Auf den Tisch kommt heute ...

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      Eine relativ kurzfristige Planänderung hat ergeben, dass meine Eltern am ersten Weihnachtstag zu uns kommen anstatt umgekehrt. Das bedeutet ich muss auch ein Weihnachtsmal zubereiten. Traditionell gibt es bei uns in der Familie eigentlich immer Gans bzw. Ente, je nach Personenzahl. Meine Freundin isst jedoch nur eine sehr begrenzte Auswahl an Tieren (eigentlich nur Hähnchen, Schwein und Rind), dort aber auch nur die mageren Stücke.
      Es ist also nicht so einfach.
      Ich hatte dann an eine Maispoularde gedacht, es ist auch ein ganzer Vogel aus dem Ofen, das heißt die Tradition bliebe bestehen und meine Freundin würde es essen. :hmm:
      Ich würde dazu dann entweder Brezenknödel und Rotkohl selbst machen/einlegen oder ich bin faul und nehme so fertige Mandel- bzw. Kürbiskernkroketetten und verfeinere lediglich Rotkohl aus dem Glas.
      Nachtisch wird wohl Creme-Brülee, die kann ich auch schon gut vorbereiten. Vorspeisen-Suppe ist auch gut vorzubereiten oder wird von meiner Mutter mitgebracht.
      Nachdem ich die letzten Jahre bei meinen Eltern bzw. Schwiegereltern die Weihnachtstage also lediglich zu Gast war, wird dieses Jahr jedenfalls wieder etwas stressiger in der Küche.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Traditionen kann man ändern. ;)

      Nach dem Tod meines Vaters sind wir Weihnachten nicht mehr zu meiner Mutter gegangen, weil sie das nicht gut ertragen konnte, ohne meinen Vater da zu sitzen. Jetzt sind wir immer bei mir und machen Fondue als neue Tradition, was wir vorher nie gemacht haben. Ein situationsbedingter Traditionswechsel, der uns aber gut getan hat.

      The Dragonknight wrote:

      Ich würde dazu dann entweder Brezenknödel und Rotkohl selbst machen/einlegen oder ich bin faul und nehme so fertige Mandel- bzw. Kürbiskernkroketetten und verfeinere lediglich Rotkohl aus dem Glas.


      Aber die Kroketten müssen halt dann auch in den Ofen, der ja schon von der Poularde belagert ist. Für die Knödel brauchst du nur den Topf. Rotkohl aus dem Glas ist doch vollkommen in Ordnung. Mache ich auch. Wir machen nur Krautsalat immer selbst.

      Wir haben das letztes Jahr zum ersten Mal mit meinen 3 Geschwistern gemacht. Da gab's Gänsekeulen und dieses Jahr habe ich eine ganze Gans bestellt. Ich wäre auch offen für was nicht ganz so traditionelles gewesen, aber meine jüngeren Geschwister waren allesamt für etwas Klassisches. Vielleicht weil unsere Mutter das nie gemacht hat. Die macht zwar auch immer etwas Leckeres, aber halt jedes Jahr etwas anderes. Als unsere Oma noch gelebt hatte, gab es auch immer eine Gans. Und irgendwie war das immer etwas, auf das sich jeder gefreut hatte.
      Meine Schwester bringt eine Nachspeise mit. Ein Bruder die Vorspeise, der andere Bruder ist für den Wein zuständig. Mein Mann macht die Gans, dann bleiben für mich nur noch die Beilagen und die Deko.

      Hat jemand von euch Erfahrung mit einer gefüllten Gans? Es gibt ja die Möglichkeit, die mit Semmelknödelteig zu stopfen. Geht das gut? Oder dauert das dann zu lange?

      Das ist dann der 2te Feiertag.
      Heiligabend haben sich bei uns Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln eingebürgert. Das mögen auch die Kinder sehr gerne. Und ganz wichtig ist danach die Nachspeise: Mousse au Chocolat mit Streusel drauf. ;)

      Am 1sten Feiertag kommen unsere Eltern nachmittags zu uns. Schwiegermutter fährt ungerne im Dunkeln. Da gibt es dann nur Plätzchen, selbstgemachten Stollen, selbstgemachten Baumkuchen und noch ein paar salzige Kleinigkeiten. Wahrscheinlich wird es für uns dann eher etwas Leichtes geben.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.
      Die Ofenbelegung ist nicht das Problem, da wir eine Heißluftfritteuse haben, in welcher die Kroketten gemacht werden würden. Das Gerät ist übrigens eins der wenigen, was wir fast täglich benutzen. Man kennt ja vermutlich, dass man irgendein Gerät oder Werkzeug für die Küche kauft, was man dann eher so drei Mal im Jahr verwendet (Dampfgarer, Donutmaker oder Raclettegerät wären da bei uns so Kandidaten). So eine Heißluftfritteuse ist aber eigentlich ein kleiner Umluftbackofen, der durch die hohe Luftzirkulation schneller und knackiger backt als der große Ofen. So sind darin auch schnell einfach mal zwei Brötchen oder Brezeln aufgebacken oder herrlich krosse frische Ofenkartoffeln innerhalb von 20 Minuten zubereitet. Aber ich schweife ab.

