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      Jaaaa! :)
      Irgendwer (Bear McCreary wahrscheinlich ;) ) hat da einen ziemlich guten Musikgeschmack.
      "[…] Ich wünschte, all das wäre nie passiert …" "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden … Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist." (J.R.R. Tolkien, Frodo und Gandalf)
      Momentan wieder mit Ae ganz rustikal auf dem Mainstream.

      Autechre - SYptixed
      youtube.com/watch?v=rQ84hKQPTAA
      Klassischer Aufbau und Durchführung. Am Ende Verfall und ab 6:00 Coda, hier kann man hören, zu welcher Art Schönheit die Jungs fähig sind. Ich betrauere jeden, dem das im Leben entgeht :D.

      Autechre - Pen Expers
      youtube.com/watch?v=xdO9SzDd3OU
      So muss das.

      Oberman Knocks - Dilankex (Ae rmx)
      youtube.com/watch?v=3-vEXc6B57k
      Zuletzt gerne etwas mehr Komplexität.

      Autechre - Lentic Catachresis
      youtube.com/watch?v=N2O9yFBN3e4
      Ein Klassiker. Das Knacksen am Ende: Sehr wichtiges Detail!

      And now for something different.

      Benett - Venus' Birds, Andreas Scholl
      youtube.com/watch?v=cVOVnlLQ8Do
      Was gibt es schöneres? Ich könnte den ganzen Tag dazu pfeifen. Diese Musik beruhigt mich ungemein.

      amparar wrote:

      Autechre - SYptixed
      youtube.com/watch?v=rQ84hKQPTAA
      Klassischer Aufbau und Durchführung. Am Ende Verfall und ab 6:00 Coda, hier kann man hören, zu welcher Art Schönheit die Jungs fähig sind. Ich betrauere jeden, dem das im Leben entgeht :D.

      Das hat mich soeben zutiefst verstört. Vielleicht ist es einfach noch zu früh für dererlei Musik, oder ich bin eben doch nicht so aufgeschlossen gegenüber Neuem, wie ich von mir selbst denke. Wahrscheinlich fühle ich mich gerade wie jemand, der sich nicht viel mit Kunst beschäftigt hat und vor Duchamps Fountain steht. Oder wie ein frühmittelalterlicher Bauer, der sich auf einer Visite in einem japanischen Roboter-Labor wiederfindet.
      Fragen tu ich mich nur: Was für akkustische Gräueltaten muss es geben, damit das als Mainstream gelten kann? 8o
      We all must choose. Man or woman, young or old, lord or peasant, our choices are the same. We choose light or we choose darkness.

      Ser Pounce wrote:

      Das hat mich soeben zutiefst verstört. Vielleicht ist es einfach noch zu früh für dererlei Musik, oder ich bin eben doch nicht so aufgeschlossen gegenüber Neuem, wie ich von mir selbst denke. Wahrscheinlich fühle ich mich gerade wie jemand, der sich nicht viel mit Kunst beschäftigt hat und vor Duchamps Fountain steht. Oder wie ein frühmittelalterlicher Bauer, der sich auf einer Visite in einem japanischen Roboter-Labor wiederfindet.
      Fragen tu ich mich nur: Was für akkustische Gräueltaten muss es geben, damit das als Mainstream gelten kann? 8o
      Das war allerdings das zugänglichste Stück, das ich genannt habe. Du lässt Dich von der Instrumentierung blenden.

      Aber insgesamt verständliche Reaktion. Hat mit Aufgeschlossenheit nichts zu tun. Ich höre so etwas schon immer. Man entwickelt sich mit und und hält vieles für "normal", was andere nicht verstehen. Ist ja überall so.
      Autechre haben viel mit ungewöhnlichen Zeitsignaturen und scheinbar kaputten Tönen und Zerfall experimentiert.

