Kurze Frage - kurze Antwort

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      Wie bereits erwähnt ist die Informationslage dazu dürftig, weil wir im Zusammenhang der Rebellion nur von den relevanten Lords/Lords Paramount hören und jüngere Söhne quasi nicht erwähnt werden.
      Neben dem bereits erwähnten Lyn Corbray hätte ich mir zum Beispiel Brynden Tully gut als Kingsguard vorstellen können. Auch wäre es generell sinnvoll gewesen, durch die Ernennung von Personen aus Dorne/der Weite den ehemaligen Targaryenloyalisten entgegenzukommen, wie es beispielsweise nach dem Tanz passiert ist, als gleichmäßig Grüne und Schwarze ernannt wurden.
      (Arys Eichenherz wurde auch erst 290 AC nach der Greyjoy-Rebellion ernannt.)
      Auf jeden Fall hätte es möglich sein müssen, bessere Kandidaten zu finden als MERYN TRANT und BOROS BLOUNT.
      Rhaegar fought valiantly,
      Rhaegar fought nobly,
      Rhaegar fought honorably.
      And Rhaegar died.
      Wir können mit Sicherheit sagen, dass es ca. 1000 andere Möglichkeiten für die Besetzung gegeben hätte. Wir können mit Sicherheit sagen, dass es eine andere Besetzung gegeben hätte, die politisch sinnvoller gewesen wäre. Und wir können mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass es bessere Kämpfer als Meryn und Boros gab, weil jemand, der in seinen besten Zeiten als "passabler Kämpfer" eingeschätzt wird, definitiv nie zur Elite seiner Zunft gehört hat.
      Wenn eine/mehrere der Entscheidungen aus "politischen" Gründen durch Cersei getroffen wurden, zeigt das ebenfalls nur, dass die Macht im Roten Bergfried schon lange vor Jon Arryns Tod kritisch verteilt war.
      Rhaegar fought valiantly,
      Rhaegar fought nobly,
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      And Rhaegar died.
      Sagen wir doch wie es ist. Die Story braucht die Deppen an der Position und darum sind die dort. Man hätte sicher noch endlos ausbreiten können, warum es dazu gekommen ist, um die Sache logischer aussehen zu lassen, oder wieso es keine Alternative gab. Aber das hätte das Ganze nicht kürzer gemacht.
      Im Grunde bin ich hier aber bei @DANYFORTHEWIN, Arryn und Selmy hätte die Kingsguard sicher nicht so besetzt.
      Wir können mit Sicherheit sagen, dass es ca. 1000 andere Möglichkeiten für die Besetzung gegeben hätte.


      Das denke ich mir auch jedes Jahr beim Eurovision Song Contest.

      Im Ernst jetzt:
      GRRM mag die Lage künstlich übertrieben haben, allerdings ist es nichts was mir besonders aufstoßen würde. Genau wie die Positionen an der Mauer ist die Garde ein mönchischer Prestigeposten der keine Prestige mehr hält. Von den Mitglieder wird sogar explizite Distanz zu ihrem Ursprungshaus erwartet, sonst versagen sie in ihrem Wesenskern. Aus der Sicht eines Adelshauses ist es ein reiner Minusposten.
      I have been despised by better men than you.

      Ajantis wrote:

      Sagen wir doch wie es ist. Die Story braucht die Deppen an der Position und darum sind die dort. Man hätte sicher noch endlos ausbreiten können, warum es dazu gekommen ist, um die Sache logischer aussehen zu lassen, oder wieso es keine Alternative gab.

      Das ist häufig der Grund in fiktiven Werken. Noch viel mehr merkt man diesen Umstand bei der Größe der Stark-Familie. Dieses Adelshaus blickt auf 8000 Jahre Geschichte zurück (ein im Übrigen viel zu großer Zeitrahmen den GRRM da für seine Welt gewählt hat, 2000 Jahre hätten es locker auch getan, um die Geschehnisse der langen Nacht zu Legenden zu machen), besitzt aber nun quasi keine Verwandten mehr außer der Kernfamilie.
      Gerade wenn man sich dem Mittelalter und dem dortigen Adel als Vorbild bedient, sollte klar sein, wie verzweigt eine Familie aus dem Hochadel eigentlich sein müsste. Besonders bei einer solch langen Geschichte.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Jeder von uns blickt auf 8000 Jahre Familiengeschichte zurück und hat eine ebenso verzweigte Verwandtschaft, sie war und ist nur niemandem eine Dokumentation wert. Sie ist auch lediglich von Bedeutung, soweit sich daraus Einfluss auf den realen Alltag ableiten lässt und der hört meistens beim Wort "Groß-" auf.
      GRRM hat mit den Karstarks und Greystarks seine Pflicht abgeliefert, bei den Lannisters kommt auch etwas Kür dazu. Aber diese sind auch deutlich spätmittelalterlicher und spitzfindiger dargestellt, als der im Grunde frühmittelalterliche Norden in dem immer so schön betont wird, dass ein echter Stark auf Winterfell zu sitzen hat.

      GRRM hat sich mehrfach dazu geäußert, dass der Wert 8000 nicht wörtlich zu nehmen ist und eine Art ist "vor sehr langer Zeit" auszudrücken und Personen wie Bran the Builder oder Lann als Legenden erhalten sind, aber womöglich gar nicht existiert haben. Die tatsächliche Geschichte dürfte um ein paar Tausend Jahre - mindestens drei nach seiner Aussage - kürzer sein.
      Jetzt sind 5000 Jahre immer noch abstrus viel, allerdings bin ich doch eher froh, dass er sie nicht mit Greenstarks, Bluestarks, Stonestarks, Starkstarks und Snarkstarks ausgeschmückt hat. Wenn er ein aussterbendes Adelsgeschlecht haben wollte, lassen sich die historisch ebenfalls problemslos finden - obwohl die Zugehörigen ebenfalls nicht vom Storch gebracht wurden.

      Es ist ja ein wenig Bestandteil des Plots, dass die Kernfamilie der Starks wegen der Targaryen so winzig ist.
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      Zumal die Starks ja (entfernte) Verwandte haben - wird ja bei der Nachfolgediskussion zwischen Robb und Cat deutlich das da noch entfernte Basen 3. Grades im Vale rumschwirren. Ist aber bei den historischen Adelsfamilien auch nicht ganz wesentlich anders, das Haus Sachsen-Coburg und Gotha (aka Haus Windsor) ist da insofern eine Ausnahme als das es mit fast allen europäischen Herrscherfamilien verwandt ist. Wobei die räumliche Nähe der Adelsfamilien sich nur begrenzt auf Westeros übertragen lässt, die sieben Königsländer sind ja einerseits organisatorisch ähnlich vernetzt wie der Adel des HRR (man mag sich die Lord Paramounts /Wächter des … ein wenig wie Kurfürsten ohne Wahlrecht vorstellen) andererseits sind die Entfernungen ja deutlich größer, gerade was den Norden angeht.

      Was die "Besetzungsschwierigkeiten" der KG angeht darf man ja auch nicht vergessen das die 300 Jahre Targaryenherrschaft mit einigen erheblichen "Aderlässen" (Drachentanz, diverse Schwarzfeuer-Rebellionen) einhergingen unter denen Roberts Rebellion und die Endphase von Aeyrs Herrschaft sicherlich auch nochmal besonders hervorstechen...
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