      Ich werde nun Iberico-Schweinefilet bei Niedrigtemperatur im Ofen garen. Dazu mache ich eine recht aufwendige Lebkuchen-Bratensoße (komplett selbst gemacht mit u.a. gerösteten Markknochen als Anfangsschritt) und die o.g. Kroketten, sowie TK-Apfelrotkohl, den ich noch mit Schmalz, Apfelsaft und weihnachtlichen Gewürzen verfeinere.
      Als Nachtisch mache ich Creme-Brülee und Walnuss-Ahornsirup-Eis selbst. Die Vorspeisensuppe bringt meine Mutter mit.
      Insgesamt hält sich der Aufwand also sehr in Grenzen. Eis und Creme Brülee kann man gut an Heiligabend weitestgehend vorbereiten, die Soße muss zwar etwa 5 Stunden zum einreduzieren köcheln, ist aber auch keine Problem das am Vortag zu machen. Somit wird es relativ stressfrei aber dennoch ein geschmacklich ganz annehmbares Mahl, denke ich.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Das hört sich nach einem guten Plan an! :thumbup: Und lecker hört es sich auch an!
      Bei uns darf es nicht allzu ausgefallen sein, weil es sonst die Kinder nicht essen.

      The Dragonknight wrote:

      Man kennt ja vermutlich, dass man irgendein Gerät oder Werkzeug für die Küche kauft, was man dann eher so drei Mal im Jahr verwendet


      Ich bin da tatsächlich standhaft. Anfang des Jahres habe ich mir nach langer (wirklich seeeehr langer) Überlegung eine gute Küchenmaschine zugelegt. Nein, nicht das gehypte Gerät vom Teppichhersteller, das mir sämtliche Freundinnen immer versuchen schmackhaft zu machen. Ich backe sehr gerne und viel (das liegt mir eher als das Kochen) - und seit einiger Zeit auch Brot. Die Maschine ist 5 Tage die Woche in Gebrauch. Ich bin selbst froh, dass sich das nicht als Fehlkauf herausgestellt hat.
      Mein Mann muss da immer eingebremst werden. Der würde sämtliche Geräte kaufen, die es gibt.
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      Am Montag werden wir meinen Vater mit Anhang zum Weihnachtsessen empfangen.
      Es gibt eine Ente, Brezenknödel, Pfifferlinge, und eine auf Basis der Innereien gemachte Apfel-Orangen-Rotwein-Soße. Als Nachtisch selbstgemachtes Erdbeer-Sorbet. Nur was die Gemüsebeilage angeht, habe ich noch keinen Plan. Eigentlich wäre Rotkohl naheliegend, aber den mag mein Vater nicht. Ich hatte an Blumenkohl gedacht, aber der wäre mMn zu laff. Rosenkohl dagegen zu streng. Im Moment favorisiere ich frittierten Kürbis. Hat jemand noch eine Idee?
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      HappyTime wrote:

      Hat jemand noch eine Idee?

      Ich würde Wurzelgemüse vorschlagen oder geschmorten Weißkohl....oder wenn die Orangensauce nicht wäre Sahnesauerkraut, auch wenn da ja Rotkohl mein absoluter Favorit wäre.
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison

      Doch es ist Zeit für mich zu lernen, dass nichts für immer bleibt, sowohl das, was gut tut, als auch das, was schmerzt.
      Danke für deine Vorschläge. Aber heute Morgen ist mir beim fahren eine gute Idee gekommen. Ich verzichte auf die Knödel, und kombiniere dafür Gemüse- und Sättigungsbeilage, in dem ich mal wieder die hier schon mal erwähnten Kürbis-Rösti mache. Die dürften gut zu der Soße und den Pilzen passen.
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      Ich habe gestern diverse Liköre gemacht bzw. abgefüllt.
      So hatte ich schon seit vier Wochen einen Walnusslikör in reifen, der nun fertig war. Dazu habe ich nun Eierlikör selbstgemacht, der ein Gedicht ist. Eine Flasche davon wird verschenkt.
      Dazu wurde noch Spekulatioslikör gemacht, ebenfalls als Geschenk. Die Festtage können kommen.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Wir tischen im Moment den heißen Stein auf.
      Es gibt Rinderhüfte, Lammhüfte, Pute, und Garnelen. Dazu diverses für Raclette (Kartoffeln, Gemüse, Käse), und ich habe noch einen großen Krautsalat gemacht.
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      Wir waren heute auswärts essen..
      Ich hatte dreierlei Fleisch, 2 Stücke Entenbrust, 2 Stücke Lammfilet, und 1 Hirschkotelett. Dazu Maronen, Rotkohl-Apfel-Salat, Rosmarin-Kartoffeln, und eine wirklich ausgezeichnete Sherry-Soße.
      War mega lecker.
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      Habe heute mit Resten experimentiert und eine Art Curry aus der Pfanne gezaubert.

      Zutaten waren Zwiebel und Knoblauch, frische Tomaten, Rest Dattel-Erdnussbutter und Kokosmilch, Reste von Seitan-Geschnetzeltem und eine nicht mehr ganz so schöne halbe Avocado und eine Dose Kichererbsen.
      Alles bis auf die letzten drei Zutaten schön lange köcheln lassen und mit Zitronenpfeffer und Tandoori Masala (beides mal auf einem Mittelaltermark erstanden) abgeschmeckt.
      Am Ende frische Limette drüber und da es ein wenig zu salzig war mit einem Klacks Joghurt und frischer Petersilie garniert.
      Dazu Reis.

      Ich bin sehr begeistert von meiner Kreation, schön dass noch was für morgen übrig geblieben ist! :thumbsup:
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<