber die Entscheidung so nicht noch einmal treffen würden. Und dann?

      Nichts und dann. Retrospektiv betrachtet denke ich würden wohl viele Mütter (oder Eltern generell) einiges anders machen, evtl. nur ein Kind bekommen statt drei, oder wie du sagst vielleicht auch gar keines, den Zeitpunkt anders wählen etc. Das heisst allerdings nicht, dass sie in der Gegenwart nicht trotzdem glücklich sind. Oder hat eine von deinen Freundinnen auch gesagt, dass ihr Kind sie unglücklich macht? Sicherlich gibt es auch Ausnahmen wie in Hildegundas Fall (tut mir sehr leid für dich), wo das "Kinderglück" am Ende doch mehr Leid und Unglück beschert hat. Aber in der Regel sind zumindest in meinem Bekannten-Kreis (von Ottonormalo bis Akademiker alles dabei) die meisten Paare der Ansicht, dass das Elternglück die Nachteile aufwiegt. Ich kann das leider (noch) nicht beurteilen.

      Maegwin wrote:

      Die Vor-und Nachteile betrachtet würde ich es übrigens nach unserem aktuellen gesellschaftlichen und medizinischem Stand als Mann noch für vernünftig halten, Kinder zu bekommen. Leg also ruhig los.

      Wenn ich die passende Partnerin hätte, würde ich ja sofort los legen. ;) Aber da werde ich mich wohl noch etwas gedulden müssen...

      Maegwin wrote:

      Für Frauen überwiegen wegen ein paar geschlechtsspezifischen zusätzlichen Problemen dann doch die Nachteile.

      In unserem Unternehmen ist es mittlerweile wirklich nichts ungewöhnliches mehr, dass sich die Eltern die Elternzeit untereinander aufteilen. Ich denke es gibt immer mehr Pioniere auf dem Gebiet und es geht in die richtige Richtung. Ich selbst könnte es mir durchaus auch vorstellen, ein paar Monate wegen dem kleinen Scheisser zu Hause zu bleiben, sofern meine Lebenspatnerin das überhaupt möchte. Es gibt ja auch immer noch den Fall, wo die Frau es begrüsst daheim bei dem Kind bleiben zu können. In der Schweiz ist es dann z.B. auch so, dass der arbeitende Teil für den nicht arbeitenden Teil in dieser Zeit einen Rentenbeitrag wie für sich selbst einzahlen muss, damit beide Teile abgesichert sind. Daneben ist bspw. unser Unternehmen auch recht familienfreundlich aufgebaut, es gibt hier viele Damen auf Führungspositionen, die es trotz Kinder bis dahin geschafft haben (auch wenn natürlich ausser Frage steht, dass Frau immer noch generell und biologisch bedingt im Nachteil ist wenn es um Nachwuchs geht, das möchte ich gar nicht weg diskutieren).

      Maegwin wrote:

      Das ist bei mir immer aneinandergekoppelt.
      Ich würde mich niemals in einen Mann verlieben den ich für dumm halte

      Dumm ist nicht gleich unvernünftig und Intelligenz ist kein Garant für Vernunft. Ich kenne hoch intelligente Menschen, die unvernünftige Dinge tun wie z.B. den El Capitano ohne Seil hoch klettern.

      Maegwin wrote:


      also verliebe ich mich auch gar nicht in die erst Vorstellung einer Mutterschaft, die ich für unvernünftig halte.

      Das verlange ich auch nicht. Ähnlich wie es der Drachenritter schon wirklich schön ausformuliert hat, denke ich lediglich, dass der Kinderwunsch nicht allein von vernunftbasierten Kriterien wie Zahlen, Daten, Fakten abhängig gemacht werden sollte, weil tatsächlich noch etwas mehr dahinter steckt. Statistiken können leider das potentielle "Elternglück" in keinster Weise miteinkalkulieren. Daher finde ich deine Aussage "Ich bin doch nicht wahnsinnig" auch nicht wirklich angemessen, da der Kinderwunsch tatsächlich das natürlichste auf der Welt ist und nichts "Wahnsinniges" in sich trägt.

