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Ernährung

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      Rory2016 wrote:

      Aber es war eigentlich nie meine Art mit Umwelt oder individueller Gesundheit für Veganismus zu streiten.

      Die Debatte wäre auf sachlicher Ebene auch nicht zu gewinnen.

      Rory2016 wrote:

      Aber genauso wie bei der Sache ssnake sagte, von wegen Entscheidung des Erwachsenen wie er/sie sich ernähren möchte- ja natürlich. Aber meiner Meinung gehört es z.B. zu einer Verantwortungsvollen Erziehung genauso dazu, wenn ein Kind fragt nicht zu verschweigen das es eigentlich nicht der Lebenszweck von Tieren ist im Supermarktregal zu landen.

      Was ist der Lebenszweck von Tieren? Oder von Pflanzen, von Menschen?
      Ich mag keine Helden. Sie machen mir zu viel Lärm in der Welt.

      Voltaire
      (1694 - 1778)

      Farepoynt wrote:

      Was ist der Lebenszweck von Tieren? Oder von Pflanzen, von Menschen?


      Ich denke damit ist gemeint, dass Tiere nicht von Geburt an auf engstem Raum eingepfercht dahinvegetieren sollten, nur um dem Menschen als Nahrung zu dienen.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

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      Ich habe mich nun auch dazu entschieden meinen Fleischkonsum stufenweise weiter einzuschränken.
      Tatsächlich sind mittlerweile die Tage an denen ich Fleisch esse ohnehin seltener als die an denen ich vegetarisch esse.
      Ich habe in der Vergangenheit schon beschlossen keine Jungtiere mehr zu essen, also waren Lamm, Kalb und Spanferkel gestrichen.
      Nun weite ich das auf Schweinefleisch aus, da ich Schweine als Tiere eigentlich sehr gerne habe und ihre Intelligenz doch sehr hoch ist. Der nächste Schritt wäre z.B. Rind, dann Geflügel.

      Ausschlaggebendes Kriterium für mich ist aber weiterhin das Leid der Tiere. Wenn ich weiß, dass das Tier ein gutes Leben und einen schmerzfreien Tod hatte, dann würde ich es auch weiterhin essen. In den allermeisten Fällen weiß ich das allerdings nicht und würde die perverse Massentierhaltungsindustrie unterstützen.
      Wo ich gebürtig herkomme gibt es aber z.B. einen Pferdemetzger, der mit meinen Eltern befreundet ist. Dort weiß ich, dass die Tiere gut gelebt haben (klar, Pferde werden nicht massenhaft für den Fleischkonsum "produziert").
      Da sehe ich persönlich wenig Probleme.

      Vegan zu leben wäre auch überhaupt nichts für mich, da ich die Ideologie nicht teile. Natürlich ist auch hier Massentierhaltung verwerflich und problematisch (Stichwort Leid bzw. Tierwohl, was ich oben ja noch als ausschlaggebend genannt habe), jedoch sehe ich bei tiergerechter Haltungsform hier keinerlei Probleme. Wir kaufen seit geraumer Zeit schon nur noch Milch mit weiterführenden Biosiegeln (Naturland z.B.) und die Eier bekommen wir ausschließlich von den Eltern meiner Freundin, bei denen die Hühner frei herumstapfen. Mir konnte noch kein Veganer überzeugend erklären, was daran problematisch sein soll.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

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      The Dragonknight wrote:

      Wir kaufen seit geraumer Zeit schon nur noch Milch mit weiterführenden Biosiegeln (Naturland z.B.) und die Eier bekommen wir ausschließlich von den Eltern meiner Freundin, bei denen die Hühner frei herumstapfen. Mir konnte noch kein Veganer überzeugend erklären, was daran problematisch sein soll.

      Naja, im Prinzip isst man ja eine unbefruchtete Eizelle. Wie bei allen anderen tierischen Lebensmitteln ist es letzthin immer eine Frage von Kultur und Moral. Auf den Phillippinen gilt beispielsweise auch Balut (ein befruchtetes Ei, wo der Embryo z.T. schon recht ausgeprägt ist) als Delikatesse, in anderen asiatischen Ländern werden Tiere z.T. sogar lebendig verspeisst. Prinzipiell sehe ich persönlich nichts unnatürliches daran Fleisch zu essen, der Mensch hat zu jeder Zeit in jeder Epoche Fleisch gegessen und mir ist auch keine Kultur bekannt, die je vegetarisch gelebt hat. Trotzdem ist das was in der Massentierhaltung betrieben wird einfach nur noch pervers und abartig, weshalb auch ich selber versuche meine Fleischkonsum einzuschränken. Da wo ich herkomme gibt es glücklicherweise 2 kleinere Metzgerbuden die ihr Fleisch hauptsächlich von regionalen Bauern beziehen, die ich z.T. sogar persönlich kenne. Ich kenne auch die Metzger selbst recht gut und weiss, dass sie die Tiere bei der Schlachtung mit Respekt behandeln und versuchen die Tötung so schnell und schmerzfrei wie nur möglich durch zu ziehen. Wenn ich nicht dort einkaufe, lebe ich ansonsten ja hauptsächlich in der Schweiz, wo jegliches Fleisch grundsätzlich (und wohl auch zu Recht) um ein vielfaches teurer ist als in Deutschland, Österreich, Italien etc... und wo man sich prinzipiell auf bestimmte "Qualitätssiegel" durchaus einigermassen verlassen kann.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      el_drogo wrote:

      Naja, im Prinzip isst man ja eine unbefruchtete Eizelle.