      Hier zum Beispiel aus den 90ern, ein zunächst harmloses Stück, das uns dann in der Mitte mit ungewöhnlichem Rhythmus überraschte. Die Fans liebten sowas.

      youtube.com/watch?v=rrIQuFf2uAI

      Schwierigeres Material auch eher am Rande dieser Szene gibt es natürlich reichlich. Das ist in der Klassik nicht anders. Man kann Mozart gut finden, dann hat man vielleicht mit Shostakovich Probleme. Allan Pettersson ist dann aber noch eine Spur schwerer zu erfassen. Alles eine Frage der Übung :)
      Ja, das scheint tatsächlich Gewöhnungssache zu sein. In bildender Kunst, Literatur, Film, läuft einem das Motiv des Zerfalls, oder des Bruchs mit Vorherigem ja ständig über den Weg, während das bei Musik (zuminestens bei der Musik, die ich höre) ganz selten der Fall ist.
      Womöglich auch weil viele Menschen - mich eingeschlossen - Musik eher nebenbei hören, was hier nicht so doll funktionieren würde.
      We all must choose. Man or woman, young or old, lord or peasant, our choices are the same. We choose light or we choose darkness.

      Ser Pounce wrote:

      Ja, das scheint tatsächlich Gewöhnungssache zu sein. In bildender Kunst, Literatur, Film, läuft einem das Motiv des Zerfalls, oder des Bruchs mit Vorherigem ja ständig über den Weg, während das bei Musik (zuminestens bei der Musik, die ich höre) ganz selten der Fall ist.

      Ich sehe mehrere Motive. Es ist bereichernd, im Dickicht oder in scheinbar zerborstenem etwas Schönes zu entdecken. In dieser Musik ist ausserdem der Bruch mit dem Alten ein Motiv. Eine gewöhnliche Angelegenheit, das gibt es ja überall. Ganz konkret: es wurde die technische Qualität von aufgezeichneter Musik perfekt. Die Rhythmen wurden durch Computer erzeugt und lagen 100% korrekt im Takt; analoge Aufzeichnung und damit Bandrauschen gehörte der Vergangenheit an und von dieser Seite her gesehen erreichte man technische Perfektion. Was lag also näher, als sowohl bewusst Unordnung in Rhythmen als auch Unsauberkeit in die Qualität zu bringen...
      Ich bin damit aufgewachsen und mag sowas. Bspw. in Autechre - Nodezh ... Der Rhythmus wird "verstolpert", aber auch wieder aufgeholt, so in Richtung Rubato in der Klassik, noch etwas... unkonventioneller.

      Ich liebe gelungene Transformationen. Hier beispielsweise ein Stück, das aus 3 Teilen besteht, die Übergänge, rund um 3:55 und 7:30 sind einfach schön (Surripere).
      Oder wie Shostakovich hier das Ende des ersten Satzes der fünften webt, und im Speziellen wie er bei 16:49 die Tonhöhe einschwenkt, um mit dem Hauptmotiv zu beenden, das ist grandios. https://www.youtube.com/watch?v=m4dO87iQvbQ

      Ich könnte lange davon reden; nur interessiert es keinen :D.

      Post was edited 2 times, last by “amparar” ().

      Zur Feier des Tages wird Big Mike gepumpt!



      Außerdem: Alles För Lau!

      Und vielleicht noch ein "richtiges" Karnevalslied :D


      "Once they figure a way to work a dead horse, we'll be next. Likely I'll be the first too. 'Edd' they'll say, 'dying's no excuse for laying down no more, so get on up and take this spear, you've got the watch tonight.' Well, I shouldn't be so gloomy. Might be I'll die before they work it out." - Edd Tollett
      LOL, macht irgendwie Spaß. Und universelle Wahrheiten kommen am Ende des Stückes so bei 3:30. Insgesamt hervoragende gesangliche Leistung :D Passt einfach.



      Auch hübsch.



      In diesem Sinne kommt mir dieses schöne alte Stück in den Sinn, hat auch diesen gewissen Dadaismus.

      Post was edited 3 times, last by “amparar” ().

      dats my jam
      "Once they figure a way to work a dead horse, we'll be next. Likely I'll be the first too. 'Edd' they'll say, 'dying's no excuse for laying down no more, so get on up and take this spear, you've got the watch tonight.' Well, I shouldn't be so gloomy. Might be I'll die before they work it out." - Edd Tollett
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