      Maegwin wrote:

      Ich liebe nicht bedingungslos und möchte nicht bedingungslos geliebt werden.

      So wie ich das jetzt verstanden habe, spielen in deine Abneigung dem Kinderwunsch gegenüber neben wirtschaftlichen Faktoren auch viele persönliche Erfahrungen mit rein, die freilich nicht fröderlich dafür sind (Kontaktabbruch zu deinem Vater, von 8 bekannten Familien gibt es lediglich bei einer ein ausgewogenes Familienverhältnis zwischen Eltern und Kindern etc.), das heisst du bist somit freilich auch z.T. ein "gebranntes Kind". Mich schockiert perönlich dieses 8:1 Verhältnis in deinem Umfeld, da es sich in meinem Bekanntenkreis genau umgekehrt verhält. Familie hat in meiner Heimat einen extrem hohen Stellenwert und all meine Kumpels haben auch unzweifelhaft gute Verhältnisse zu ihren Müttern und Vätern, ebenso wie ich. Der Kinderwunsch hängt also auch sicherlich vom sozialen Umfeld ab in dem man aufgewachsen ist und in welcher Gesellschaftsschicht man sich befand. Ich z.B. kam in durchaus ärmlichen Verhältnissen zur Welt, ebenso wie viele meiner Freunde. Meine Eltern waren weder Akademiker, noch hatten sie gut bezahlte Jobs, weshalb die Familie immer alles war was ich an Reichtum hatte. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass vielleicht in Deutschland generell der Familiensinn nicht überall sooo stark ausgeprägt ist. Bei mir im Büro sind 6 Deutsche, ein Pole, ein Schweizer und ein Österreicher. Mehr oder weniger sind alle bei uns Akademiker, doch interessanter weisse haben alle 6 Deutschen Kollegen entweder gar keinen oder kaum Kontakt zu ihren Familien (vielleicht ein mal im Jahr zu Besuch oder so), während der Pole, der Schweizer und die Österreicherin sehr starke Familienbande knüpfen. Ich weiss dass diese "Stichprobe" nicht wirklich was taugt, aber auch aus den Unterhaltungen mit den Kollegen entnehme ich, dass es zumindest in ihren sozialen Umfeldern eigentlich gang und gäbe so ist.

      Abschliessend möchte ich sagen, dass vielleicht nicht jede Entscheidung die man im Leben trifft, rational erklärbar und anhand von vernunftbasierten Daten und Fakten hergeleitet sein muss wie z.B. auch der Glaube ein eine übergeordnete Gottheit.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 2 times, last by “el_drogo” ().

      Das kommt auf das zugrunde liegende Weltbild an. Wenn man davon ausgeht, dass die natürliche Ordnung nicht zufällig so ist, sondern auf einen göttlichen Willen fußt, dann erscheint ein Primat dieser Ordnung durchaus sinnvoll.


      Mangelnde Rationalität mit Religion retten?
      Ernsthaft?

      Mal abgesehen davon, dass keine mir bekannte Religion zur Grundlage hat unreflektiert biologischen Trieben zu folgen. Zugegebenermaßen bin ich im Satanismus nicht sonderlich firm, also lasse ich gern mit mir verhandeln.

      "Rational" ist ein etwas trauriger Versuch andere Meinungen als irrational und somit unvernünftig abzuwerten:
      [...]Ich bin doch nicht wahnsinnig.


      In diesen zwei kleinen Klammerlis und drei Pünktchen […] die du hier so schön runtergekürzt hast, versteckt sich ein verhältnismäßig ausführlich geschilderte Problematik, die eine abstruse gesellschaftliche Ungerechtigkeit aufzeigt und keine "andere Meinung". Du darfst sehr gern versuchen mir darzulegen, weshalb es klug ist, sich auf die von mir geschilderte Situation einzulassen.

      Ich glaube du führst diese Statistiken an, um deinen Standpunkt keine Kinder zu wollen zu rechtfertigen. zu begründen. Grundlage des Ganzen war die bloße Frage warum du eigentlich keine Kinder willst.