      Eben, unbefruchtet. Ich sehe da kein Problem. Dass die Sachen, die man isst in den allermeisten Fällen eigentlich Lebewesen, oder der Fortpflanzung jener dienen, ist nun einmal naturgegeben. Nur diese enthalten Nährstoffe, man kann ja schlecht Steine essen. Bei einem Pinienkern oder einer Nuss höre ich auch nicht das Argument, dass das ein potenzielles Lebewesen ist. Wobei hier im Gegensatz zum Ei wirklich eine Befruchtung stattfand.
      Die Hühner essen zerbrochene Eier doch selbst. Wenn man diese Eier bei einer tiergerechten Haltung selber verwendet ist das eine Win-Win-Situation. Das Huhn bekommt das Leben samt Futter, Schutz und Zuflucht, der Mensch nimmt sich dafür das Ei.
      Bei Kühen ist das im Idealfall ähnlich. Ein Kalb braucht nur einen kleinen Bruchteil der Milch, welche eine Milchkuh produziert. Da nimmt man niemanden etwas weg.
      Tatsächlich ist aber die muttergebundene Kälberaufzucht selbst bei vielen Bio-Betrieben nicht gegeben. Das würde ich schon als potenziell enormen Leidfaktor sehen, Müttern ihre Kinder wegzunehmen.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

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      The Dragonknight wrote:

      Bei Kühen ist das im Idealfall ähnlich. Ein Kalb braucht nur einen kleinen Bruchteil der Milch, welche eine Milchkuh produziert. Da nimmt man niemanden etwas weg.


      Ja, da hast du recht, bei "normaler" Aufzucht des Kalbes. Bei muttergebundener Aufzucht sieht es anders aus.

      The Dragonknight wrote:

      Tatsächlich ist aber die muttergebundene Kälberaufzucht selbst bei vielen Bio-Betrieben nicht gegeben.


      Ja, das liegt an arbeitswirtschaftlichen und ökonomischen Ursachen: Das Kalb trinkt weit mehr als notwendig, dass wird dann gerade bei Bio-Betrieben zum Problem, da die Kühe idR. deutlich weniger Milch geben als bei konventionellen Betrieben.

      The Dragonknight wrote:

      Das würde ich schon als potenziell enormen Leidfaktor sehen, Müttern ihre Kinder wegzunehmen.


      Hmmh, kann nur von meinem Betrieb sprechen: Das Kalb bleibt 2-3Tage bei der Mutter, danach kommt die Mutter wieder zu der Herde zurück, Kuh und Kalb bleiben aber noch im selben Gebäude. Die Kuh hat weiterhin Kontakt zum Kalb. Milch erhält das Kalb aber mittlerweile mit dem Tränkeeimer. Nach 1-4 Wochen (hängt vom Platzangebot ab) werden die Kälber dann umgestallt (von der Mutter getrennt). In diesem Zeitraum verliert ein Großteil der Mütter das Interesse an den Kälbern. Das ist aber tierindividuell unterschiedlich ausgeprägt.

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      The Dragonknight wrote:

      el_drogo wrote:

      Naja, im Prinzip isst man ja eine unbefruchtete Eizelle.

      Eben, unbefruchtet. Ich sehe da kein Problem. Dass die Sachen, die man isst in den allermeisten Fällen eigentlich Lebewesen, oder der Fortpflanzung jener dienen, ist nun einmal naturgegeben. Nur diese enthalten Nährstoffe, man kann ja schlecht Steine essen. Bei einem Pinienkern oder einer Nuss höre ich auch nicht das Argument, dass das ein potenzielles Lebewesen ist.

      Naja deshalb sagte ich ja, es ist immer eine Frage der eigenen Kultur und Moral. Manche finden es unproblematisch einen Embryo zu verspeisen, was andere wiederum verwerflich finden. Jene finden es aber Ok, das unbefruchtete Ei zu verspeisen, was wiederum andere verwerflich finden... Mittlerweile ist ja klar, dass auch Pflanzen empfindsame Wesen sind, die eine Art "Bewusstsein" haben, die Welt um sich herum auf ihre Weise wahrnehmen und mit ihr interagieren. Am Ende steht irgendwann immer die Frage, was Leben selbst eigentlich ist, wodurch es sich definiert und wie viel Respekt man davor haben sollte.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

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      rkhpd90 wrote:

      Hmmh, kann nur von meinem Betrieb sprechen: Das Kalb bleibt 2-3Tage bei der Mutter, danach kommt die Mutter wieder zu der Herde zurück, Kuh und Kalb bleiben aber noch im selben Gebäude. Die Kuh hat weiterhin Kontakt zum Kalb. Milch erhält das Kalb aber mittlerweile mit dem Tränkeeimer. Nach 1-4 Wochen (hängt vom Platzangebot ab) werden die Kälber dann umgestallt (von der Mutter getrennt). In diesem Zeitraum verliert ein Großteil der Mütter das Interesse an den Kälbern. Das ist aber tierindividuell unterschiedlich ausgeprägt.

      Danke für die Aufklärung aus erster Hand. Ich kenne nur einen möglicherweise unverlässlichen Augenzeugenbericht einer unbekannten dritten Person, die davon berichtete die Kühe würden an dem Tag, wo man ihnen die Kälber wegnimmt die ganze Zeit "schreien", was er unerträglich fand. Die Person hatte laut eigener Aussage eine Zeit lang bei einem konventionellen Milchbetrieb gearbeitet.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
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