Kultivierte und respektvolle Grundsatzdiskussion über Alles

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies. More details

      Cethleann wrote:



      Sie hat sehr viel Falschinformationen verbreitet. Unter anderem das Lesben und Tomboys sich heute unter Druck fühlen würden, sich als Transmänner zu outen, um einfacher akzeptiert zu werden. In welcher Realität erleben Trans-Personen weniger Diskriminierung als Lesben und Tomboys?


      Soweit ich weiß, durchaus auch in der realen Realität. Ich habe mich letztes oder vorletztes Jahr - vermutlich mehr oder weniger inspiriert durch dein Coming-Out ein bisschen durch das Internet gelesen, unter anderem über mehrere Monate das "Rück-Angleichungsforum" bei Reddit. Die Stimmung war da alles andere als gut, weil sich die "Rückangleicher" von Positivsten verfolgt fühlten und letztere Community wohl auch dafür gesorgt hatte, dass ihr eigener Moderator die Koffer packen musste.
      Die Angst der gegenüber Transsexualität positiv gestimmten Menschen schien in die Richtung zu gehen, dass die andere Community politisch ausgeschlachtet wird, um gegen sie selbst vorzugehen und sie dann nicht ernst genommen werden. Dann scheint es innerhalb der Community selbst sehr viele Abstufungen zu geben, was jetzt wohl "ernst" oder "nicht ernst" zu nehmen ist. Alles in allem sehr viel Toxizität.

      Bei den (Wieder-)Mädchen war tatsächlich ein häufiger Punkt, dass sie sich als "Mannsweiber" verschrien fühlten oder wegen der Schwäche des Geschlechts sexuelle Übergriffe gefürchtet oder sogar erfahren haben. Da wollten sie lieber gleich "richtige" Jungen sein.
      Bei den (Wieder-)Jungen war es häufig, dass sie als Homosexuelle oft nicht den richtigen Partner gefunden haben, weil sie die Community als übersexualisiert und oberflächlich empfanden. Da erschien es ihnen originär schöner, eine vermeintlich klassischere Beziehung auf dem vermeintlich erreichbaren Markt heterosexueller Menschen zu haben.
      Leider funktioniert die Angleichung ja nicht immer so gut und sie wurden dann noch eher fetischisiert als ihre Ziele zu erreichen.

      Das ist jetzt wohlgemerkt nur das, was ich, Maegwin, Maid von Mulwarft allereigensten Auges selbst gelesen habe. Und wie gesagt, betraf es Leute, die eben zu ihrem ursprünglichen Geschlecht zurückwollten und nicht die vermutlich sehr viel größere, glückliche Mehrheit.
      Zu behaupten, das gäbe es nicht - das scheint aus meiner Sicht nicht zu stimmen. Es wird sicher falsch sein, es für repräsentativ zu halten.
      Ich muss mich mal durch das durchwerkeln, was sie nun alles gesagt hat.

      Ein riesengroßes Dankeschön euch beiden für die Quellen, ich werde mich mal durchhören/lesen. Und tut mir leid, wenn ich für irgendwas falsche Begriffe verwende. Sollte irgendwas unabsichtlich unsensibles dabei sein, bitte melden.
      I have been despised by better men than you.

      Cethleann wrote:


      Weiß nicht, ob ich dazu noch irgendwas sagen kann, aber ich wollte das Video verbreiten und gucken ob noch jemand Gedanken dazu teilen kann. Auf mich klingt es überzeugend, aber ich war auch zuvor nicht sonderlich gut über die Situation informiert.


      Bezogen auf das Argument, warum "die Juden" eine Entschädigung bekommen haben aber "unsere Leute" nicht - eine Entschädigung haben ausschließlich Juden bekommen, die direkt Opfer des Naziregimes waren. Es gab keine Entschädigungen für Nachfahren von Opfern.