      Ähm.
      Ja?
      Ist etwas daran auszusetzen, wenn man seine Ansichten sachlich begründet?
      Soll ich lieber lügen?
      Dieser Vorwurf verwirrt mich gerade nachhaltig.

      Ich vertrete die Ansicht, dass Kinder zu bekommen nicht rational sondern lediglich emotional begründbar ist. Es kann also durchaus lohnend sein, allerdings nur subjektiv je nachdem, welchen Stellenwert man Emotionen beimisst.
      Wenn wir schon bei Verdachtsmomenten sind:
      Ich habe den Eindruck, dass du einfach nicht in diesem "Emotional-Körbchen" landen möchtest, weil es dir zu despektierlich erscheint. Deshalb versuchst du von biologischen Trieben bis zu Deus lo vult irgendeine zusätzliche objektive Begründung aus dem Hut zu ziehen, die die real vorhandenen Nachteile für Fortpflanzung argumentativ ausgleicht.

      Ich dachte immer das ist ein Mosaik aus unterschiedlichsten Faktoren.
      können unterschiedlich oder komplex sein.


      Ich möchte dir hier mit einem Mosaik aus unterschiedlichsten aber auch komplexen Argumenten widersprechen, die ich vorsichtshalber nicht genauer benennen werde.
      Die Natürlichkeit des Nichtaussterbens widerspricht der Natürlichkeit des Aussterbens aber.

      Ich habe nicht gesagt, dass dies der Grund für die Zeugung war, also Strohmann.


      Auch du sicherlich froh sein, wenn du dann mit deiner Kinderlosigkeit einhergehenden, höheren Rente, die dann von den Idioten bezahlt wird, die Kinder hatten, im Luxusaltenheim liegst und der ein oder andere Mini-Klon anderer Menschen auch dich pflegt. Diesen egoistischen Hedonisten sei dank.


      Ne, das ist kein Strohmann. Du hast impliziert, dass die Entscheidung für Kinder nicht egoistisch ist, weil fremde Mitglieder der Gesellschaft schließlich ebenfalls davon haben. Das lässt sich nur so ableiten, wenn zwischen der Entscheidung und der Tatsache auch eine Kausalität besteht.
      Eltern entscheiden sich aber nicht für Kinder, damit andere z.B. andere Rentner etwas davon haben sondern für sich selbst.

      Ich akzeptiere vollkommen selbstverständlich natürlich einen individuellen Lebensentwurf. mich stört es nur wenn eine gegensätzlicher Entwurf per se abgewertet wird.


      Wenn du es für "abwertend" hältst, dass ich die Entscheidung nach dem aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand für nicht rational halte, dann werden wir wohl beide damit leben müssen.
      I have been despised by better men than you.
      Ein Kind kannst du auch wieder los werden in dem du es bspw. zur Adoption frei gibst. Trotzdem bin ich nach wie vor der Ansicht, dass der Vergleich Haustier - Auto - Kind "mäh" ist. Aber bei den meisten Frauen ist es ja dann doch eher so, dass sie ihr Kind um nichts in der Welt mehr eintauschen würden.


      Klar.
      Wenn mein Kind entführt werden und auf dem Gipfel des Kilimandscharo liegen würde, würde ich sicher zitternd und frierend hochklettern, in meinem selbstgebastelten Papierzelt zerrupft auf einem Felsen liegen und trotzdem superglücklich sein, dass ich es in den Armen halte. Hat die Natur schon so schlau eingerichtet. Aber das ist ja nicht meine Situation.
      Meine Situation ist: Ich sitze gemütlich in meinem Wohnzimmer und eine Stimme sagt mir, dass ich gern so ein Kind-Ding haben kann - ich muss es mir aber da hinten auf dem komischen weißen Berg abholen.
      Ach. Naja. Lass mal. :)

      Nichts und dann. Retrospektiv betrachtet denke ich würden wohl viele Mütter (oder Eltern generell) einiges anders machen, evtl. nur ein Kind bekommen statt drei, oder wie du sagst vielleicht auch gar keines, den Zeitpunkt anders wählen etc. Das heisst allerdings nicht, dass sie in der Gegenwart nicht trotzdem glücklich sind. Oder hat eine von deinen Freundinnen auch gesagt, dass ihr Kind sie unglücklich macht? Sicherlich gibt es auch Ausnahmen wie in Hildegundas Fall (tut mir sehr leid für dich), wo das "Kinderglück" am Ende doch mehr Leid und Unglück beschert hat.


      Wahnsinnig, wahnsinnig schweres Thema weil es schwer ist "Glück" objektiv zu beurteilen.
      Bei dem "nicht nochmal machen" würde ich es schon so verstehen, dass sie die Kinder sie glücklich machen, sie ohne Kinder aber glücklicher gewesen wären. Ich kann da keine andere Bedeutung reininterpretieren. Ich bin auch nicht sicher, ob man sich so ein Unglücklichsein eingesteht, wenn man aus der Situation ohnehin nicht auskann und diese Einstellung sozial auch noch so massiv geächtet ist. Der Statistik nach sind Eltern durchschnittlich nicht glücklicher.
      Ich kenne natürlich auch superglückliche Eltern, aber eigentlich nur ein Paar mit dem ich mich so halbwegs identifizieren kann. Die anderen machen entweder wirre Helikopter-Sachen oder die Ehe läuft nicht besonders gut. Mir fehlen tatsächlich im Umfeld die positiven Beispiele.

      Dumm ist nicht gleich unvernünftig und Intelligenz ist kein Garant für Vernunft.


      Kein Garant, nein. Aber schon eine Hilfe.
      Wenn ich gegen etwas rational betrachtet schon eine sehr hohe Aversion (meist Sachen, die mir über Ableitungen schaden) habe, ist es unwahrscheinlich, dass ich mich emotional dazu hinreißen lasse. Ich würde auch behaupten, dass ich alle großen Entscheidungen meines Lebens "vernünftig" getroffen habe.
      Im Kleinen klappt es sehr viel weniger gut - bei ausreichend Schlaf und dem Konsum von Schoki-Eis zum Beispiel. :)


      Das verlange ich auch nicht. Ähnlich wie es der Drachenritter schon wirklich schön ausformuliert hat, denke ich lediglich, dass der Kinderwunsch nicht allein von vernunftbasierten Kriterien wie Zahlen, Daten, Fakten abhängig gemacht werden sollte, weil tatsächlich noch etwas mehr dahinter steckt. Statistiken können leider das potentielle "Elternglück" in keinster Weise miteinkalkulieren. Daher finde ich deine Aussage "Ich bin doch nicht wahnsinnig" auch nicht wirklich angemessen, da der Kinderwunsch tatsächlich das natürlichste auf der Welt ist und nichts "Wahnsinniges" in sich trägt.


      Tatsächlich kalkulieren sogar ziemlich viele Statistiken das Elternglück.

      spiegel.de/gesundheit/sex/erzi…-ausziehen-a-1283038.html

      Ansonsten siehe oben:
      Dass der Kinderwunsch meiner Meinung nach wahnsinnig sei, entspricht ausschließlich Dragonknights Zitat.

      So wie ich das jetzt verstanden habe, spielen in deine Abneigung dem Kinderwunsch gegenüber neben wirtschaftlichen Faktoren auch viele persönliche Erfahrungen mit rein, die freilich nicht fröderlich dafür sind (Kontaktabbruch zu deinem Vater, von 8 bekannten Familien gibt es lediglich bei einer ein ausgewogenes Familienverhältnis zwischen Eltern und Kindern etc.), das heisst du bist somit freilich auch z.T. ein "gebranntes Kind".


      Ja, absolut - wobei sich wirtschaftlicher Faktor und persönliche Erfahrung ja nicht ausschließen. Die statistischen Daten die ich angeführt habe, sind eben nicht abstrakt sondern spiegeln sich auch in meinen Erfahrungen wieder. Und ich habe ja auch andere Gründe wie z.B. gesundheitliche Risiken genannt.
      aerzteblatt.de/archiv/202437/B…naler-Geburten-aufklaeren
      Eine Freundin und eine Arbeitskollegin wären fast verstorben, mehrere sind inkontinent.

      Wir haben früher in einer größeren Gruppe Urlaub gemacht (12-14 Personen). Wir haben mal durchgerechnet und nur ein einziges unserer Elternpaare war noch zusammen. Das sind zufälligerweise - oder auch nicht - diese obengenannten Freunde, die ich auch jetzt für vorbildliche Eltern halte.
      Die anderen von uns haben entweder gar keine Kinder oder ein Familienmodell, das ich eben nicht für beneidenswert halte.
      Ich habe viele dieser statistisch anmutenden Werte live und in Farbe erlebt. Wie meine Omi, selbst Direktorin eines großen Unternehmens, sich von Opa Geld für Einkäufe abrechnen lässt.
      Zudem habe ich auch noch beruflich sehr lange mit Frauen zu tun gehabt, die ihrem Unterhalt hinterhermussten.


      Abschliessend möchte ich sagen, dass vielleicht nicht jede Entscheidung die man im Leben trifft, rational erklärbar und anhand von vernunftbasierten Daten und Fakten hergeleitet sein muss wie z.B. auch der Glaube ein eine übergeordnete Gottheit.


      Natürlich nicht.
      Ich habe meine übergeordnete Gottheit in diesem Forum auch schon gut 400 Beiträge lang verteidigt. Wobei der Glaube an diese Gottheit an sich ebenfalls rational ist, wenn man es genau bedenkt - aber das ist ein weites Feld.

      Aber ist denn das so schlimm?


      Warum soll es schlimm sein?
      I have been despised by better men than you.

      Post was edited 1 time, last by “Maegwin” ().

      Maegwin wrote:

      was wir vorher angeschnitten haben Akademikerin=günstig für das Kind bedeutet


      Ich hatte damit auch im Sinn, was aus einer Gesellschaft werden würde, wenn nur noch Menschen aus der unteren Gesellschaftsschicht Kinder bekommen würden.

      Maegwin wrote:

      dass die armen Menschen die dort verwahrlosen allesamt Singles oder schlechte Eltern waren


      Sagt ja keiner. Wer weiß, wo es meine Kinder mal hin verschlägt. Aber ich hab' noch eine Chance. ;)

      Maegwin wrote:

      Und die gesellschaftliche Tendenz geht auch nicht unbedingt zur selbstlosen Aufopferung.


      Leider!

      Maegwin wrote:

      Ich habe den Eindruck, dass du deinerseits das Beste getan hast um zwischen dir und deinen beiden Klonen ein stabiles Fundament dafür zu legen und mehr geht vermutlich auch nicht.


      Mal sehen ... die Pubertät kommt noch ...

      Maegwin wrote:

      Heh, deine Oma war voll der Altersdiskriminierer!
      Nein, das ist tatsächlich eine Erfahrung, die ich nicht nachvollziehen kann, weil einen das Zusammenleben mit Gleichaltrigen das gesamte Leben über positiv begleitet. Und ich mir im Umkehrschluss schwer vorstellen kann nur mit Leuten jüngerer Generation zusammen zu sein, die meine Erinnerungen nicht richtig erfassen können


      Ich denke, dass es die Mischung macht. Meine Oma hat den Zweiten Weltkrieg mitbekommen. Da ist es bestimmt auch gut, wenn man das Erlebte mit anderen aufarbeiten kann, die da ebenfalls durch mussten. Allerdings war meine Oma auch immer happy wenn der hübsche Zivi mit den schwarzen Haaren und blauen Augen ("Der hat die sieben Schönheiten, hat man früher immer g'sagt!") wieder da war. Oder ihre Feststellung, dass der dunkelhäutige Zivi sich "auch nicht anders anlangt als wir". Sie ist immer neugierig geblieben. Ich musste ihr Internet und Emails erklären. Ich hatte den Eindruck, dass sie es sehr genossen hat, wenigstens immer mal wieder junge Leute um sich herum zu haben.

      el_drogo wrote:

      Mich schockiert perönlich dieses 8:1 Verhältnis in deinem Umfeld, da es sich in meinem Bekanntenkreis genau umgekehrt verhält.


      Mich auch.

      Maegwin wrote:

      Mal abgesehen davon, dass keine mir bekannte Religion zur Grundlage hat unreflektiert biologischen Trieben zu folgen.

      Naja, die katholische Kirche nimmt sich immerhin heraus, künstliche Verhütungsmittel in der Ehe zu verbieten.

      Maegwin wrote:

      Eltern entscheiden sich aber nicht für Kinder, damit andere z.B. andere Rentner etwas davon haben sondern für sich selbst.

      Leider kann ich mir nicht aussuchen, wem meine Kinder und Enkel mal die Rente bezahlen. Jetzt mal rein aus dem finanziellen Aspekt betrachtet.

      Maegwin wrote:

      Der Statistik nach sind Eltern durchschnittlich nicht glücklicher.


      Im Großen und Ganzen sind Eltern aber "später grundsätzlich zufriedener und weniger anfällig für Depressionen". Oder: "Je größer die Familie, desto zufriedener sind Menschen im Alter mit ihrem Leben und ihrem Umfeld."
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      The Dragonknight wrote:


      Auch du sicherlich froh sein, wenn du dann mit deiner Kinderlosigkeit einhergehenden, höheren Rente, die dann von den Idioten bezahlt wird, die Kinder hatten, im Luxusaltenheim liegst und der ein oder andere Mini-Klon anderer Menschen auch dich pflegt.

      Ich bin sicherlich froh, dass gut ausgebildete, gut verdienende, in Vollzeit arbeitende Damen wie Maegwin ab August 2021 den Kita-Platz meines Kindes, der mir kostenfrei zusteht, ganze 5-6 Jahre lang finanzieren. Anschließend sogar noch eine mindestens zehn Jahre lang gehende Schulausbildung. Dazu unterstützen sie mich noch mit mindestens 44.064€ bei gleichbleibenden 204€ Kindergeld monatlich, bezogen 18 Jahre lang (Tendenz geht natürlich wegen Abitur und anschließender/m Berufsausbildung/Studium heutzutage schon in Richtung längeren Bezug). Ich "Idiotin" muss später sicherlich auch nicht deren Rente bezahlen - ich beziehe dann selber Rente. Kindlein hingegen kann sich schon ein wenig durch Einzahlung in die Rentenkasse bei den freundlichen Menschen, die durch ihre Steuerzahlungen dafür gesorgt haben, dass es so gut ausgebildet ist. Das mache ich aktuell mit meinen Einkommen immerhin auch bei den derzeitigen Rentnern - die haben dafür aber auch meine Kindheit finanziert. Geben - Nehmen. So schön.
      Tschuldigung, aber das war mir echt zu polemisch. Das wollte ich so nicht stehen lassen. Kinder sind nun einmal teuer - deswegen fängt die Gesellschaft einen Teil davon auf. Pflege ist auch teuer - deswegen fängt die Gesellschaft einen Teil davon auf.

      Mich triggert gerade ein wenig, wie hier Schwangerschaften, Geburten, Kindererziehung als Sinn des Lebens, die einzige Erfüllung, das wahre Glück der Welt dargestellt werden. Das mag gewiss für viele so stimmen. Man tut aber Frauen wie diesen ( Geburt: [ich will das hier nicht als Video eingebettet haben]https://www.youtube.com/watch?v=OrK2wnS_8Xo[/ende] ; Mutterglück: focus.de/familie/eltern/eltern…ht-lieben_id_9409814.html ) keinerlei Gefallen damit, ihre Empfindungen so dermaßen unter dem Teppich zu kehren, als dürfe das nicht sein edit: gäbe es das nicht.
      Bedingungslose Liebe lese ich auch häufig. Ich habe noch kein Kind und kann das dementsprechend noch nicht einschätzen. Mir fällt aber aktuell die Vorstellung wahrlich schwer, mein Kind bedingungslos zu lieben, wenn es beispielsweise mit 20 plötzlich Neonazi wäre. ?(